Sirupe â SĂŒĂe nach Gewicht
Im Tee-Sour ersetzt du die 20 ml Sirup 1 : 1 einfach durch 20 ml reichen Sirup 2 : 1. Wie schmeckt der Drink?
ErklĂ€rung: Sirup 1 : 1 trĂ€gt etwa 0,61 g Zucker pro Milliliter, reicher Sirup 2 : 1 etwa 0,88 g â rund 1,44-mal so viel. Beim SchĂŒtteln mischt sich auch der dicke Sirup vollstĂ€ndig; der Drink wird schlicht zu sĂŒĂ.
Sirup 1 : 1 trĂ€gt etwa 0,61 g Zucker pro ml, Sirup 2 : 1 etwa 0,88 g. Das Rezept will 20 ml Sirup 1 : 1, du hast nur 2 : 1. Wie viele ml nimmst du fĂŒr dieselbe Zuckermenge? (auf ganze ml gerundet, nur die Zahl)
ErklĂ€rung: 20 ml Ă 0,61 g = etwa 12,3 g Zucker. 12,3 g Ă· 0,88 g pro ml â 14 ml reicher Sirup. Beim Tauschen rechnest du also um â Löffel fĂŒr Löffel wĂ€re der Drink zu sĂŒĂ.
Du willst fĂŒr die Bar Sirup 1 : 1 kochen, wie es in deutschen Rezepten gemeint ist. Was stellst du bereit?
ErklĂ€rung: In der deutschen Praxis ist 1 : 1 nach Gewicht gemeint. Ein Becher Zucker wiegt weniger als ein Becher Wasser und schwankt je nach SchĂŒtten, und ein Liter Wasser auf 500 g ergibt einen dĂŒnnen Sirup 1 : 2.
FĂŒr reichen Sirup 2 : 1 löst du ___ g Zucker in 500 g Wasser.
ErklĂ€rung: 2 : 1 heiĂt zwei Teile Zucker auf einen Teil Wasser, nach Gewicht: 1000 g Zucker auf 500 g Wasser. Der Sirup besteht dann zu etwa zwei Dritteln aus Zucker.
Wenn du 500 g Zucker in 500 g Wasser auflöst, hast du danach genau einen Liter Sirup.
ErklÀrung: 500 g Wasser sind 500 ml, aber 500 g Zucker sind keine 500 ml: Zucker ist dichter als Wasser und bringt nur gut 300 ml dazu. Der Sirup wiegt 1000 g und misst rund 813 ml. Darum stellst du Sirup nach Gewicht her und dosierst ihn im Drink in ml.
Du rĂŒhrst einen Teelöffel Streuzucker direkt in deinen eiskalten Zitronen-Drink. Was passiert?
ErklĂ€rung: In kalter FlĂŒssigkeit löst sich Zucker nur langsam: Der erste Schluck knirscht und ist sauer, am Boden liegt der Zucker. Darum sĂŒĂt die Bar mit Sirup â schon gelöst, auf den Milliliter dosierbar.
Du willst Honig in einen kalten Sour geben. Was tust du vorher?
ErklĂ€rung: Kalter Honig wird auf dem Eis zĂ€h und klebt an Eis und Shaker. Mit warmem Wasser verdĂŒnnt, etwa 3 : 1 bis 1 : 1, mischt er sich auch kalt. SĂ€ure verdĂŒnnt ihn nicht.
Du vergrÀbst Zitronenschalen einige Stunden in Zucker. Danach ist der Zucker nass und duftet stark nach Zitrone. Woher kommt das?
ErklĂ€rung: Das ist Oleo saccharum, "Ăl-Zucker": Zucker zieht die Schalenöle heraus, die Wasser kaum lösen kann. Punschrezepte nutzen das seit mindestens 1670. FĂŒr GĂ€rung sind ein paar Stunden viel zu kurz.
Auf einer Flasche Grenadine stehen Zucker, SĂ€ure, Farbstoff und Aroma, aber keine Frucht. Wie passt das zum Namen?
ErklÀrung: Der Name kommt vom französischen "grenade", Granatapfel. Viele Grenadinen im Handel enthalten gar keinen Granatapfel mehr, nur Farbe und Aroma. Selbst gekocht wird sie aus Granatapfelsaft und Zucker.
Kochst du Sirup 1 : 1 aus braunem statt weiĂem Zucker, schmeckt er genau gleich.
ErklĂ€rung: Brauner Zucker trĂ€gt Melasse und schmeckt nach Karamell und Malz. Er besetzt den sĂŒĂen Platz mit Aroma â gut fĂŒr einen krĂ€ftigen Tee-Drink, zu laut fĂŒr eine feine Limonade.
Du lÀsst Sirup 1 : 1 zehn Minuten lang sprudelnd kochen. Was passiert mit ihm?
ErklĂ€rung: Zucker verdampft nicht, Wasser schon. Langes Kochen dickt den Sirup ein, und dein Rezept stimmt nicht mehr. Zum Lösen reicht warmes Wasser und RĂŒhren.
Mit Sirup statt Streuzucker kannst du die SĂŒĂe eines kalten Drinks auf den Milliliter genau dosieren.
ErklÀrung: Sirup ist schon gelöster Zucker mit bekanntem Gehalt. Mit Messbecher oder Jigger dosierst du ihn genau und kannst beim Abschmecken in kleinen Schritten nachlegen.
Im Hibiskus-Punsch kann Oleo-saccharum-Sirup den einfachen Zuckersirup ersetzen und bringt dabei Zitrusaroma mit.
ErklĂ€rung: Oleo saccharum, mit etwas Wasser oder Saft gelöst, ist ein Sirup mit Schalenaroma: Er besetzt den sĂŒĂen Platz und bringt zusĂ€tzlich Duft. So nutzen ihn Punschrezepte schon seit dem 17. Jahrhundert.