Afrika – Menschen und Wirtschaft
CĂ´te d'Ivoire und Ghana verdienen einen groĂźen Teil ihrer Exporteinnahmen mit einem Agrarprodukt. Mit welchem?
Erklärung: Westafrika (besonders Côte d'Ivoire und Ghana) produziert etwa 70 % des weltweiten Kakaos. Kakao ist eine tropische Pflanze. Kaffee kommt vor allem aus Ostafrika, Weizen braucht ein gemäßigtes Klima.
Die meisten Menschen in Afrika leben von der Landwirtschaft.
Erklärung: Richtig. In vielen afrikanischen Ländern arbeiten über 50 % der Bevölkerung in der Landwirtschaft, oft als Subsistenzwirtschaft.
Eine Familie in Tansania baut Mais und Bohnen fast nur fĂĽr den eigenen Bedarf an und verkauft kaum etwas. Wie heiĂźt diese Wirtschaftsform?
Erklärung: Subsistenzwirtschaft bedeutet, dass Bauern hauptsächlich für den Eigenbedarf anbauen und kaum Überschüsse auf dem Markt verkaufen. Plantagen produzieren dagegen großflächig für den Verkauf.
In einer ___ in der Wüste ermöglicht Grundwasser den Anbau von Datteln und Gemüse.
Erklärung: Oasen sind Stellen in der Wüste, an denen Grundwasser an die Oberfläche tritt. Sie ermöglichen Siedlung und Bewässerungslandwirtschaft.
Welcher Rohstoff wird in Nigeria und Libyen in großen Mengen gefördert?
Erklärung: Nigeria ist der größte Erdölproduzent Afrikas. Auch Libyen, Angola und Algerien sind wichtige Förderländer.
Die Bevölkerung Afrikas wächst stärker als die jedes anderen Kontinents.
Erklärung: Richtig. Afrika hat die höchste Bevölkerungswachstumsrate. Bis 2050 wird sich die Bevölkerung voraussichtlich auf über 2,5 Milliarden Menschen verdoppeln.
Ein Großbetrieb in Kenia baut auf riesigen Flächen nur Tee an und verkauft die Ernte ins Ausland. Wie heißt diese Wirtschaftsform?
Erklärung: Plantagen sind große landwirtschaftliche Betriebe, die ein Produkt wie Kaffee, Tee, Kakao oder Baumwolle großflächig für den Weltmarkt anbauen — das Gegenteil der Selbstversorgung.
In der Sahelzone hat es weiter im Norden geregnet, am bisherigen Lagerplatz ist das Gras vertrocknet. Was macht ein nomadischer Hirte?
Erklärung: In der Sahelzone wechseln Trocken- und Regenzeit. Nomaden ziehen mit ihren Tieren dorthin, wo gerade Gras wächst und Wasser vorhanden ist — deshalb leben sie nicht sesshaft an einem Ort.
Viele afrikanische Länder exportieren vor allem ___, also unverarbeitete Naturprodukte.
Erklärung: Viele afrikanische Volkswirtschaften sind rohstoffexportierend: Erze, Erdöl, Kakao, Kaffee. Die Weiterverarbeitung findet oft in Industrieländern statt.
Sambia verdient sein Exportgeld fast nur mit Kupfer. Nun fällt der Weltmarktpreis für Kupfer stark. Was passiert mit dem Land?
Erklärung: Monostrukturierte Exportwirtschaften sind anfällig: Sinkt der Preis des Hauptprodukts (z. B. Kupfer, Kakao), fehlen Einnahmen für Bildung, Gesundheit und Infrastruktur — andere Branchen können das nicht auffangen.
In Ägypten wird seit Jahrtausenden am Nil Bewässerungslandwirtschaft betrieben.
Erklärung: Richtig. Das Niltal ist eine der ältesten Kulturlandschaften der Welt. Die jährlichen Überschwemmungen brachten fruchtbaren Schlamm, heute wird mit Kanälen und dem Assuan-Staudamm bewässert.
Welche Stadt ist die bevölkerungsreichste in Afrika?
Erklärung: Kairo (Ägypten) ist mit über 20 Millionen Einwohnern im Ballungsraum die größte Stadt Afrikas.
Eine Kaffee-Kooperative in Äthiopien bekommt für ihre Bohnen einen garantierten Mindestpreis, auch wenn der Weltmarktpreis fällt. Wie nennt man dieses Handelsmodell?
Erklärung: Fairer Handel (Fair Trade) garantiert Kleinbauern in Entwicklungsländern einen Mindestpreis und bessere Arbeitsbedingungen, z. B. für Kaffee oder Kakao. Freihandel bedeutet nur, dass Zölle wegfallen — ohne Preisgarantie.
Auf der Karte verläuft die Grenze zwischen Ägypten und Libyen Hunderte Kilometer schnurgerade durch die Wüste. Was verrät das über ihre Entstehung?
Erklärung: Viele afrikanische Grenzen wurden in der Kolonialzeit (19. Jh.) von europäischen Mächten am Verhandlungstisch gezogen — oft entlang von Längen- und Breitengraden, ohne Rücksicht auf Völker, Sprachen oder natürliche Grenzen. Deshalb sind sie auffallend gerade.
Die Wanderung von Menschen vom Land in die Stadt nennt man ___.
Erklärung: Landflucht (Urbanisierung) ist in Afrika besonders stark. Menschen ziehen in die Städte auf der Suche nach Arbeit und besseren Lebensbedingungen.