Salat waschen und trocknen — heben, schleudern, zuletzt anmachen
Der Kopfsalat schwimmt im vollen Spülbecken, du hast die Blätter gut darin geschwenkt. Wie holst du sie heraus?
Erklärung: Sand und Erde sinken im Wasser zu Boden. Hebst du die Blätter heraus, bleibt der Schmutz unten zurück. Läuft das Wasser ab oder kippst du alles ins Sieb, zieht es den Sand wieder über die Blätter.
Der gewaschene Salat tropft noch, eine Salatschleuder gibt es in dieser KĂĽche nicht. Was tust du vor dem Anmachen?
Erklärung: Wasser auf dem Blatt verdünnt Säure und Salz, und das Öl perlt davon ab. Ein Tuch nimmt das Wasser auf, ohne die Blätter zu quetschen. Mehr Dressing macht den Salat nur schwerer, nicht trockener.
Am Tisch schmeckt dein grüner Salat wässrig und fad, unten in der Schüssel steht eine Pfütze. Was ist schiefgelaufen?
Erklärung: Das Waschwasser verdünnt das Dressing und sammelt sich in der Schüssel; das Öl haftet nicht am nassen Blatt, der Geschmack läuft nach unten ab. Gründlich trocken schleudern verhindert beides.
Den grĂĽnen Salat fĂĽr das Abendessen machst du schon am Nachmittag an, damit das Dressing gut durchzieht.
Erklärung: Salz und Säure ziehen Wasser aus den zarten Blättern, nach wenigen Minuten fallen sie zusammen. Blattsalat wird im letzten Moment angemacht; vorbereiten kannst du alles andere.
Der Feldsalat vom Markt steckt voller Erde. In welchem Wasser wäschst du ihn?
Erklärung: In viel Wasser lösen sich Sand und Erde vom Blatt und haben Platz, um abzusinken; in wenig Wasser schwimmen sie gleich wieder an die Blätter. Warmes Wasser lässt die Blätter schlaff werden.
Etwas schlapp gewordene Salatblätter werden oft wieder knackig, wenn sie eine Weile in kaltem Wasser liegen.
Erklärung: Die Zellen des Blatts saugen Wasser nach, der Innendruck steigt, und das Blatt steht wieder (McGee 2004). Danach muss es natürlich wieder trocken werden, bevor das Dressing kommt.
FĂĽr das Buffet gibt es Feldsalat und WeiĂźkrautsalat. Welchen machst du schon eine Stunde vorher an?
Erklärung: Festes Kraut soll Salz und Säure aufnehmen und dabei etwas weicher werden — Krautsalat zieht darum vorher durch. Zarte Blätter wie Feldsalat fallen im Dressing in Minuten zusammen. Die Regel „zuletzt anmachen“ gilt für Blattsalat, nicht für jeden Salat.
Waschen und Trocknen erledigst du schon mittags, den trockenen Salat stellst du kühl — nur das Dressing wartet bis kurz vor dem Servieren.
Erklärung: Gewaschener, trockener Salat hält sich gekühlt ein paar Stunden. So liegt die Arbeit in der Vorbereitung, und am Pass bleibt nur das Anmachen — der Handgriff, der nicht warten darf.
Du machst einen grĂĽnen Salat fĂĽr das Abendessen. Bring die Schritte in die richtige Reihenfolge.
Erklärung: Schwenken löst den Schmutz, Heben lässt ihn im Becken, Schleudern holt das Wasser vom Blatt, die Kühlung hält es frisch — und das Dressing kommt als Letztes, weil es das Blatt welken lässt.
Den Sand im Salatkopf erwischst du am besten, wenn du den ganzen Kopf unter den laufenden Hahn hältst.
Erklärung: Die Erde sitzt zwischen den Blättern und am Strunk, wo der Wasserstrahl nicht hinkommt. Blätter lösen, in viel Wasser schwenken und herausheben — so bleibt der Sand im Becken.
Nach dem ersten Waschen liegt viel Sand im Becken. Du wäschst den Feldsalat noch einmal in frischem Wasser.
Erklärung: Viel Sand am Boden zeigt, wie viel an den Blättern war. Du wiederholst das Waschen, bis kaum noch Sand im Wasser liegt — erst dann ist der Salat sauber.
Du hast Salat für zwölf Leute gewaschen und eine einzige Schleuder. Wie gehst du vor?
Erklärung: In einer vollgestopften Schleuder liegen die Blätter aufeinander, das Wasser kommt nicht heraus, und die unteren werden zerdrückt. Kleine Portionen werden trocken und bleiben ganz.
Salz und Essig machen Blattsalat knackiger — darum darf er ruhig eine Weile im Dressing liegen.
Erklärung: Umgekehrt: Salz und Säure ziehen Wasser aus den Zellen, das Blatt verliert seinen Innendruck und wird schlaff. Knackig macht kaltes Wasser, nicht das Dressing.