Gebaut mit dem, was die Natur bietet — Bauwerke der Region erklären
Vor dem mittelalterlichen MĂĽnchen gab es viel Lehm, gute Bausteine aber nur weit weg. Woraus baute man die Frauenkirche?
Erklärung: Man baute mit dem, was in der Nähe lag. Lehm gab es direkt vor der Stadt — weite Transporte von Stein wären viel zu teuer gewesen.
Der Dom in Regensburg ist aus Naturstein, die Frauenkirche in München aus Backstein. Was erklärt den Unterschied?
Erklärung: Bei Regensburg gab es Steinbrüche, bei München vor allem Lehm. Beide Städte bauten mit dem, was die Umgebung bot.
Die Burg zu Burghausen liegt auf einem schmalen BergrĂĽcken zwischen der Salzach und einem See. Welche Form hat sie darum?
Erklärung: Die Burg folgt dem Bergrücken. So wurde sie 1051 Meter lang — die längste Burg der Welt.
Die steilen Hänge zur Salzach und zum See machten es Angreifern schwer, die Burg zu Burghausen zu erobern.
Erklärung: Die Natur half beim Verteidigen: Über steile Hänge kommt kaum jemand hinauf. Darum baute man Burgen gern auf Berge und Felsen.
Im Sommer 1135 war es sehr trocken, die Donau fĂĽhrte wenig Wasser. Was konnten die Bauleute in Regensburg darum gut tun?
Erklärung: Bei Niedrigwasser kommt man an den Grund des Flusses heran. Auf den Pfeilern ruhen bis heute die Steinbögen der Brücke.
Die Steine der Steinernen BrĂĽcke wurden mit Schiffen aus Italien gebracht.
Erklärung: Grünsandstein und Kalkstein kamen aus der Umgebung von Regensburg. Stein von so weit her wäre kaum zu bezahlen gewesen.
Ziegel und Backsteine brennt man aus ___.
Erklärung: Lehm wird geformt, getrocknet und im Ofen gebrannt. Wo es viel Lehm gab, entstanden Ziegeleien — in München zum Beispiel in Haidhausen.
Im Gebirge wächst viel Wald, der nächste Steinbruch ist weit weg. Woraus bauten Bergbauern ihre Häuser oft?
Erklärung: Holz lag direkt vor der Tür und ließ sich gut bearbeiten. Schwere Baustoffe den Berg hinaufzuschaffen war mühsam.
Auf alten Bauernhausdächern in den Bergen liegen Steine auf den Holzschindeln, damit der Sturm sie nicht wegreißt.
Erklärung: Beim Legschindeldach liegen die Schindeln lose auf. Stangen und Steine halten sie fest — Steine gab es im Gebirge genug.
Auf welchem Dach bleiben lose Steine am besten liegen?
Erklärung: Auf einem steilen Dach rutschen Steine herunter. Darum passen steinbeschwerte Schindeln zu flachen Dächern.
In Bad Reichenhall gab es salziges Wasser, die Sole, aber kaum noch Holz zum Salzsieden. Bei Traunstein gab es viel Wald. Was baute man 1619?
Erklärung: Statt Holz zum Salz brachte man das Salzwasser zum Holz: über 31 Kilometer, mit Wasserrädern und Pumpen sogar bergauf.
In einer Gegend gibt es viel Wald und Lehm, aber kaum Stein. Welche Hauswand passt dazu?
Erklärung: Fachwerk verbindet beide Baustoffe aus der Umgebung: Holz trägt, Lehm füllt die Lücken.
Ein flaches Bergbauernhaus-Dach trägt im Winter eine dicke Schneeschicht. Darum braucht es kräftige Dachbalken.
Erklärung: Schnee ist schwer. Wo viel Schnee fällt, muss das Dach dieses Gewicht tragen können — die Natur bestimmt mit, wie stark gebaut wird.
Am Regensburger Dom ist viel Grünsandstein aus Abbach verbaut, einem Ort ganz in der Nähe von Regensburg.
Erklärung: Wie bei der Steinernen Brücke kam der Stein aus der Gegend. Darum sind in Regensburg viele alte Bauten aus Naturstein, in München dagegen aus Backstein.