Giftige und unbekannte Pflanzen — erst fragen, dann anfassen
Am Schulweg hängen rote Beeren an einem Strauch. Du kennst sie nicht. Was machst du?
Erklärung: Was du nicht sicher kennst, kommt nicht in den Mund — auch nicht eine einzige Beere. Frag zuerst einen Erwachsenen.
Die schwarzen Beeren schmecken sĂĽĂź. Dann sind sie nicht giftig.
Erklärung: Die Beeren der Tollkirsche schmecken süßlich und sind trotzdem sehr giftig. Am Geschmack erkennt man Gift nicht.
Amseln fressen die Beeren von dem Strauch. Dann kann ich sie auch essen.
Erklärung: Vögel vertragen manche Beeren, die für Kinder giftig sind. Was ein Vogel frisst, sagt nichts darüber, ob du es essen darfst.
Paul hat eine fremde Beere gegessen. Was macht er zuerst?
Erklärung: Sofort Bescheid sagen ist das Wichtigste — dafür schimpft niemand. Warten kann gefährlich sein, wenn die Pflanze giftig war.
Paul hat die Beere noch im Mund. Er spuckt sie aus.
Erklärung: Ausspucken und den Mund mit Wasser ausspülen ist richtig. Danach sagt er es gleich einem Erwachsenen.
Nach einer fremden Beere hilft ein groĂźes Glas Milch.
Erklärung: Milch hilft nicht, sie kann das Gift sogar schneller in den Körper bringen. Ein Schluck Wasser oder Tee ist besser — und ein Erwachsener fragt beim Giftnotruf nach.
Mama ruft beim Giftnotruf an. Was soll Paul ihr bringen?
Erklärung: Am Telefon muss man genau sagen können, welche Pflanze es war. Ein Zweig oder ein Foto hilft dabei. Salzwasser ist für Kinder gefährlich.
Im Garten hängen Schoten, die wie Erbsen aussehen. Was machst du?
Erklärung: Auch der Goldregen hat Schoten wie Erbsen — und seine Samen sind giftig. Ob es wirklich Erbsen sind, weiß ein Erwachsener.
Der Goldregen hat wunderschöne gelbe Blüten. Darum kann er nicht giftig sein.
Erklärung: Schön und giftig passt zusammen: Goldregen, Fingerhut und Maiglöckchen blühen hübsch und sind giftig.
Das Maiglöckchen hat kleine weiße Blüten. Es ist giftig.
Erklärung: Blätter, Blüten und die roten Beeren des Maiglöckchens sind giftig. Es wächst im Wald und in vielen Gärten.
Die Eibe hat Nadeln und rote Beeren. Sie ist giftig.
Erklärung: Nadeln und Kerne der Eibe sind sehr giftig. Eiben wachsen oft als Hecke in Parks und an Schulen.
Lena hat Blätter von einer fremden Pflanze gepflückt. Was macht sie danach?
Erklärung: Pflanzensaft kann an den Fingern kleben. Händewaschen hält ihn von Mund und Augen fern.
Welche Beeren darfst du essen?
Erklärung: Gekaufte Erdbeeren kennt ein Erwachsener sicher. Bei Beeren aus dem Park weißt du nicht, welche Pflanze es ist.
Hat jemand vielleicht etwas Giftiges gegessen, rufen Erwachsene den Gift___ an.
Erklärung: Beim Giftnotruf sagen Fachleute, was jetzt zu tun ist. In Bayern ist das der Giftnotruf München: 089 19240.