Stockt der Film oder fehlt eine Antwort? Dann nochmal lesen — für den Sinn
Mia liest: „Der Fuchs schleicht zum Stall." Sie konnte jedes Wort lesen, versteht den Satz aber nicht. Sie buchstabiert nun jedes Wort ganz langsam. Das ist die beste Hilfe.
Erklärung: Falsch! Mia konnte die Wörter schon richtig entziffern - langsames Buchstabieren hilft dann nicht. Sie liest die Stelle besser nochmal und achtet auf den Sinn - wer tut hier was und warum.
Du liest: „Der Biber staut den Bach." Dein Film im Kopf bleibt leer. Was machst du als Erstes?
Erklärung: Ein leerer Film im Kopf ist das Signal, die Stelle nochmal zu lesen - nicht, um die Buchstaben zu üben, sondern um den Sinn zu finden.
Du liest laut: „Ben ruft Tim. Er lacht laut." Jedes Wort konntest du lesen, aber du weißt nicht, wen 'er' meint. Woran hakt es hier?
Erklärung: Du konntest jedes Wort aussprechen - das Entziffern hat also geklappt. Aber du weißt nicht, wer gemeint ist - das ist eine Verstehens-Lücke, und genau die schließt die Verstehens-Check-Regel.
Bringe die Schritte der Verstehens-Check-Regel in die richtige Reihenfolge.
Erklärung: Erst der Film im Kopf, dann die vier Fragen, dann die Prüfung - und nur wenn eine Antwort fehlt, wird die Stelle nochmal gelesen, gezielt für den Sinn.
Nach dem Lesen fragst du dich „Wo?" — und findest keine Antwort. Was tust du?
Erklärung: Fehlt eine Antwort, liest du die Stelle noch einmal — diesmal mit der Frage im Kopf.
Tims Film im Kopf bleibt bei einem Satz leer. Er liest einfach weiter. Das ist eine gute Idee.
Erklärung: Ein leerer Film ist ein Warnsignal. Wer weiterliest, versteht den nächsten Satz meist auch nicht — besser den Satz noch einmal lesen.
Lies: „Der Bäcker knetet den Teig. Dann schiebt er ihn in den Ofen.“ Was schiebt der Bäcker in den Ofen?
Erklärung: „ihn" zeigt zurück auf den Teig. Wer unsicher ist, liest den ersten Satz noch einmal.
Bei „Der Igel rollt sich zusammen." bleibt der Film leer. Welches Kind macht es richtig?
Erklärung: Nochmal lesen — für den Sinn, nicht für die Buchstaben. Buchstabieren hilft beim Entziffern, nicht beim Verstehen.