Kunstwerke aus verschiedenen Zeiten vergleichen

Comparing artworks from different times

Kunst Klasse 4 15 Aufgaben
KunstWerkbetrachtungKunstgeschichteWerkbetrachtungFehlvorstellung

Die Kinder legen zwei Werke aus verschiedenen Zeiten nebeneinander — Dürers „Feldhase" (1502) und Marcs „Blaues Pferd I" (1911), Arcimboldos „Sommer" (1563) und Klees „Senecio" (1922), van Eyck und van Gogh — und benennen den Unterschied mit Fachbegriffen: Motivwahl, Farbigkeit, Farbauftrag (lasierend, deckend, pastos), Formgebung, Lichtführung, Darstellungsart (LehrplanPLUS Ku3/4 LB1). Beschreiben kommt vor Urteilen (Housen 2002). Abgebaut werden „naturnah = besser" (Parsons 1987, Stufe 2) und „älter = schlechter gemalt". Bereitet kunst.kunstgeschichte.epochen mit kunst.kunstgeschichte.hoehlenmalerei-und-aegypten (Jgst. 5) und später kunst.werkbetrachtung.bildanalyse vor.

Leicht
Multiple Choice #1 12s â–¶ Testen

Du malst mit Deckfarbe. Die Farbe ist glatt, und das Papier darunter sieht man nicht mehr. Wie ist dein Farbauftrag?

  • â—Ź deckend
  • â—‹ lasierend
  • â—‹ pastos
Deckend: Die Farbe verdeckt, was darunter ist. Lasierend: Es schimmert durch. Pastos: Die Farbe ist dick wie ein Relief.
Multiple Choice #2 12s â–¶ Testen

Dürer malte 1502 den „Feldhasen", Marc 1911 das „Blaue Pferd I". Wer wählte die Farben so, wie sie in der Natur sind?

  • â—Ź DĂĽrer
  • â—‹ Marc
  • â—‹ beide
Dürer malte das Fell braun und Haar für Haar — naturnah. Marc malte das Pferd blau, weil die Farbe ein Gefühl zeigen sollte.
Wahr / Falsch #3 12s â–¶ Testen

Dürers „Feldhase" ist ein besseres Bild als Marcs „Blaues Pferd I", weil der Hase echter aussieht.

âś“ Falsch
Beide Maler haben sich entschieden: Dürer wollte genau abbilden, Marc wollte mit Farbe ein Gefühl zeigen. Man vergleicht, was jedes Bild will — nicht nur, wie echt es aussieht.
Wahr / Falsch #4 12s â–¶ Testen

Die Höhlenbilder von Lascaux sind schlechter gemalt als die „Sternennacht", weil sie viel älter sind.

âś“ Falsch
Alt heißt nicht schlecht. Die Höhlenmaler zeigten Tiere mit wenigen sicheren Linien und Erdfarben. Jede Zeit hatte andere Farben, Werkzeuge und Ziele.
Multiple Choice #5 12s â–¶ Testen

Welches Werk deutet Pflanzen und FrĂĽchte zu einem Gesicht um?

  • â—Ź Arcimboldo, „Sommer" (1563)
  • â—‹ Klee, „Senecio" (1922)
  • â—‹ DĂĽrer, „Selbstbildnis im Pelzrock" (1500)
Arcimboldo setzte den Kopf aus Obst, Gemüse und Pflanzen zusammen. Aus der Nähe sieht man Früchte, von weitem ein Gesicht — eine Umdeutung.
Multiple Choice #6 12s â–¶ Testen

Welches Werk hat leuchtende, kräftige Farben?

  • â—Ź Marc, „Blaues Pferd I" (1911)
  • â—‹ die Höhlenbilder von Lascaux
  • â—‹ DĂĽrer, „Feldhase" (1502)
Marc wählte leuchtendes Blau, Rot und Gelb. Die Höhlenmaler hatten nur Erdfarben — Rot, Gelb, Schwarz —, die eher matt wirken. Dürers Hase ist in gedämpftem Braun gemalt.
Multiple Choice #7 12s â–¶ Testen

Tim sagt: „In Lascaux sieht man Tiere, bei Arcimboldo einen Kopf." Welches Merkmal vergleicht Tim?

  • â—Ź die Motivwahl
  • â—‹ den Farbauftrag
  • â—‹ die LichtfĂĽhrung
Was ein Bild zeigt — Tiere, Menschen, Dinge —, ist sein Motiv. Tim vergleicht die Motivwahl.
Multiple Choice #8 12s â–¶ Testen

Tim sagt: „In Bild A fällt das Licht von links auf das Gesicht, in Bild B kommt es von unten." Welches Merkmal vergleicht Tim?

  • â—Ź die LichtfĂĽhrung
  • â—‹ die Formgebung
  • â—‹ den Farbauftrag
Woher das Licht kommt und wie es fällt, heißt Lichtführung. Sie bestimmt, wo es hell und wo es schattig ist.
Mittel
Multiple Choice #1 15s â–¶ Testen

Bei welchem Werk liegen viele dĂĽnne, durchscheinende Farbschichten ĂĽbereinander?

  • â—Ź van Eyck, „Arnolfini-Hochzeit" (1434)
  • â—‹ van Gogh, „Sternennacht" (1889)
  • â—‹ die Höhlenbilder von Lascaux
Van Eyck legte dünne Ölfarbe Schicht für Schicht übereinander. Die unteren Schichten schimmern durch — das heißt lasierend. Van Gogh trug die Farbe dick auf.
LĂĽckentext #2 15s â–¶ Testen

Van Gogh trug die Farbe in der „Sternennacht" (1889) so dick auf, dass man jede Pinselspur als Wulst sieht. Dieser Farbauftrag heißt ___.

âś“ Antwort: pastos
Pastos heißt: dick und reliefartig. Man sieht die Bewegung des Pinsels im Bild — der Himmel scheint zu wirbeln.
Wahr / Falsch #3 12s â–¶ Testen

Lisa malt mit viel Wasser ein dĂĽnnes Gelb ĂĽber ein Blau. Das Blau schimmert durch. Lisas Farbauftrag ist deckend.

âś“ Falsch
Wenn die Farbe darunter durchschimmert, ist der Farbauftrag lasierend. Deckend wäre er, wenn man das Blau nicht mehr sieht.
Multiple Choice #4 15s â–¶ Testen

Klee baute 1922 in „Senecio" ein Gesicht aus einfachen Formen wie Kreis und Viereck. Wie ist das Gesicht dargestellt?

  • â—Ź abstrahierend
  • â—‹ naturnah
  • â—‹ verzerrt
Man erkennt noch ein Gesicht, aber es ist auf Grundformen vereinfacht — abstrahierend. Naturnah wäre es wie echt, verzerrt wären nur die Größen verändert.
Multiple Choice #5 15s â–¶ Testen

Tim sagt: „Bei van Eyck ist die Farbe glatt und dünn, bei van Gogh dick und wulstig." Welches Merkmal vergleicht Tim?

  • â—Ź den Farbauftrag
  • â—‹ die Farbigkeit
  • â—‹ die Motivwahl
Wie dick oder dünn die Farbe liegt, ist der Farbauftrag. Wie leuchtend oder matt sie ist, wäre die Farbigkeit.
Multiple Choice #6 15s â–¶ Testen

Tim sagt: „Bei Klee sind die Formen eckig und glatt, bei Dürers Hasen weich und fein wie Fell." Welches Merkmal vergleicht Tim?

  • â—Ź die Formgebung
  • â—‹ die Farbigkeit
  • â—‹ die Motivwahl
Eckig oder rund, glatt oder weich: Das ist die Formgebung. Das Motiv — ein Gesicht, ein Tier — ist nicht das, was Tim hier vergleicht.
Multiple Choice #7 15s â–¶ Testen

Du vergleichst Dürers „Feldhasen" mit Marcs „Blauem Pferd I". Welcher Satz vergleicht mit Fachbegriffen?

  • â—Ź „DĂĽrer malt naturnah, Marc wählt leuchtende Farben fĂĽr ein GefĂĽhl."
  • â—‹ „Das Pferd gefällt mir besser als der Hase."
  • â—‹ „Der Hase ist älter, also ist er langweiliger."
Erst beschreiben, dann urteilen: Ein Vergleich nennt ein Merkmal (Darstellungsart, Farbigkeit) bei beiden Bildern. „Gefällt mir" ist eine Meinung, „älter = langweiliger" kein Vergleich.