Die Endung sagt, wen
„Canem puella videt.“ bedeutet: Der Hund sieht das Mädchen.
Erklärung: Nein. puella steht im Nominativ (-a) und handelt, canem im Akkusativ (-em) und wird gesehen. Der Satz heißt „Das Mädchen sieht den Hund“ — genau wie „Puella canem videt“. Die Reihenfolge ändert die Rollen nicht, die Endungen tun es.
„Canis puellam videt.“ — Wer sieht wen?
Erklärung: canis hat die Nominativ-Endung und handelt; puellam hat die Akkusativ-Endung (-am) und wird gesehen. Die Wortstellung ist frei, aber die Endungen sind es nicht — sie legen die Rollen fest.
„Puellam canis videt.“ — Wer sieht wen?
Erklärung: puellam steht vorne, hat aber die Akkusativ-Endung -am: Das Mädchen wird gesehen. canis (Nominativ) handelt.
Welcher Satz heißt „Der Junge ruft das Mädchen“?
Erklärung: puer (Nominativ) ruft, puellam (Akkusativ) wird gerufen — egal, wer vorne steht. In Satz 2 ruft das Mädchen den Jungen; Satz 3 hat zwei Nominative und sagt nicht, wen es trifft.
„Dominum servus timet.“ heißt: „Der Sklave fürchtet den Herrn.“
Erklärung: Richtig. dominum hat die Akkusativ-Endung -um und wird gefürchtet; servus (Nominativ) fürchtet — obwohl dominum am Satzanfang steht.