Von der Sekante zur Tangente â Der GrenzĂźbergang
f(x) = x². Berechne f'(3) mit der Definition: lim(hâ0) ((3+h)²â9)/h.
Erklärung: ((3+h)²â9)/h = (9+6h+h²â9)/h = (6h+h²)/h = 6+h. FĂźr h â 0: f'(3) = 6.
FĂźr f gilt fâ˛(2) = â3. Welche Aussage Ăźber den Graphen von f bei x = 2 stimmt?
Erklärung: fâ˛(2) ist die Steigung der Tangente im Punkt (2 | f(2)): â3 heiĂt, dass sie fällt, und zwar um 3 pro Schritt nach rechts. Die HĂśhe des Graphen wäre der Funktionswert f(2), nicht fâ˛(2); und eine Sekante hat fĂźr jedes Îx eine andere Steigung.
Der Differentialquotient f'(xâ) = lim(hâ0) (f(xâ+h)âf(xâ))/h gibt die Tangentensteigung im Punkt (xâ|f(xâ)) an.
Erklärung: Richtig. Der Grenzwert des Differenzenquotienten fĂźr h â 0 ist die Ableitung, also die Steigung der Tangente an den Graphen im Punkt xâ.
f(x) = xÂł. Berechne f'(1) mit der Definition: lim(hâ0) ((1+h)Âłâ1)/h.
Erklärung: (1+h)Âł = 1+3h+3h²+hÂł. Also ((1+h)Âłâ1)/h = (3h+3h²+hÂł)/h = 3+3h+h². FĂźr h â 0: f'(1) = 3.
Die Tangente in Pâ ist violett gezeichnet. Welche der drei Sekanten durch Pâ und den Punkt a, b bzw. c liegt der Tangente am nächsten?
Erklärung: Je näher der zweite Punkt an Pâ rĂźckt, desto näher liegt die Sekante an der Tangente. Der Punkt b (x = 2) liegt am nächsten an Pâ (Îx = 0,5), c (Îx = 1,5) am weitesten und hat die steilste Sekante.
Setzt man in der Sekante durch Pâ und Pâ den Wert Îx = 0 ein, erhält man die Tangente.
Erklärung: FĂźr Îx = 0 fallen Pâ und Pâ zusammen, und zwei gleiche Punkte legen keine Gerade fest. Die Tangente ist kein Wert fĂźr Îx = 0, sondern die Lage, der die Sekanten fĂźr Îx â 0 zustreben.
Die Tangente in Pâ ist die ___ der Sekanten durch Pâ und Pâ, wenn Pâ gegen Pâ wandert.
Erklärung: Die Sekanten nähern sich beim Wandern von Pâ einer festen Lage; diese Grenzlage ist die Tangente.
FĂźr f(x) = x² an der Stelle xâ = 1 haben die Sekanten fĂźr Îx = 1; 0,1; 0,01 die Steigungen 3; 2,1; 2,01. Welche Zahl ist die Steigung der Tangente an der Stelle 1?
Erklärung: Die Steigungen sind 2 + Îx und laufen fĂźr Îx â 0 auf 2 zu. Die Tangentensteigung ist der Grenzwert 2, nicht der zuletzt berechnete Wert 2,01.
Die violette Gerade ist die Tangente an den Graphen von f im Punkt P. Wie groĂ ist fâ˛(2)?
Erklärung: Die Tangente geht durch P(2 | 0,5) und den Punkt (0 | â1,5): Îy = 2 bei Îx = 2, also Steigung 1 = fâ˛(2). Die 0,5 ist der Funktionswert f(2), die 2 die Stelle xâ.
Die violette Gerade ist die Tangente an den Graphen von f im Punkt P(1 | 0,5). Sie fällt von links nach rechts, also ist fâ˛(1) negativ.
Erklärung: Die Steigung der Tangente ist die Ableitung. Eine fallende Tangente hat negative Steigung, also ist fâ˛(1) < 0 (hier fâ˛(1) = â0,5). Dass der Funktionswert f(1) = 0,5 positiv ist, spielt dafĂźr keine Rolle.
Die Abbildung zeigt eine Parabel und ihre Tangente im hĂśchsten Punkt S(1 | 4). Wie groĂ ist die Ableitung an dieser Stelle?
Erklärung: Die Tangente im hÜchsten Punkt ist waagerecht, ihre Steigung ist 0. Also ist die Ableitung an der Stelle 1 gleich 0, obwohl der Graph dort die HÜhe 4 hat.
Die Tangente an den Graphen von f im Punkt (1 | 5) hat die Gleichung y = â2x + 7. Wie groĂ ist fâ˛(1)?
Erklärung: fâ˛(1) ist die Steigung der Tangente: In y = â2x + 7 ist m = â2. Die 7 ist der y-Achsenabschnitt, die 5 der Funktionswert f(1).
Welcher Term entsteht aus ((1 + h)² â 1)/h nach Ausmultiplizieren und KĂźrzen?
Erklärung: (1 + h)² = 1 + 2h + h², also ((1 + h)² â 1)/h = (2h + h²)/h = 2 + h. Die Antwort h entsteht aus dem Fehler (1 + h)² = 1 + h²; die Antwort 2 + h² kĂźrzt h nur aus 2h und vergisst es bei h².
Den Grenzwert von ((1 + h)² â 1)/h fĂźr h â 0 erhält man, indem man sofort h = 0 einsetzt.
Erklärung: FĂźr h = 0 steht im Nenner 0 und im Zähler (1 + 0)² â 1 = 0: der Ausdruck 0/0 ist nicht definiert. Erst umformen und kĂźrzen (2 + h), dann h â 0 gehen lassen.
f(x) = x² + 3x. Berechne fâ˛(1) mit der Definition: Grenzwert von (f(1 + h) â f(1))/h fĂźr h â 0.
Erklärung: f(1) = 4 und f(1 + h) = (1 + h)² + 3(1 + h) = 4 + 5h + h². Also (f(1 + h) â f(1))/h = (5h + h²)/h = 5 + h, und fĂźr h â 0 ist fâ˛(1) = 5.
Berechne fĂźr f(x) = 2x² â x die Ableitung fâ˛(1) mit der Definition. Stelle den Differenzenquotienten (f(1 + h) â f(1))/h auf, multipliziere aus, kĂźrze h und lass dann h gegen 0 gehen.
Schreibe deine Rechnung auf Papier und fotografiere sie.
Erklärung: Erst ausmultiplizieren, dann h ausklammern und kĂźrzen: (3h + 2h²)/h = 3 + 2h. Erst danach h â 0: fâ˛(1) = 3.
Die violette Gerade ist die Tangente an den Graphen von f im Punkt P. Wie viele weitere Punkte (auĂer P) hat sie mit dem Graphen gemeinsam?
Erklärung: Die Tangente y = x + 0,5 trifft den Graphen bei x = 3 noch einmal, denn f(3) = 3,5 = 3 + 0,5. Eine Tangente muss nicht der einzige gemeinsame Punkt sein.
Die Tangente an f im Punkt (0 | 0,5) hat die Gleichung y = x + 0,5. Sie hat mit dem Graphen von f auch den Punkt (3 | 3,5) gemeinsam.
Erklärung: Fßr x = 3 gibt die Tangente y = 3 + 0,5 = 3,5, und f(3) = 3,5. Die Tangente beschreibt die Richtung des Graphen bei (0 | 0,5) und darf den Graphen weiter entfernt noch einmal schneiden.
Eine Tangente darf den Graphen an einer anderen Stelle noch einmal ___.
Erklärung: Entscheidend ist die Grenzlage der Sekanten im Berßhrpunkt, nicht die Zahl der gemeinsamen Punkte.
Die Tangente an f im Punkt (0 | 0,5) hat die Gleichung y = x + 0,5. Welchen y-Wert hat sie bei x = 3?
Erklärung: y = 3 + 0,5 = 3,5. Das ist genau der Funktionswert f(3) = 3,5: Die Tangente trifft den Graphen bei x = 3 ein zweites Mal.
f(x) = x². Die Sekanten durch xâ = 1 haben die Steigungen 3; 2,1; 2,01. Welche Steigung hat die Tangente in xâ = 1?
Die Steigungen nähern sich 2. Jede Sekante ist noch etwas steiler.
f(x) = x². Die Sekanten durch xâ = 2 haben die Steigungen 5; 4,1; 4,01. Welche Steigung hat die Tangente in xâ = 2?
Die Steigungen nähern sich 4. Jede Sekante ist noch etwas steiler.
f(x) = x². Die Sekantensteigung zwischen xâ = 3 und 3 + h ist 6 + h. Wie groĂ ist die Tangentensteigung in xâ = 3?
h geht gegen 0, also geht 6 + h gegen 6.
f(x) = x². Die Sekantensteigung zwischen xâ = 5 und 5 + h ist 10 + h. Wie groĂ ist die Tangentensteigung in xâ = 5?
h geht gegen 0, also geht 10 + h gegen 10.
f(x) = xÂł. Die Tangente in xâ = 1 schneidet den Graphen bei x = â2 noch einmal. Ist sie trotzdem die Tangente in xâ = 1?
Ja: Die Tangente ist die Grenzlage der Sekanten in xâ = 1. Weiter weg darf sie den Graphen schneiden.
f(x) = xÂł â 3x. Die Tangente in xâ = 1 ist waagrecht und trifft den Graphen bei x = â2 noch einmal. Ist sie trotzdem die Tangente in xâ = 1?
Ja: Die Tangente ist die Grenzlage der Sekanten in xâ = 1. Weiter weg darf sie den Graphen treffen.
f(x) = x². Die Tangentensteigung in xâ ist 2xâ. Wie groĂ ist sie in xâ = â2?
2 ¡ (â2) = â4: Links vom Scheitel fällt die Parabel.
f(x) = x². Die Tangentensteigung in xâ ist 2xâ. Wie groĂ ist sie in xâ = â3?
2 ¡ (â3) = â6: Links vom Scheitel fällt die Parabel.
Man setzt xâ = xâ in (f(xâ) â f(xâ)) : (xâ â xâ) ein und erhält so die Tangentensteigung. Geht das?
Nein: Dann steht 0 : 0 da. Die Tangentensteigung ist der Grenzwert, wenn xâ an xâ heranrĂźckt.
Man setzt h = 0 in (f(xâ + h) â f(xâ)) : h ein und erhält so die Tangentensteigung. Geht das?
Nein: Durch 0 kann man nicht teilen. Man vereinfacht erst und lässt dann h gegen 0 gehen.