Gebaut mit dem, was die Natur bietet — Bauwerke der Region erklären

Built with What Nature Offers — Explaining the Region's Buildings

Heimat- und Sachunterricht Klasse 4 14 Aufgaben
TechnikKonstruierenArchitekturMaterialherkunftRegionalBayern

Die Kinder erklären an Beispielen aus Bayern, wie natürliche Voraussetzungen und Bautechnik zusammen ein Bauwerk formen: Rund um München gab es viel Lehm (Haidhausen), darum ist die Frauenkirche aus Backstein — in Regensburg lag Stein in der Nähe, darum sind Dom und Steinerne Brücke (1135–1146, begonnen im trockenen Sommer bei Niedrigwasser) aus Naturstein. Die Burg zu Burghausen folgt dem schmalen Bergrücken zwischen Salzach und Wöhrsee und wird so über einen Kilometer lang; Bergbauernhäuser nutzen das Holz des Bergwalds und beschweren lose Schindeln mit Steinen; die Soleleitung von 1619 pumpte Reichenhaller Sole durch Holzrohre dorthin, wo noch Holz zum Sieden wuchs. Abgebaut wird die Vorstellung, Baumeister hätten Form und Material frei gewählt (Kasberger & Eckardt 2008, „LehmZiegelStadt“; GDSU 2013, technische und geographische Perspektive). Baut auf hsu.bauen.bauwerke-der-region auf und bereitet die Stadt im Mittelalter (geschichte.grade7.stadt-im-mittelalter) und das Alpen- und Voralpenland in Geographie 5 (geographie.grade5.alpen-und-alpenvorland) vor.

Leicht
Multiple Choice #1 20s â–¶ Testen

Vor dem mittelalterlichen MĂĽnchen gab es viel Lehm, gute Bausteine aber nur weit weg. Woraus baute man die Frauenkirche?

  • â—Ź aus Ziegeln, gebrannt aus Lehm aus Haidhausen
  • â—‹ aus Marmor, mit Wagen aus Italien geholt
  • â—‹ aus Granit aus dem Bayerischen Wald
Man baute mit dem, was in der Nähe lag. Lehm gab es direkt vor der Stadt — weite Transporte von Stein wären viel zu teuer gewesen.
Multiple Choice #2 15s â–¶ Testen

Die Burg zu Burghausen liegt auf einem schmalen BergrĂĽcken zwischen der Salzach und einem See. Welche Form hat sie darum?

  • â—Ź lang und schmal, ĂĽber einen Kilometer lang
  • â—‹ kreisrund
  • â—‹ quadratisch mit vier gleich langen Seiten
Die Burg folgt dem Bergrücken. So wurde sie 1051 Meter lang — die längste Burg der Welt.
Wahr / Falsch #3 12s â–¶ Testen

Die steilen Hänge zur Salzach und zum See machten es Angreifern schwer, die Burg zu Burghausen zu erobern.

âś“ Wahr
Die Natur half beim Verteidigen: Über steile Hänge kommt kaum jemand hinauf. Darum baute man Burgen gern auf Berge und Felsen.
LĂĽckentext #4 10s â–¶ Testen

Ziegel und Backsteine brennt man aus ___.

âś“ Antwort: Lehm
Lehm wird geformt, getrocknet und im Ofen gebrannt. Wo es viel Lehm gab, entstanden Ziegeleien — in München zum Beispiel in Haidhausen.
Multiple Choice #5 15s â–¶ Testen

Im Gebirge wächst viel Wald, der nächste Steinbruch ist weit weg. Woraus bauten Bergbauern ihre Häuser oft?

  • â—Ź aus Holz aus dem Bergwald
  • â—‹ aus Backsteinen aus der Stadt
  • â—‹ aus Beton aus dem Tal
Holz lag direkt vor der TĂĽr und lieĂź sich gut bearbeiten. Schwere Baustoffe den Berg hinaufzuschaffen war mĂĽhsam.
Wahr / Falsch #6 10s â–¶ Testen

Am Regensburger Dom ist viel Grünsandstein aus Abbach verbaut, einem Ort ganz in der Nähe von Regensburg.

âś“ Wahr
Wie bei der Steinernen BrĂĽcke kam der Stein aus der Gegend. Darum sind in Regensburg viele alte Bauten aus Naturstein, in MĂĽnchen dagegen aus Backstein.
Mittel
Multiple Choice #1 15s â–¶ Testen

Der Dom in Regensburg ist aus Naturstein, die Frauenkirche in München aus Backstein. Was erklärt den Unterschied?

  • â—Ź welche Baustoffe es in der Nähe gab
  • â—‹ dass Ziegel in Regensburg verboten waren
  • â—‹ dass Backstein damals noch nicht erfunden war
Bei Regensburg gab es Steinbrüche, bei München vor allem Lehm. Beide Städte bauten mit dem, was die Umgebung bot.
Multiple Choice #2 20s â–¶ Testen

Im Sommer 1135 war es sehr trocken, die Donau fĂĽhrte wenig Wasser. Was konnten die Bauleute in Regensburg darum gut tun?

  • â—Ź die Fundamente fĂĽr die Pfeiler der Steinernen BrĂĽcke im Flussbett legen
  • â—‹ die BrĂĽcke ganz ohne Pfeiler bauen
  • â—‹ die BrĂĽcke aus Holz statt aus Stein bauen
Bei Niedrigwasser kommt man an den Grund des Flusses heran. Auf den Pfeilern ruhen bis heute die Steinbögen der Brücke.
Wahr / Falsch #3 12s â–¶ Testen

Die Steine der Steinernen BrĂĽcke wurden mit Schiffen aus Italien gebracht.

âś“ Falsch
Grünsandstein und Kalkstein kamen aus der Umgebung von Regensburg. Stein von so weit her wäre kaum zu bezahlen gewesen.
Wahr / Falsch #4 12s â–¶ Testen

Auf alten Bauernhausdächern in den Bergen liegen Steine auf den Holzschindeln, damit der Sturm sie nicht wegreißt.

âś“ Wahr
Beim Legschindeldach liegen die Schindeln lose auf. Stangen und Steine halten sie fest — Steine gab es im Gebirge genug.
Multiple Choice #5 12s â–¶ Testen

Auf welchem Dach bleiben lose Steine am besten liegen?

  • â—Ź auf einem flachen Dach
  • â—‹ auf einem steilen Dach
  • â—‹ auf einem spitzen Kirchturmdach
Auf einem steilen Dach rutschen Steine herunter. Darum passen steinbeschwerte Schindeln zu flachen Dächern.
Multiple Choice #6 25s â–¶ Testen

In Bad Reichenhall gab es salziges Wasser, die Sole, aber kaum noch Holz zum Salzsieden. Bei Traunstein gab es viel Wald. Was baute man 1619?

  • â—Ź eine Leitung aus Holzrohren, die die Sole nach Traunstein pumpte
  • â—‹ ein neues Salzbergwerk in Traunstein
  • â—‹ einen Kanal, der den Wald nach Reichenhall brachte
Statt Holz zum Salz brachte man das Salzwasser zum Holz: über 31 Kilometer, mit Wasserrädern und Pumpen sogar bergauf.
Multiple Choice #7 15s â–¶ Testen

In einer Gegend gibt es viel Wald und Lehm, aber kaum Stein. Welche Hauswand passt dazu?

  • â—Ź Fachwerk aus Holzbalken, die Felder mit Lehm gefĂĽllt
  • â—‹ eine Mauer aus groĂźen Granitblöcken
  • â—‹ eine Wand aus Marmorplatten
Fachwerk verbindet beide Baustoffe aus der Umgebung: Holz trägt, Lehm füllt die Lücken.
Wahr / Falsch #8 12s â–¶ Testen

Ein flaches Bergbauernhaus-Dach trägt im Winter eine dicke Schneeschicht. Darum braucht es kräftige Dachbalken.

âś“ Wahr
Schnee ist schwer. Wo viel Schnee fällt, muss das Dach dieses Gewicht tragen können — die Natur bestimmt mit, wie stark gebaut wird.