Ehrlich verkaufen — Schild, Versprechen, Vertrauen
Die Klasse backt Kekse aus fertig gekauftem Teig. Welches Schild ist ehrlich?
Erklärung: Gebacken haben die Kinder selbst — das stimmt. Den Teig haben sie gekauft, und ob er Bio ist, wissen sie nicht. Ein Schild darf nur sagen, was stimmt.
Die Klasse mischt gekauften Apfelsaft mit Wasser. Welches Schild ist ehrlich?
Erklärung: Saft mit Wasser ist Schorle, und gemischt haben die Kinder sie selbst. Gepresst oder geerntet haben sie nichts.
Ein Becher Limo kostet 1 €, Nachfüllen kostet 50 Cent. Welches Schild ist ehrlich?
Erklärung: „Ab 50 Cent“ lockt mit einem Preis, für den niemand einen vollen Becher bekommt. Ein ehrliches Schild nennt den Preis, den man wirklich zahlt.
Auf dem Foto am Stand sind die Muffins groĂź und voller SchokostĂĽckchen. Welche Muffins mĂĽssen in der Box sein?
Erklärung: Ein Foto ist auch ein Versprechen. Wer etwas anderes in die Box legt, als das Foto zeigt, täuscht die Kunden.
Auf dem Schild der Klasse steht „Nur heute! Letzte Chance!“. Dieselben Kekse verkauft die Klasse aber jeden Freitag. Das Schild ist ehrlich.
Erklärung: „Nur heute“ soll schnell zum Kaufen drängen. Wenn es nicht stimmt, ist es eine Lüge — auch wenn es nur auf einem Schild steht.
Paul verkauft auf dem Flohmarkt sein Fahrrad. Die hintere Bremse geht nicht. Er sagt nichts, weil der Käufer nicht gefragt hat. Das ist ehrlich verkauft.
Erklärung: Einen Mangel zu verschweigen, den der Käufer nicht sehen kann, ist auch Täuschen — hier sogar gefährlich. Ehrlich ist: den Mangel sagen und den Preis danach richten.
Mira verkauft ein gebrauchtes Buch mit einem Kaffeefleck. Sie zeigt den Fleck vorher und verlangt dafĂĽr weniger. Das ist ehrlich verkauft.
Erklärung: Der Käufer weiß, was er bekommt, und kann selbst entscheiden. Genau das macht einen ehrlichen Verkauf aus.
Ein Kunde fragt, ob die Kekse ohne Nüsse sind. Ein Kind am Stand weiß es nicht genau und sagt trotzdem „Ja, ohne Nüsse“. Das ist in Ordnung, Hauptsache verkauft.
Erklärung: Für jemanden mit Nussallergie kann das gefährlich sein. Ehrlich ist: „Das weiß ich nicht“ — und nachschauen.
Lara hat versprochen, ein Armband umzutauschen, wenn es innerhalb einer Woche kaputtgeht. Nach drei Tagen bringt Jonas das gerissene Armband. Was tut Lara, wenn sie ihr Versprechen hält?
Erklärung: Drei Tage liegen innerhalb der Woche. Ein Versprechen beim Verkaufen gilt auch dann, wenn es Lara etwas kostet.
Die Klasse hat versprochen, dass der Gewinn ans Tierheim geht. Am Ende sind 48 € Gewinn übrig. Was passiert damit?
Erklärung: Die Kunden haben auch wegen des Tierheims gekauft. Versprochen ist der ganze Gewinn — also bekommt das Tierheim alle 48 €.
Ein Kunde zahlt eine Waffel für 2 € mit einem 5-€-Schein. Der Verkäufer gibt aus Versehen nur 2 € zurück und merkt es kurz danach. Was tut ein ehrlicher Verkäufer?
Erklärung: Der Kunde hätte 3 € zurückbekommen müssen. Der fehlende Euro gehört ihm, nicht dem Stand und nicht einem anderen Kunden.
Anna und Tim verkaufen jeden Samstag Limo im Hof. Anna fĂĽllt die Becher immer voll, Tim nur halb, fĂĽr denselben Preis. Was passiert nach ein paar Wochen wahrscheinlich?
Erklärung: Kunden merken sich, wo sie gut bedient werden, und erzählen es weiter. Wer wiederkommen soll, braucht das Vertrauen der Kunden.
Wer beim Verkaufen einmal gelogen hat, dem glauben die Kunden beim nächsten Mal nicht mehr. Er hat ihr ___ verloren.
Erklärung: Vertrauen ist schnell weg und schwer zurückzugewinnen. Darum lohnt sich Ehrlichkeit für jeden, der öfter verkaufen will.
Tim verkauft ein Kartenspiel und sagt dazu, dass zwei Karten fehlen. Trotzdem kauft es jemand. Tim hat ehrlich verkauft.
Erklärung: Tim hat den Mangel genannt, der Käufer hat sich trotzdem entschieden. Ehrlich sein heißt nicht, nichts mehr verkaufen zu können.