Grenzwerte von Zahlenfolgen
Welche Folge konvergiert gegen 1?
ErklĂ€rung: (n + 1)/n = 1 + 1/n: Zu jedem Δ > 0 liegen ab einem Index N alle Glieder im Streifen (1 â Δ, 1 + Δ) â obwohl die Folge fĂ€llt und 1 nie erreicht. (â1)âż trifft zwar immer wieder 1, springt aber zu â1 und konvergiert nicht. 1/2 â 1/n steigt und bleibt unter 1, strebt aber gegen 1/2.
Die Folge aâ = 1/n konvergiert gegen ___.
ErklĂ€rung: FĂŒr n â â wird 1/n beliebig klein, also lim(nââ) 1/n = 0.
Jede beschrÀnkte Folge ist konvergent.
ErklĂ€rung: Falsch. Die Folge aâ = (â1)âż ist beschrĂ€nkt (zwischen â1 und 1), aber nicht konvergent.
Bestimme den Grenzwert der Folge aâ = (3n + 1)/(n + 2) fĂŒr n â â.
ErklĂ€rung: Teile ZĂ€hler und Nenner durch n: (3 + 1/n)/(1 + 2/n). FĂŒr n â â: 3/1 = 3.
Eine Folge heiĂt nach oben beschrĂ€nkt, wenn:
ErklÀrung: Eine obere Schranke S begrenzt alle Folgeglieder nach oben.
Jede monoton steigende und nach oben beschrÀnkte Folge ist ___.
ErklÀrung: Das Monotoniekriterium: Monotone und beschrÀnkte Folgen konvergieren.
Bestimme lim(nââ) (nÂČ + 3n)/(2nÂČ â 1).
ErklĂ€rung: Teile durch nÂČ: (1 + 3/n)/(2 â 1/nÂČ). FĂŒr n â â: 1/2 = 0,5.
Die Folge aâ = nÂČ divergiert bestimmt gegen +â.
ErklĂ€rung: Richtig. Die Folgeglieder wachsen unbeschrĂ€nkt: zu jeder Schranke S gibt es ein N mit aâ > S fĂŒr alle n > N.
Welcher Grenzwertsatz wird hier angewendet: lim(aâ · bâ) = lim(aâ) · lim(bâ)?
ErklÀrung: Der Grenzwert eines Produkts konvergenter Folgen ist das Produkt der Grenzwerte.
Bestimme lim(nââ) (5n â 2)/(3n + 7).
ErklĂ€rung: Teile durch n: (5 â 2/n)/(3 + 7/n) â 5/3 â 1,67.
Der Grenzwert der geometrischen Folge aâ = (1/2)âż ist ___.
ErklĂ€rung: FĂŒr |q| < 1 gilt lim(nââ) qâż = 0. Hier: (1/2)âż â 0.
Wenn lim(nââ) aâ = a und lim(nââ) bâ = b mit b â 0, dann gilt lim(nââ) aâ/bâ = a/b.
ErklÀrung: Richtig. Der Quotientensatz gilt, sofern der Grenzwert des Nenners ungleich null ist.
Bestimme lim(nââ) (2nÂł + n)/(nÂł + 5nÂČ).
ErklĂ€rung: Teile durch nÂł: (2 + 1/nÂČ)/(1 + 5/n) â 2/1 = 2.
Die Folge aâ = (1 + 1/n)âż konvergiert gegen:
ErklĂ€rung: Dies ist die klassische Definition der Euler'schen Zahl: e = lim(nââ) (1 + 1/n)âż â 2,71828.
FĂŒr aâ = 1/n und Δ = 0,01: Ab welchem n gilt |aâ â 0| < Δ?
ErklĂ€rung: 1/n < 0,01 âș n > 100. Also ab n = 101.
Wenn eine Folge konvergiert, dann ist sie beschrÀnkt.
ErklĂ€rung: Richtig. Jede konvergente Folge ist beschrĂ€nkt â aber nicht umgekehrt.
Die Folge aâ = (â1)âż/n konvergiert gegen ___, obwohl sie alterniert.
ErklĂ€rung: |aâ â 0| = 1/n â 0. Der Betrag der Glieder geht gegen 0, also konvergiert die Folge trotz Vorzeichenwechsel.
Bestimme lim(nââ) (4nÂČ â n + 3)/(2nÂČ + 5).
ErklĂ€rung: Teile durch nÂČ: (4 â 1/n + 3/nÂČ)/(2 + 5/nÂČ) â 4/2 = 2.
Welche Folge divergiert?
ErklĂ€rung: Die Folge (â1)âż springt zwischen â1 und 1 und hat daher keinen Grenzwert. Die anderen konvergieren (gegen 0, 1/2 bzw. 3).
Bestimme lim(nââ) (â(nÂČ+1))/n. Hinweis: Teile durch n.
ErklĂ€rung: â(nÂČ+1)/n = â(1 + 1/nÂČ) â â1 = 1.
Der EinschlieĂungssatz (Sandwich-Theorem) besagt: Wenn aâ †câ †bâ und lim aâ = lim bâ = g, dann gilt auch lim câ = g.
ErklĂ€rung: Richtig. Wenn câ zwischen zwei Folgen mit gleichem Grenzwert g eingeklemmt wird, konvergiert câ ebenfalls gegen g.