Zitiertechnik und Quellenarbeit
Lena zitiert einen Satz aus einem Sachbuch. Welche Angabe macht das Zitat für Leser nachprüfbar?
Erklärung: Fremde Gedanken kennzeichnet man, um kein Plagiat zu begehen und damit Leser die Herkunft nachprüfen können. Dafür braucht es Autor, Jahr und Seite: (Müller 2021, S. 14). „Aus dem Internet“ ist keine Quelle, und „(Müller)“ allein reicht nicht, um die Stelle zu finden.
Die wörtliche Übernahme einer Textstelle, die in Anführungszeichen steht, nennt man ein ___ Zitat.
Erklärung: Ein direktes (wörtliches) Zitat gibt den Originaltext buchstäblich wieder und steht in Anführungszeichen. Danach folgt die Quellenangabe (Autor, Werk, Seitenzahl).
Was ist ein indirektes Zitat?
Erklärung: Beim indirekten Zitat (Paraphrase) gibt man den Inhalt in eigenen Worten wieder. Man verwendet keine Anführungszeichen, aber eine Quellenangabe mit 'vgl.' (= vergleiche). Oft nutzt man die indirekte Rede.
Bei einem direkten Zitat darf man den Originaltext verändern.
Erklärung: Falsch! Ein direktes Zitat muss wörtlich übernommen werden — auch mit eventuellen Fehlern (dann mit [sic] markiert). Auslassungen kennzeichnet man mit [...], Ergänzungen mit [Erklärung].
Wie kennzeichnet man eine Auslassung innerhalb eines wörtlichen Zitats?
Erklärung: Die Auslassungspunkte [...] zeigen dem Leser: Hier wurde ein Teil des Originaltextes weggelassen. So bleibt transparent, dass das Zitat gekürzt wurde.
Die Abkürzung 'vgl.' steht für ___ und wird bei indirekten Zitaten verwendet.
Erklärung: 'Vgl.' weist darauf hin, dass die folgende Aussage sinngemäß aus einer Quelle stammt, aber in eigenen Worten formuliert ist. Beispiel: (vgl. Müller 2024, S. 15).
Welche Angaben gehören in eine vollständige Quellenangabe für ein Buch?
Erklärung: Eine vollständige Buchquelle enthält: Nachname, Vorname: Titel. Ort: Verlag, Jahr. Beispiel: Müller, Hans: Sprachkompetenz. München: Hueber, 2024.
Wie zitiert man korrekt aus einem Zeitungsartikel?
Erklärung: Zeitungsquelle: Nachname, Vorname: Titel des Artikels. In: Name der Zeitung, Datum, S. X. Bei Online-Artikeln zusätzlich: URL und Abrufdatum.
Auch bei Internetquellen muss man eine vollständige Quellenangabe machen.
Erklärung: Richtig! Internetquellen brauchen: Autor (falls bekannt), Titel, Website-Name, URL und Abrufdatum. Ohne Quellenangabe ist auch eine Internetübernahme ein Plagiat.
Ein Verzeichnis aller in einem Text verwendeten Quellen am Ende der Arbeit nennt man ___.
Erklärung: Das Literaturverzeichnis (auch Quellenverzeichnis oder Bibliografie) listet alle verwendeten Quellen alphabetisch nach Autorennachname auf. Es steht am Ende der Arbeit.
Original aus einem Sachbuch von Eva Roth: „Lesen ist für den Geist, was Sport für den Körper ist.“ Welche Übernahme ist ein Zitat und kein Plagiat?
Erklärung: Beim Zitieren kennzeichnet man die Quelle (Name, Anführungszeichen); beim Plagiieren gibt man Fremdes als Eigenes aus. Auch ein umformulierter Gedanke ohne Quellenangabe bleibt ein Plagiat – Umformulieren macht ihn nicht zum eigenen.
In welchem Modus steht die indirekte Rede, die man bei der Wiedergabe von Zitaten verwendet?
Erklärung: Die indirekte Rede steht im Konjunktiv I: 'Der Autor behaupte, Lesen fördere die Konzentration.' Der Konjunktiv signalisiert: Das ist nicht meine Aussage, sondern die eines anderen.
Wenn man innerhalb eines Zitats eigene Erläuterungen einfügt, setzt man diese in ___ Klammern.
Erklärung: Eckige Klammern [ ] kennzeichnen Eingriffe des Zitierenden in das Original: Ergänzungen [Erklärung], Auslassungen [...], grammatische Anpassungen. So bleibt transparent, was Original und was Eingriff ist.
Ein Literaturverzeichnis wird alphabetisch nach dem Nachnamen des Autors geordnet.
Erklärung: Richtig! Die alphabetische Ordnung nach Nachnamen ist die Standardsortierung im Literaturverzeichnis. Bei mehreren Werken desselben Autors ordnet man nach Erscheinungsjahr.
Welche Form der Redewiedergabe ist KEINE korrekte Art, fremde Inhalte in einen eigenen Text einzubinden?
Erklärung: Abschreiben ohne Quellenangabe ist ein Plagiat. Korrekte Formen der Textübernahme sind: direktes Zitat, indirektes Zitat (Paraphrase), indirekte Rede — jeweils mit Quellenangabe.