Afrika – Menschen und Wirtschaft

Africa – People and Economy

Geographie Klasse 6 15 Aufgaben
AfrikaHumangeographieWirtschaft

Afrika ist ein Kontinent mit sehr junger, schnell wachsender Bevölkerung und großen Unterschieden zwischen seinen Ländern. Die Landwirtschaft reicht von Subsistenzwirtschaft für den Eigenbedarf bis zur Exportplantage für den Weltmarkt; viele Länder sind reich an Rohstoffen, ohne dass daraus breiter Wohlstand entsteht. Städte wachsen rasant, und beim Mobilfunk hat die Region klassische Entwicklungsstufen übersprungen. Das gängige Bild vom einheitlich „armen Kontinent" trifft diese Vielfalt nicht.

Leicht
Multiple Choice #1 12s â–¶ Testen

CĂ´te d'Ivoire und Ghana verdienen einen groĂźen Teil ihrer Exporteinnahmen mit einem Agrarprodukt. Mit welchem?

  • â—Ź Kakao
  • â—‹ Kaffee
  • â—‹ Weizen
Westafrika (besonders Côte d'Ivoire und Ghana) produziert etwa 70 % des weltweiten Kakaos. Kakao ist eine tropische Pflanze. Kaffee kommt vor allem aus Ostafrika, Weizen braucht ein gemäßigtes Klima.
Wahr / Falsch #2 15s â–¶ Testen

Die meisten Menschen in Afrika leben von der Landwirtschaft.

âś“ Wahr
Richtig. In vielen afrikanischen Ländern arbeiten über 50 % der Bevölkerung in der Landwirtschaft, oft als Subsistenzwirtschaft.
Multiple Choice #3 15s â–¶ Testen

Eine Familie in Tansania baut Mais und Bohnen fast nur fĂĽr den eigenen Bedarf an und verkauft kaum etwas. Wie heiĂźt diese Wirtschaftsform?

  • â—Ź Subsistenzwirtschaft
  • â—‹ Plantagenwirtschaft
  • â—‹ Bewässerungslandwirtschaft
Subsistenzwirtschaft bedeutet, dass Bauern hauptsächlich für den Eigenbedarf anbauen und kaum Überschüsse auf dem Markt verkaufen. Plantagen produzieren dagegen großflächig für den Verkauf.
LĂĽckentext #4 15s â–¶ Testen

In einer ___ in der Wüste ermöglicht Grundwasser den Anbau von Datteln und Gemüse.

âś“ Antwort: Oase
Oasen sind Stellen in der Wüste, an denen Grundwasser an die Oberfläche tritt. Sie ermöglichen Siedlung und Bewässerungslandwirtschaft.
Wahr / Falsch #5 20s â–¶ Testen

In Ägypten wird seit Jahrtausenden am Nil Bewässerungslandwirtschaft betrieben.

âś“ Wahr
Richtig. Das Niltal ist eine der ältesten Kulturlandschaften der Welt. Die jährlichen Überschwemmungen brachten fruchtbaren Schlamm, heute wird mit Kanälen und dem Assuan-Staudamm bewässert.
Mittel
Multiple Choice #1 20s â–¶ Testen

Welcher Rohstoff wird in Nigeria und Libyen in großen Mengen gefördert?

  • â—‹ Diamanten
  • â—Ź Erdöl
  • â—‹ Gold
Nigeria ist der größte Erdölproduzent Afrikas. Auch Libyen, Angola und Algerien sind wichtige Förderländer.
Wahr / Falsch #2 20s â–¶ Testen

Die Bevölkerung Afrikas wächst stärker als die jedes anderen Kontinents.

âś“ Wahr
Richtig. Afrika hat die höchste Bevölkerungswachstumsrate. Bis 2050 wird sich die Bevölkerung voraussichtlich auf über 2,5 Milliarden Menschen verdoppeln.
Multiple Choice #3 15s â–¶ Testen

Ein Großbetrieb in Kenia baut auf riesigen Flächen nur Tee an und verkauft die Ernte ins Ausland. Wie heißt diese Wirtschaftsform?

  • â—Ź Plantagenwirtschaft
  • â—‹ Subsistenzwirtschaft
  • â—‹ Nomadische Viehzucht
Plantagen sind große landwirtschaftliche Betriebe, die ein Produkt wie Kaffee, Tee, Kakao oder Baumwolle großflächig für den Weltmarkt anbauen — das Gegenteil der Selbstversorgung.
Multiple Choice #4 20s â–¶ Testen

In der Sahelzone hat es weiter im Norden geregnet, am bisherigen Lagerplatz ist das Gras vertrocknet. Was macht ein nomadischer Hirte?

  • â—Ź Er zieht mit seiner Herde zu den frischen Weiden im Norden
  • â—‹ Er bleibt am Lagerplatz und wartet auf den nächsten Regen
  • â—‹ Er verkauft die Herde und legt dort ein Getreidefeld an
In der Sahelzone wechseln Trocken- und Regenzeit. Nomaden ziehen mit ihren Tieren dorthin, wo gerade Gras wächst und Wasser vorhanden ist — deshalb leben sie nicht sesshaft an einem Ort.
LĂĽckentext #5 20s â–¶ Testen

Viele afrikanische Länder exportieren vor allem ___, also unverarbeitete Naturprodukte.

âś“ Antwort: Rohstoffe
Viele afrikanische Volkswirtschaften sind rohstoffexportierend: Erze, Erdöl, Kakao, Kaffee. Die Weiterverarbeitung findet oft in Industrieländern statt.
Multiple Choice #6 25s â–¶ Testen

Sambia verdient sein Exportgeld fast nur mit Kupfer. Nun fällt der Weltmarktpreis für Kupfer stark. Was passiert mit dem Land?

  • â—Ź Die Staatseinnahmen brechen ein, weil fast alles am Kupfer hängt
  • â—‹ Andere Exportbranchen gleichen den Verlust schnell wieder aus
  • â—‹ Das Land merkt wenig davon, weil das Kupfer im Land bleibt
Monostrukturierte Exportwirtschaften sind anfällig: Sinkt der Preis des Hauptprodukts (z. B. Kupfer, Kakao), fehlen Einnahmen für Bildung, Gesundheit und Infrastruktur — andere Branchen können das nicht auffangen.
Multiple Choice #7 20s â–¶ Testen

Welche Stadt ist die bevölkerungsreichste in Afrika?

  • â—Ź Kairo
  • â—‹ Kapstadt
  • â—‹ Nairobi
Kairo (Ägypten) ist mit über 20 Millionen Einwohnern im Ballungsraum die größte Stadt Afrikas.
Multiple Choice #8 15s â–¶ Testen

Eine Kaffee-Kooperative in Äthiopien bekommt für ihre Bohnen einen garantierten Mindestpreis, auch wenn der Weltmarktpreis fällt. Wie nennt man dieses Handelsmodell?

  • â—Ź Fairer Handel
  • â—‹ Freihandel
  • â—‹ Tauschhandel
Fairer Handel (Fair Trade) garantiert Kleinbauern in Entwicklungsländern einen Mindestpreis und bessere Arbeitsbedingungen, z. B. für Kaffee oder Kakao. Freihandel bedeutet nur, dass Zölle wegfallen — ohne Preisgarantie.
LĂĽckentext #9 15s â–¶ Testen

Die Wanderung von Menschen vom Land in die Stadt nennt man ___.

âś“ Antwort: Landflucht
Landflucht (Urbanisierung) ist in Afrika besonders stark. Menschen ziehen in die Städte auf der Suche nach Arbeit und besseren Lebensbedingungen.
Schwer
Multiple Choice #1 20s â–¶ Testen

Auf der Karte verläuft die Grenze zwischen Ägypten und Libyen Hunderte Kilometer schnurgerade durch die Wüste. Was verrät das über ihre Entstehung?

  • â—Ź Kolonialmächte legten sie am Verhandlungstisch mit dem Lineal fest
  • â—‹ Sie folgt einem schnurgerade verlaufenden Fluss
  • â—‹ Sie folgt der alten Grenze zwischen zwei Sprachgebieten
Viele afrikanische Grenzen wurden in der Kolonialzeit (19. Jh.) von europäischen Mächten am Verhandlungstisch gezogen — oft entlang von Längen- und Breitengraden, ohne Rücksicht auf Völker, Sprachen oder natürliche Grenzen. Deshalb sind sie auffallend gerade.