Probieren — ein Löffel, kein Zwang
Ein Kind mag Fenchel nicht. Was hilft nach der Untersuchung am ehesten, dass es ihn später mag?
Erklärung: Rund zehn kleine Kostproben an verschiedenen Tagen reichten in der Untersuchung aus. Die Belohnungs-Gruppe mochte das Gemüse hinterher nicht mehr als vorher.
Wer etwas Unbekanntes zuerst nicht mag, hat einen schlechten Geschmack.
Erklärung: Unbekanntes erst abzulehnen ist normal und heißt Neophobie. Sie geht durch Gewöhnung zurück, nicht durch Ermahnung.
Auf dem Tisch steht etwas, das du noch nie gegessen hast. Was ist die Regel?
Erklärung: Ein Löffel ist klein genug, dass Probieren leichtfällt — und niemand zwingt dich dazu. Genau diese Ruhe macht die Gewöhnung möglich.
Dein Nachbar am Tisch lässt die Erbsen liegen. Was sagst du?
Erklärung: Über fremde Teller wird nicht geredet. Kommentare machen aus dem Essen einen Streit — und helfen dem Nachbarn beim Gewöhnen kein bisschen.
Auch Erwachsene dürfen niemanden zum Aufessen drängen.
Erklärung: Die Regel gilt für alle am Tisch. Ein Erwachsener, der zum Aufessen drängt, bricht sie — er setzt sie nicht durch.
Du weiĂźt nicht, ob du die Suppe magst. Wie viel tust du dir auf?
Erklärung: Klein anfangen heißt probieren können, ohne dass etwas übrig bleibt. Das ist der Punkt, an dem Probieren und Reste sparen dieselbe Handlung sind.