Wie andere leben — und was hilft
Elifs Familie hat gerade wenig Geld. Was könnte das für Elif im Alltag bedeuten?
Erklärung: Wenig Geld zeigt sich im Alltag, zum Beispiel bei Ausflügen. Ein Kind hat keine Schuld daran, wie viel die Familie verdient.
Bens Eltern haben sich getrennt. Ben wohnt eine Woche bei Mama, eine Woche bei Papa. Was könnte das für Ben im Alltag bedeuten?
Erklärung: Ben hat weiter Mama und Papa — nur an zwei Orten. Kinder sind nie schuld daran, dass Eltern sich trennen.
Herr Wagner von nebenan ist 88 Jahre alt und kann nur noch schlecht laufen. Was könnte das für ihn im Alltag bedeuten?
Erklärung: Wer schlecht laufen kann, merkt das bei Wegen und Treppen. Ob er Gesellschaft möchte, weiß man erst, wenn man ihn kennt.
Mila ist mit ihrer Familie aus einem anderen Land gekommen und lernt noch Deutsch. Was könnte das für Mila im Alltag bedeuten?
Erklärung: Eine neue Sprache macht vieles schwer zu verstehen. Mit Klugheit hat das nichts zu tun — Mila kann ja schon eine andere Sprache.
Vor dem Supermarkt sitzt jeden Tag ein Mann mit Schlafsack und Rucksack. Was könnte das für ihn im Alltag bedeuten?
Erklärung: Ein Schlafsack draußen kann heißen, dass jemand keine Wohnung hat. „Gefährlich“ ist ein Vorurteil, das man nicht sehen kann.
Jonas ist neu in der Klasse und steht in der Pause allein. Welche Hilfe passt?
Erklärung: Fragen lässt Jonas selbst entscheiden. Bloßstellen kränkt ihn, und Mitziehen nimmt ihm die Wahl.
Herr Wagner schleppt schwere Einkaufstaschen zur HaustĂĽr. Welche Hilfe passt?
Erklärung: Wer fragt, lässt Herrn Wagner selbst entscheiden. Wortlos abnehmen bevormundet ihn, und laut auf sein Alter zeigen kränkt ihn.
Mila versteht die Matheaufgabe nicht, weil ihr Deutsch noch neu ist. Welche Hilfe passt?
Erklärung: Erklären hilft Mila, es selbst zu schaffen. Für sie rechnen nimmt ihr das Lernen ab, und laut reden stellt sie bloß.
Im vollen Bus steigt eine Frau mit KrĂĽcken ein. Welche Hilfe passt?
Erklärung: Anbieten lässt der Frau die Wahl. Zeigen stellt sie vor allen bloß, und am Arm ziehen kann sie sogar aus dem Gleichgewicht bringen.
Jonas ist neun. Er trägt für die Nachbarin allein drei volle Getränkekisten in den vierten Stock. Diese Hilfe passt zu dem, was ein Neunjähriger schaffen kann.
Erklärung: Nein. Volle Kisten sind für ein Kind zu schwer. Hilfe hat Grenzen — Jonas könnte eine leichte Tasche tragen oder einen Erwachsenen fragen.
Ben möchte dem Mann vor dem Supermarkt helfen. Eine Wohnung kann Ben ihm nicht besorgen. Also kann Ben gar nichts tun.
Erklärung: Nein. Ben kann ihn freundlich grüßen oder mit seiner Familie überlegen, wie sie helfen. Die Grenzen der Hilfe heißen nicht, dass gar nichts geht.
Die Klasse sammelt gut erhaltene Kinderbücher für eine Unterkunft, in der geflüchtete Familien wohnen. Das ist eine Hilfe, die Kinder schaffen können.
Erklärung: Ja. Bücher sammeln liegt in dem, was eine Klasse leisten kann, und hilft den Kindern dort direkt.
Lea überlegt: „Wie wäre es für mich, wenn ich jede Woche die Wohnung wechseln müsste?“ Lea macht einen ___.
Erklärung: Perspektivwechsel — Lea versetzt sich in Bens Lage, um zu verstehen, was sie für ihn bedeutet.
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Denk an einen Menschen in deiner Umgebung, dem etwas schwerfällt (nenne keinen Namen). Wie könntest du helfen? Und wie findest du heraus, ob er diese Hilfe überhaupt möchte?
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Ole sagt: „Wer Hilfe braucht, soll sie sich selbst holen. Ich muss niemandem helfen.“ Was meinst du dazu? Begründe.