Erst überlegen, dann anfangen
Die Klasse soll einen Brief an Oma schreiben. Wer überlegt, bevor er anfängt?
Erklärung: Lena weiß vorher, was in ihrem Brief stehen soll. So wird der Brief ein Ganzes und nicht eine Liste von Einfällen.
Eine Sachaufgabe ist vier Zeilen lang. Wer überlegt, bevor er anfängt?
Erklärung: Wer die Frage am Ende kennt, weiß, was herauskommen soll. Wer nur die ersten Zahlen nimmt, rechnet oft etwas, wonach gar nicht gefragt ist.
Die Kinder sollen aus Bechern einen möglichst hohen Turm bauen. Wer überlegt, bevor er anfängt?
Erklärung: Elif nutzt, was sie schon weiß — breit unten steht fest — bevor sie baut. Das spart den Turm, der nach dem fünften Becher umfällt.
Ben kennt schon 4 + 3 = 7. Neue Aufgabe: 40 + 30 = ___
Erklärung: 40 + 30 ist wie 4 + 3, nur mit Zehnern: 4 Zehner und 3 Zehner sind 7 Zehner, also 70. Die alte Aufgabe hilft bei der neuen.
Lisa weiß schon 6 + 6 = 12. Neue Aufgabe: 6 + 7 = ___
Erklärung: 6 + 7 ist eins mehr als 6 + 6. Die bekannte Verdopplungsaufgabe hilft: 12 und 1 sind 13.
Paul weiß: „Hund“ schreibt man mit d, weil man in „Hunde“ ein d hört. Jetzt hört er „Kinder“. Also schreibt er „Kin___“.
Erklärung: Was bei „Hund“ geholfen hat, hilft auch hier: In „Kinder“ hört man das d, also schreibt man „Kind“ mit d.
Neue Aufgabe: 9 + 5. Welche Aufgabe, die Ida schon kann, hilft am meisten?
Erklärung: 9 + 5 ist eins weniger als 10 + 5, also 14. 9 − 5 ist eine andere Rechenart, und 5 + 5 liegt weiter weg.
Emma will besser vorlesen. Welches Ziel kann Emma morgen überprüfen?
Erklärung: Ein gutes Ziel ist klein und genau: Morgen kann Emma prüfen, ob sie gestolpert ist. „Besser lesen“ kann man nicht prüfen, und ein ganzes Buch schafft sie bis morgen nicht.
Jonas übt das Einmaleins. Welches Ziel kann Jonas am Freitag überprüfen?
Erklärung: Eine Reihe bis Freitag ist schaffbar, und am Freitag sieht man, ob es geklappt hat. „Gut in Mathe“ kann man nicht prüfen, und alles auf einmal ist zu viel.
Nora schreibt oft Wörter falsch ab. Welches Ziel kann Nora morgen überprüfen?
Erklärung: Fünf Wörter sind ein kleines Ziel, und beim Vergleichen sieht Nora sofort, ob es geklappt hat. „Alle Wörter richtig“ auf einmal ist für morgen zu groß; „schöner“ ist ein anderes Ziel und schwer zu prüfen.
Die Aufgabe heißt: „Male drei rote Kreise.“ Finn liest nur „Male“ und malt gleich ein ganzes Bild. Finn hat vorher überlegt.
Erklärung: Finn hat die Aufgabe nicht zu Ende gelesen. Gefragt waren drei rote Kreise, kein Bild.
Sara soll über Igel schreiben. Zuerst sammelt sie, was sie schon über Igel weiß: Stacheln, Winterschlaf, frisst Käfer. Sara hat vorher überlegt.
Erklärung: Sara sammelt ihr Vorwissen, bevor sie schreibt. So hat sie Stoff für ihren Text und merkt auch, was sie noch nachschauen muss.
Ali soll sein Zimmer für den Besuch aufräumen. Er denkt: „Zuerst die Bausteine in die Kiste, dann das Bett.“ Ali hat vorher überlegt.
Erklärung: Ali weiß, womit er anfängt und was danach kommt. Ein Plan aus zwei Schritten reicht schon.
Lina soll eine Bastelanleitung befolgen. Sie liest die Anleitung nicht und schaut nur, was die anderen machen. Lina hat vorher überlegt.
Erklärung: Lina weiß nicht, was am Ende herauskommen soll. Wer nur zuschaut, macht auch die Fehler der anderen nach.