Kunstwerke aus verschiedenen Zeiten vergleichen
Bei welchem Werk liegen viele dĂĽnne, durchscheinende Farbschichten ĂĽbereinander?
Erklärung: Van Eyck legte dünne Ölfarbe Schicht für Schicht übereinander. Die unteren Schichten schimmern durch — das heißt lasierend. Van Gogh trug die Farbe dick auf.
Van Gogh trug die Farbe in der „Sternennacht" (1889) so dick auf, dass man jede Pinselspur als Wulst sieht. Dieser Farbauftrag heißt ___.
Erklärung: Pastos heißt: dick und reliefartig. Man sieht die Bewegung des Pinsels im Bild — der Himmel scheint zu wirbeln.
Du malst mit Deckfarbe. Die Farbe ist glatt, und das Papier darunter sieht man nicht mehr. Wie ist dein Farbauftrag?
Erklärung: Deckend: Die Farbe verdeckt, was darunter ist. Lasierend: Es schimmert durch. Pastos: Die Farbe ist dick wie ein Relief.
Lisa malt mit viel Wasser ein dĂĽnnes Gelb ĂĽber ein Blau. Das Blau schimmert durch. Lisas Farbauftrag ist deckend.
Erklärung: Wenn die Farbe darunter durchschimmert, ist der Farbauftrag lasierend. Deckend wäre er, wenn man das Blau nicht mehr sieht.
Dürer malte 1502 den „Feldhasen", Marc 1911 das „Blaue Pferd I". Wer wählte die Farben so, wie sie in der Natur sind?
Erklärung: Dürer malte das Fell braun und Haar für Haar — naturnah. Marc malte das Pferd blau, weil die Farbe ein Gefühl zeigen sollte.
Dürers „Feldhase" ist ein besseres Bild als Marcs „Blaues Pferd I", weil der Hase echter aussieht.
Erklärung: Beide Maler haben sich entschieden: Dürer wollte genau abbilden, Marc wollte mit Farbe ein Gefühl zeigen. Man vergleicht, was jedes Bild will — nicht nur, wie echt es aussieht.
Die Höhlenbilder von Lascaux sind schlechter gemalt als die „Sternennacht", weil sie viel älter sind.
Erklärung: Alt heißt nicht schlecht. Die Höhlenmaler zeigten Tiere mit wenigen sicheren Linien und Erdfarben. Jede Zeit hatte andere Farben, Werkzeuge und Ziele.
Klee baute 1922 in „Senecio" ein Gesicht aus einfachen Formen wie Kreis und Viereck. Wie ist das Gesicht dargestellt?
Erklärung: Man erkennt noch ein Gesicht, aber es ist auf Grundformen vereinfacht — abstrahierend. Naturnah wäre es wie echt, verzerrt wären nur die Größen verändert.
Welches Werk deutet Pflanzen und FrĂĽchte zu einem Gesicht um?
Erklärung: Arcimboldo setzte den Kopf aus Obst, Gemüse und Pflanzen zusammen. Aus der Nähe sieht man Früchte, von weitem ein Gesicht — eine Umdeutung.
Welches Werk hat leuchtende, kräftige Farben?
Erklärung: Marc wählte leuchtendes Blau, Rot und Gelb. Die Höhlenmaler hatten nur Erdfarben — Rot, Gelb, Schwarz —, die eher matt wirken. Dürers Hase ist in gedämpftem Braun gemalt.
Tim sagt: „Bei van Eyck ist die Farbe glatt und dünn, bei van Gogh dick und wulstig." Welches Merkmal vergleicht Tim?
Erklärung: Wie dick oder dünn die Farbe liegt, ist der Farbauftrag. Wie leuchtend oder matt sie ist, wäre die Farbigkeit.
Tim sagt: „In Lascaux sieht man Tiere, bei Arcimboldo einen Kopf." Welches Merkmal vergleicht Tim?
Erklärung: Was ein Bild zeigt — Tiere, Menschen, Dinge —, ist sein Motiv. Tim vergleicht die Motivwahl.
Tim sagt: „Bei Klee sind die Formen eckig und glatt, bei Dürers Hasen weich und fein wie Fell." Welches Merkmal vergleicht Tim?
Erklärung: Eckig oder rund, glatt oder weich: Das ist die Formgebung. Das Motiv — ein Gesicht, ein Tier — ist nicht das, was Tim hier vergleicht.
Tim sagt: „In Bild A fällt das Licht von links auf das Gesicht, in Bild B kommt es von unten." Welches Merkmal vergleicht Tim?
Erklärung: Woher das Licht kommt und wie es fällt, heißt Lichtführung. Sie bestimmt, wo es hell und wo es schattig ist.
Du vergleichst Dürers „Feldhasen" mit Marcs „Blauem Pferd I". Welcher Satz vergleicht mit Fachbegriffen?
Erklärung: Erst beschreiben, dann urteilen: Ein Vergleich nennt ein Merkmal (Darstellungsart, Farbigkeit) bei beiden Bildern. „Gefällt mir" ist eine Meinung, „älter = langweiliger" kein Vergleich.