Lesestrategien bewusst auswählen
Du bekommst einen Text mit der Überschrift „Die neue Schule". Welche Vermutung passt VOR dem Lesen am besten?
Erklärung: Vor dem Lesen nutzt du die Überschrift für eine Vermutung: „Die neue Schule" verrät, worum es gehen könnte. Die anderen Vermutungen lassen die Überschrift links liegen.
In dem Satz „Delfine sind kluge Tiere, die im Meer leben." ist „Delfine" ein Schlüsselwort.
Erklärung: Ja — Schlüsselwörter tragen die Hauptbedeutung. „Delfine" sagt dir, worum es geht; kleine Wörter wie „sind" oder „die" nicht.
Du liest: „Die Katze verharrte reglos vor dem Mauseloch." Was bedeutet „verharrte" hier?
Erklärung: Der Zusammenhang hilft: „reglos vor dem Mauseloch" zeigt, dass die Katze lauert und wartet. So erschließt du unbekannte Wörter aus dem Satz.
Beim überfliegenden Lesen schaut man sich ___, Bilder und hervorgehobene Wörter an. (Überschriften / Seitenzahlen / Fußnoten)
Erklärung: Beim überfliegenden Lesen (Skimming) liest man Überschriften, Bilder und fett gedruckte Wörter, um schnell einen Überblick zu bekommen.
Leon liest erst die Überschrift und stellt eine Vermutung an. Später markiert er beim Lesen wichtige Wörter. Leon macht das gut.
Erklärung: Ja — gute Leser kombinieren mehrere Strategien: vor dem Lesen vermuten, während des Lesens markieren.
Mia liest mitten in einem langen Sachtext über Wale und denkt: „Das will ich mir merken!" Was macht sie am besten sofort?
Erklärung: Während des Lesens markiert man wichtige Stellen. Vermuten gehört vor das Lesen, Zusammenfassen kommt nach dem Lesen.
Ordne die Strategien: erst VOR dem Lesen, dann WÄHREND, dann NACH dem Lesen.
Erklärung: Vor dem Lesen stellt man Vermutungen an, während des Lesens unterstreicht man Schlüsselwörter, und nach dem Lesen fasst man den Text zusammen.
Nach dem Lesen prüfe ich mein Verständnis, indem ich den Text in eigenen ___ wiedergebe.
Erklärung: Den Text in eigenen Worten wiederzugeben (zu paraphrasieren) zeigt, ob man ihn wirklich verstanden hat.
Du willst nur wissen, wann die Bücherei öffnet. Vor dir liegt ein langer Info-Zettel der Bücherei. Wie liest du ihn am besten?
Erklärung: Das ist selektives Lesen — man sucht gezielt die Information, die man braucht, ohne den ganzen Text gründlich zu lesen.
Sara versteht ein schwieriges Gedicht nicht und liest es ein zweites Mal. Das zweite Lesen ist verschwendete Zeit.
Erklärung: Nein — beim zweiten Lesen versteht man oft mehr, weil man den Zusammenhang schon kennt. Mehrmals lesen ist bei schwierigen Texten eine gute Strategie.
Du liest einen Text über Hunde und verstehst einen Absatz nicht. Was tust du?
Erklärung: Schwierige Stellen noch einmal langsam zu lesen ist eine bewährte Strategie. Zusätzlich helfen Notizen mit Stichwörtern beim Verstehen.
Ordne die Lesestrategien in der Reihenfolge, in der man sie sinnvoll einsetzt: vom ersten Überblick bis zur eigenen Bewertung.
Erklärung: Jede Stufe baut auf der vorherigen auf: Man beginnt mit dem Überblick, markiert dann das Wichtige, verbindet den Inhalt mit dem eigenen Wissen und bewertet ihn erst zum Schluss.
Eine gute Lesestrategie bei Sachtexten ist, sich W-Fragen zu stellen: Wer? Was? Wo? Wann? ___? (Warum / Ob / Denn)
Erklärung: Die W-Fragen decken die wichtigsten Informationen eines Textes ab: Wer? Was? Wo? Wann? Warum? Auch die Frage Wie? gehört dazu.
Leo und Pia lesen denselben langen Text über Ritter. Leo liest alles in einem Rutsch durch. Pia hält nach jedem Abschnitt an und sagt sich kurz, was drinstand. Wer behält den Text besser?
Erklärung: Wer nach jedem Abschnitt kurz zusammenfasst, verarbeitet den Inhalt richtig. So bleibt auch ein langer Text im Gedächtnis.
Amir soll einen Text über Gewitter lesen. Vorher überlegt er kurz, was er über Gewitter schon weiß. Das hilft ihm beim Verstehen.
Erklärung: Ja — wer sein Vorwissen aktiviert, kann neue Informationen an Bekanntes anknüpfen und sie besser einordnen und behalten.