Binomialverteilung â Formel, Erwartungswert und Varianz
Mit welcher Formel berechnet man die Wahrscheinlichkeit fĂŒr genau k Treffer bei einer Binomialverteilung B(n; p)?
ErklĂ€rung: Die Bernoulli-Formel: Der Binomialkoeffizient C(n, k) zĂ€hlt die Anordnungen der k Treffer, p^k die Treffer, (1 â p)^(nâk) die Nieten.
Bei n = 4 Versuchen sollen genau k = 2 Treffer (T) fallen, z. B. TTNN oder TNTN. Wie viele solche Reihenfolgen gibt es â welchen Wert hat also C(4, 2) in der Bernoulli-Formel?
ErklĂ€rung: Die Reihenfolgen sind TTNN, TNTN, TNNT, NTTN, NTNT, NNTT â also 6 = C(4, 2). Jede einzelne hat die Wahrscheinlichkeit pÂČ·(1âp)ÂČ; der Binomialkoeffizient zĂ€hlt, wie viele davon es gibt, deshalb wird mit ihm multipliziert. 4 ist nur die Zahl der Versuche, 16 = 2⎠die Zahl aller möglichen Reihenfolgen.
Eine MĂŒnze wird 10-mal geworfen. X zĂ€hlt die Anzahl "Kopf". Berechne den Erwartungswert E(X) = n · p.
ErklĂ€rung: Bei der Binomialverteilung gilt E(X) = n · p = 10 · 0,5 = 5. Das bedeutet: auf lange Sicht im Schnitt 5 Köpfe â nicht, dass bei jedem Durchgang genau 5 fallen.
Bei einem Bernoulli-Experiment ist p = 0,2 und n = 50. Berechne den Erwartungswert der Trefferzahl.
ErklÀrung: E(X) = n · p = 50 · 0,2 = 10.
FĂŒr eine binomialverteilte ZufallsgröĂe gilt E(X) = n · ___.
ErklÀrung: Der Erwartungswert der Trefferzahl ist Anzahl der Versuche mal Trefferwahrscheinlichkeit.
Bei einer Binomialverteilung ist der Erwartungswert ÎŒ = n · p immer der Wert mit der gröĂten Wahrscheinlichkeit.
ErklĂ€rung: Falsch. Der wahrscheinlichste Wert (Modalwert) liegt zwar nahe bei n · p, muss aber nicht damit ĂŒbereinstimmen. Der Erwartungswert beschreibt den langfristigen Durchschnitt, nicht den hĂ€ufigsten Einzelausgang.
Ein Test besteht aus 4 Multiple-Choice-Fragen mit je 4 Antworten (Trefferwahrscheinlichkeit p = 0,25 beim Raten). Wie groĂ ist P(X = 0), also kein Treffer? Gib das Ergebnis auf zwei Nachkommastellen an.
ErklĂ€rung: P(X = 0) = C(4, 0) · 0,25^0 · 0,75^4 = 1 · 1 · 0,3164⊠â 0,32.
X ist binomialverteilt mit n = 3 und p = 0,5. Wie groĂ ist P(X = 2)?
ErklĂ€rung: P(X = 2) = C(3, 2) · 0,5ÂČ Â· 0,5Âč = 3 · 0,125 = 0,375.
X ist binomialverteilt mit n = 100 und p = 0,5. Berechne die Varianz Var(X) = n · p · (1 â p).
ErklĂ€rung: Var(X) = n · p · (1 â p) = 100 · 0,5 · 0,5 = 25. Die Standardabweichung ist Ï = â25 = 5.
X ist binomialverteilt mit n = 100 und p = 0,9. Die Standardabweichung ist Ï = ___.
ErklĂ€rung: Var(X) = 100 · 0,9 · 0,1 = 9, also Ï = â9 = 3.
FĂŒr p = 0,5 ist das Histogramm der Binomialverteilung symmetrisch.
ErklĂ€rung: Richtig. Treffer und Nieten sind dann gleichberechtigt â P(X = k) = P(X = n â k). FĂŒr p â 0,5 wird das Histogramm schief.
Was passiert mit dem Histogramm der Binomialverteilung, wenn n bei festem p = 0,5 gröĂer wird?
ErklĂ€rung: Erwartungswert n·p und Standardabweichung â(n·p·(1âp)) wachsen mit n â die Verteilung rĂŒckt nach rechts und streut absolut stĂ€rker.
Verdoppelt man n bei festem p, so verdoppelt sich der Erwartungswert n · p.
ErklĂ€rung: Richtig â E(X) = n · p ist proportional zu n. Die Standardabweichung wĂ€chst dagegen nur mit dem Faktor â2.