Rezepte umrechnen — erst der Faktor, dann Topf, Zeit und Würze
Das Rezept ist fĂĽr 4 Personen und braucht 300 g Nudeln. Du kochst fĂĽr 6. Wie viel Gramm Nudeln nimmst du? (nur die Zahl)
Erklärung: Faktor = gewünschte Menge ÷ Menge im Rezept = 6 ÷ 4 = 1,5. Jede Zutat mal 1,5: 300 g × 1,5 = 450 g.
Eine Suppe fĂĽr 8 Portionen braucht 600 ml BrĂĽhe. Du kochst nur 2 Portionen. Wie viele Milliliter BrĂĽhe brauchst du? (nur die Zahl)
Erklärung: Faktor = 2 ÷ 8 = 0,25. Kleiner als 1 heißt: weniger als im Rezept. 600 ml × 0,25 = 150 ml.
Im KĂĽhlschrank stehen nur noch 150 ml Sahne. Dein Gratin fĂĽr 6 Personen braucht 225 ml. FĂĽr wie viele Personen reicht die Sahne, wenn du alles umrechnest? (nur die Zahl)
Erklärung: Hier bestimmt die knappe Zutat den Faktor: 150 ml ÷ 225 ml = 2/3. Aus 6 Personen werden 6 × 2/3 = 4 Personen — und alle anderen Zutaten rechnest du ebenfalls mal 2/3.
Ein Rezept ergibt 12 Muffins, du brauchst 30. Mit welchem Faktor rechnest du jede Zutat um?
Erklärung: Faktor = gewünschte Menge ÷ Menge im Rezept = 30 ÷ 12 = 2,5. Die 18 ist der Unterschied — man addiert keine Muffins, man multipliziert. 0,4 ist der Faktor andersherum, für 30 auf 12.
Du verdreifachst eine Sauce, die laut Rezept in 10 Minuten auf die Hälfte einkocht, und nimmst denselben kleinen Topf. Was passiert?
Erklärung: Flüssigkeit verdampft über die Oberfläche. Im selben Topf hat die dreifache Menge keine größere Oberfläche, muss aber dreimal so viel Wasser loswerden. Topfgröße und Zeit rechnen sich nicht mit dem Faktor mit.
Du machst die doppelte Menge Bratkartoffeln. Deine Pfanne ist für die einfache Menge gerade groß genug. Wie brätst du?
Erklärung: Die Zutaten verdoppeln sich, der Pfannenboden nicht. Übereinander gestapelt dämpfen die Kartoffeln im eigenen Wasser, statt braun und knusprig zu werden. Also teilen: zwei Durchgänge oder zwei Pfannen.
Du hast ein Rezept verdreifacht. Wie gehst du mit dem Salz um?
Erklärung: Erst umrechnen, dann abschmecken: Die Würze wächst nicht immer genau mit dem Faktor, weil Topf, Einkochen und Zutaten sich ändern. Nach und nach zugeben — zu wenig kann man nachsalzen, zu viel nicht herausnehmen.
Statt eines 1-kg-Bratens machst du einen 2-kg-Braten. Wie lange braucht er im Ofen?
Erklärung: Die Wärme muss bis in die Mitte wandern, und der Weg dorthin wächst nicht im selben Maß wie das Gewicht. Die Garzeit größerer Stücke lässt sich nicht mit dem Faktor umrechnen — ein Thermometer im Kern sagt, wann er fertig ist.
Ein Blechkuchen-Rezept ist fĂĽr ein Blech von 20 cm Ă— 30 cm. Dein Blech ist 30 cm Ă— 40 cm groĂź, der Kuchen soll gleich hoch werden. Mit welchem Faktor rechnest du um? (nur die Zahl)
Erklärung: Gleich hoch heißt: Die Menge wächst mit der Fläche. 30 × 40 = 1200 cm², 20 × 30 = 600 cm², Faktor 1200 ÷ 600 = 2. Wer nur eine Seite vergleicht, kommt auf den falschen Faktor.
Du verdoppelst ein Currygericht. Die Gewürze lässt du, wie sie sind — Gewürze rechnet man nicht um.
Erklärung: Jede Menge im Rezept wird mit dem Faktor umgerechnet, auch die Gewürze. Danach schmeckst du ab und korrigierst — umrechnen und abschmecken gehören zusammen.
Du verdoppelst einen RĂĽhrkuchen und backst ihn in derselben Form. Die Backzeit bleibt gleich.
Erklärung: In derselben Form wird der Teig doppelt so hoch, und die Hitze braucht viel länger bis in die Mitte — außen verbrennt er, innen bleibt er roh. Für die doppelte Menge brauchst du eine doppelt so große Fläche.
Dein Teigrezept nennt keine Personenzahl, sondern „ergibt 800 g Teig“. Du brauchst 1000 g Teig und nimmst jede Zutat mal 1,25.
Erklärung: Der Faktor funktioniert mit jeder Mengenangabe, nicht nur mit Personen: gewünschte Menge ÷ Menge im Rezept = 1000 g ÷ 800 g = 1,25. Danach prüfst du Form, Zeit und Würze.
Halbierst du ein Saucenrezept, nimmst du oft einen kleineren Topf, damit die Sauce nicht zu schnell einkocht und anbrennt.
Erklärung: Die halbe Menge im großen Topf liegt flach und hat viel Oberfläche im Verhältnis zu ihrer Menge — sie verdampft schnell und brennt leicht an. Die Topfgröße rechnet man mit, nicht nur die Zutaten.