Gedichte — Klang und Rhythmus hören
Betonte Silben stehen in GROSSBUCHSTABEN. Welche Lesart von „Der Regen tropft aufs Dach“ klingt richtig?
Erklärung: Im Vers bleibt die Betonung der Wörter: RE-gen, nicht re-GEN. Kleine Wörter wie „der“ und „aufs“ sind unbetont.
Betonte Silben stehen in GROSSBUCHSTABEN. Welche Lesart von „Die Sonne lacht vom Himmel“ klingt richtig?
Erklärung: Sprich die Wörter erst allein: SON-ne, HIM-mel. So betont, ergibt der Vers einen gleichmäßigen Takt.
Betonte Silben stehen in GROSSBUCHSTABEN. Welche Lesart des alten Kinderreims „Backe, backe Kuchen“ klingt richtig?
Erklärung: Betont – unbetont, betont – unbetont: Der Reim klatscht gleichmäßig wie beim Teigkneten.
Bei „Der Regen tropft aufs Dach“ spricht man jede Silbe gleich stark.
Erklärung: Dann klingt der Vers wie ein Roboter. Betonte und unbetonte Silben wechseln sich ab: der RE-gen TROPFT aufs DACH.
Gedicht: (1) Die Katze schleicht durchs hohe Gras, (2) der Igel sucht im Laub nach Spaß, (3) die Maus läuft schnell in ihr kleines gemütliches Haus, (4) der Mond schaut still zum Fenster raus. Welche Zeile fällt aus dem Rhythmus?
Erklärung: Klatsch die Zeilen mit: Zeile 1, 2 und 4 haben je vier betonte Silben. Zeile 3 ist viel zu lang und stolpert.
Setze ein Reimwort ein, das auch in den Rhythmus passt: „Es klopft der Specht am Baum, die Eule träumt den ___.“
Erklärung: Traum reimt sich auf Baum und hat eine betonte Silbe, genau wie Baum. So bleibt der Takt.
„Plitsch, platsch, plitsch, platsch – die Pfütze spritzt.“ Was hörst du beim Lesen?
Erklärung: Plitsch und platsch klingen wie das Geräusch selbst. Das nennt man Lautmalerei.
„Die Schlange gleitet durch das Gras: zisch, zisch, zisch.“ Welches Wort ist Lautmalerei?
Erklärung: „Zisch“ ahmt das Geräusch der Schlange nach. „Schlange“ und „gleitet“ sagen, wer und was, aber man hört nichts.
Ein Gedicht über eine alte Uhr hat in jeder Strophe: „tick, tack, tick, tack“. Was bewirkt das beim Lesen?
Erklärung: Das Tick-tack sagt keine Uhrzeit. Es lässt dich die Uhr hören, gleichmäßig wie ihr Takt.
„Der Bach, der Bach, der rauscht und rauscht.“ Das doppelte „rauscht und rauscht“ lässt dich den Bach hören, der immer weiter fließt.
Erklärung: Das Wort „rauscht“ klingt selbst nach Wasser, und die Wiederholung zeigt: Das Rauschen hört nicht auf.
Welche Zeile klingt schnell wie ein galoppierendes Pferd?
Erklärung: Kurze, harte Silben und schnelle Wiederholung klingen wie Hufe. Die anderen Zeilen sind ruhig und langsam.
„Leise, leise, Schritt für Schritt, schleicht die Katze, tapp, tapp, tritt.“ Wie liest du die Zeile vor, damit man die Katze hört?
Erklärung: Die Wörter „leise“ und „schleicht“ und das „tapp, tapp“ zeigen: Hier wird vorsichtig geschlichen. So liest du es auch.
Gedicht: Strophe 1 – „Die Blätter fliegen durch die Luft, und der Wind, der Wind, der singt.“ Strophe 2 – „Die Drachen tanzen hoch und weit, und der Wind, der Wind, der singt.“ Welche Zeile ist der Kehrreim?
Erklärung: Der Kehrreim kommt in jeder Strophe genau gleich wieder. Darum kann beim Vortragen die ganze Klasse ihn mitsprechen.
Im Gedicht steht: „Es schneit, es schneit, es schneit.“ Was spürst du durch die Wiederholung?
Erklärung: Dreimal dasselbe macht das Schneien lang: Es hört gar nicht auf. Die Wiederholung trägt Bedeutung.