Schorle und Limonade â ehrlich gerechnet
Dein Apfelsaft hat laut Etikett 10 g Zucker pro 100 ml. Du mischst 400 ml Schorle im VerhÀltnis 1 : 3 (ein Teil Saft, drei Teile Wasser). Wie viel Gramm Zucker stecken im ganzen Krug? (nur die Zahl)
ErklĂ€rung: Vier Teile sind 400 ml, ein Teil Saft also 100 ml â mit 10 g Zucker. Das Wasser bringt keinen Zucker dazu. Pro 100 ml Schorle sind es nur noch 2,5 g, ein Viertel des Safts.
Deine Hauslimonade: 30 ml Zitronensaft, 30 ml Sirup 1 : 1 (etwa 0,61 g Zucker pro ml) und 150 ml Sprudel. Wie viel Gramm Zucker hat sie pro 100 ml? (auf ganze Gramm gerundet, nur die Zahl)
ErklĂ€rung: 30 ml Ă 0,61 g â 18 g Zucker in 210 ml. Pro 100 ml: 18 Ă· 2,1 â 8,7, also knapp 9 g. Die Zitrone bringt kaum Zucker, der Sprudel keinen.
Deine Hauslimonade hat knapp 9 g Zucker pro 100 ml, gekaufte Limonaden liegen im Mittel bei etwa 8 g. Was sagst du den GĂ€sten ehrlich?
ErklĂ€rung: Das Max Rubner-Institut fand 2024 fĂŒr gezuckerte Limonaden einen Median von 8,0 g pro 100 ml, fĂŒr Cola 9,6 g â die oft genannten 50 g pro halbem Liter passen also eher zur Cola. Selbst gemacht heiĂt frisch, nicht zuckerarm; die eigene Zahl zu kennen, macht die Karte ehrlich.
Du stellst die Schorle auf deiner Karte von 1 : 1 auf 1 : 3 um. Bei gleicher GlasgröĂe trinkt ein Gast damit nur noch halb so viel Zucker wie vorher.
ErklĂ€rung: 1 : 1 ist zur HĂ€lfte Saft, 1 : 3 nur noch zu einem Viertel â und ein Viertel ist die HĂ€lfte einer HĂ€lfte. Im gleichen Glas halbiert sich der Zucker also noch einmal, der Geschmack bleibt nach Apfel.
Deine Hauslimonade soll weniger sĂŒĂ werden, aber ausgewogen bleiben. Was Ă€nderst du?
ErklĂ€rung: Sauer und sĂŒĂ halten sich die Waage. Nimmst du nur Sirup weg, wird die Limonade spitz und sauer. Beides etwas zurĂŒck und mehr Sprudel â so bleibt die Balance, und der Zucker pro 100 ml sinkt.
Du mischst Apfelsaft und Wasser halb und halb. Im Glas steckt jetzt nur noch ein Viertel des Zuckers von purem Saft.
ErklĂ€rung: 1 : 1 heiĂt halb Saft, halb Wasser â also die HĂ€lfte des Zuckers. Ein Viertel erreicht erst die Schorle 1 : 3, die auch die Deutsche Gesellschaft fĂŒr ErnĂ€hrung als Durstlöscher nennt.
Auf deiner GetrĂ€nkekarte steht: âHauslimonade â 9 g Zucker". Was fehlt, damit GĂ€ste das vergleichen können?
ErklĂ€rung: Eine Zuckerangabe ohne Menge ist nicht vergleichbar: 9 g pro 100 ml sind im 300-ml-Glas 27 g. Etiketten im Laden geben pro 100 ml an â so kann man die eigene Karte daneben halten.
Deine Limonade schmeckt dank viel Zitrone gar nicht besonders sĂŒĂ. Was heiĂt das fĂŒr ihren Zucker?
ErklĂ€rung: SĂŒĂ und sauer dĂ€mpfen sich gegenseitig im Geschmack. Der Zucker ist trotzdem vollstĂ€ndig da â messen lĂ€sst er sich nur mit der Rechnung, nicht mit der Zunge.
In einer Schorle aus 100 % Apfelsaft zÀhlt der Zucker nicht mit, weil er aus der Frucht kommt.
ErklĂ€rung: Fruchtzucker aus dem Saft ist Zucker wie jeder andere; ohne die Faser der ganzen Frucht wird er genauso schnell getrunken. Darum verdĂŒnnt man Saft zur Schorle.
Sprudel mit Gurkenscheiben, Minze und einer Zitronenzeste bringt Geschmack ins Glas, ganz ohne Zucker.
ErklĂ€rung: Duft aus Schale, KrĂ€utern und Gurke wirkt ĂŒber die Nase und braucht keinen Zucker. So ein Wasser gehört auf jede alkoholfreie Karte als Angebot ohne Zucker.
Nach dem FuĂballtraining willst du aus Apfelsaft einen Durstlöscher mischen. Welches VerhĂ€ltnis passt?
ErklĂ€rung: Durst ist ein Wassersignal. Die Schorle 1 : 3 bringt Geschmack mit einem Viertel des Saftzuckers; die Deutsche Gesellschaft fĂŒr ErnĂ€hrung nennt sie neben Wasser und ungesĂŒĂtem Tee als Durstlöscher.
FĂŒr den Stand brauchst du 20 GlĂ€ser Hauslimonade, jedes mit 30 ml Sirup. Wie viele Milliliter Sirup kochst du mindestens? (nur die Zahl)
ErklĂ€rung: 20 Ă 30 ml = 600 ml Sirup. Weil 500 g Zucker in 500 g Wasser rund 813 ml Sirup 1 : 1 ergeben, reicht eine solche Menge fĂŒr den Stand.