Bestand und Ănderungsrate
Die Ănderungsrate der Wassermenge in einem Tank ist konstant r(t) = 4 l/min. Es gilt â«ââ” r(t) dt = 20. Was bedeutet der Wert 20?
ErklĂ€rung: Das Integral einer Ănderungsrate ist die GesamtĂ€nderung: In 5 min kommen 4 l/min · 5 min = 20 l hinzu. Wie viel im Tank ist, hĂ€ngt vom Anfangsbestand ab; und die Rate ist 4 l/min, nicht 20.
Die Ănderungsrate r(t) wird in mÂł pro Stunde gemessen, die Zeit t in Stunden. Welche Einheit hat â«âÂčâ° r(t) dt?
ErklÀrung: Einheit der Rate mal Einheit der Zeit: m³/h · h = m³. Das Integral ist eine Menge (GesamtÀnderung), keine Rate mehr.
Die Rate ist r(t) = 2t + 1 (in l/min). Wie viel Wasser kommt von t = 0 bis t = 4 insgesamt hinzu (in l)?
ErklĂ€rung: â«â⎠(2t + 1) dt = [tÂČ + t] von 0 bis 4 = 16 + 4 = 20 l.
Die Rate ist r(t) = 0,5tÂČ â 2 (in l/min). Um wie viel Liter Ă€ndert sich die Wassermenge von t = 0 bis t = 3? (Ein negativer Wert bedeutet Abnahme.)
ErklĂ€rung: â«âÂł (0,5tÂČ â 2) dt = [tÂł/6 â 2t] von 0 bis 3 = 4,5 â 6 = â1,5. Die Wassermenge nimmt um 1,5 l ab.
Ein Speicher enthĂ€lt zu Beginn 50 mÂł. Die Zuflussrate ist r(t) = 10 â t (in mÂł/h). Wie viel Wasser enthĂ€lt er nach 4 h?
ErklĂ€rung: GesamtĂ€nderung: â«â⎠(10 â t) dt = 40 â 8 = 32. Bestand: 50 + 32 = 82 mÂł. 32 mÂł vergisst den Anfangsbestand; 18 mÂł zieht die Ănderung ab, obwohl die Rate positiv ist.
Zu Beginn sind 8 GĂ€ste im Raum. Danach kommen mit der Rate r(t) = 2 (GĂ€ste pro Minute) neue an, es gilt â«ââ” r(t) dt = 10. Nach 5 Minuten sind 18 GĂ€ste im Raum.
ErklĂ€rung: Richtig. 10 ist nur die Ănderung. Bestand = Anfangsbestand + Ănderung = 8 + 10 = 18 GĂ€ste.
Es gilt B(0) = 45 und â«âÂł r(t) dt = â12. Wie groĂ ist B(3)?
ErklĂ€rung: B(3) = B(0) + â«âÂł r(t) dt = 45 + (â12) = 33. Die negative GesamtĂ€nderung bedeutet Abnahme.
Ein Becken enthĂ€lt 40 l. Die Ănderungsrate ist r(t) = 8 â 2t (in l/min). Wie viel Liter enthĂ€lt es nach 3 min?
ErklĂ€rung: â«âÂł (8 â 2t) dt = [8t â tÂČ] von 0 bis 3 = 24 â 9 = 15. Bestand 40 + 15 = 55 l.
Ein Speicher enthĂ€lt anfangs 30 mÂł. Die Ănderungsrate der Wassermenge ist r(t) = 12 â 3tÂČ (in mÂł/h, t in h, 0 †t †4). Bestimme die Funktion B(t) fĂŒr die Wassermenge, den Zeitpunkt der gröĂten Wassermenge mit BegrĂŒndung und die Wassermenge nach 4 h.
Schreibe deine Rechnung auf Papier und fotografiere sie.
ErklĂ€rung: Anfangsbestand plus GesamtĂ€nderung: B(t) = 30 + 12t â tÂł. Der Bestand ist dort am gröĂten, wo die Rate von + nach â wechselt, bei t = 2.
Der Graph zeigt die Ănderungsrate r(t) = 3 â t (in l/min) einer Wassermenge. Wie Ă€ndert sich die Wassermenge zwischen t = 0 und t = 5?
ErklĂ€rung: Oberhalb der t-Achse liegt ein Dreieck mit 3 · 3/2 = 4,5 l, unterhalb eines mit 2 · 2/2 = 2 l. GesamtĂ€nderung 4,5 â 2 = 2,5 l: Zunahme. 6,5 l addiert die BetrĂ€ge; âabâ vertauscht die Vorzeichen.
Der Graph zeigt die Ănderungsrate r(t) = 3 â t (in l/min) einer Wassermenge. Zu welchem Zeitpunkt zwischen t = 0 und t = 5 ist die Wassermenge am gröĂten?
ErklĂ€rung: Die Wassermenge wĂ€chst, solange r(t) > 0 ist, also bis t = 3, und nimmt danach ab. Am gröĂten ist sie bei t = 3, wo r von + nach â wechselt. Bei t = 0 ist die Rate am gröĂten, nicht der Bestand.
Die Rate ist von t = 0 bis t = 6 gleich r(t) = t (in Liter pro Minute). Wie groà ist die GesamtÀnderung in Litern? (DreiecksflÀche)
ErklÀrung: Die FlÀche unter der Geraden ist ein Dreieck mit Grundseite 6 und Höhe 6: 6 · 6/2 = 18 l.
Der Graph von r ist eine Gerade durch (0 | 4) und (6 | â2). Wie groĂ ist die GesamtĂ€nderung von t = 0 bis t = 6?
ErklĂ€rung: Nullstelle bei t = 4. Oben: Dreieck 4 · 4/2 = 8. Unten: Dreieck 2 · 2/2 = 2. GesamtĂ€nderung 8 â 2 = 6.
Die Geschwindigkeit ist v(t) = t â 2 (in m/s) fĂŒr t von 0 bis 4 s. Es gilt â«â⎠v(t) dt = 0. Wie weit ist das Objekt insgesamt gefahren?
ErklĂ€rung: â« v ist die Verschiebung: 0 m, das Objekt ist wieder am Start. Der Weg addiert die BetrĂ€ge: â«âÂČ |v| = 2 m rĂŒckwĂ€rts, â«â⎠|v| = 2 m vorwĂ€rts, zusammen 4 m. 2 m zĂ€hlt nur eine HĂ€lfte.
Ein Fahrzeug fĂ€hrt erst 30 m vorwĂ€rts und dann 10 m rĂŒckwĂ€rts. Welche Werte haben â« v(t) dt und â« |v(t)| dt ĂŒber die ganze Fahrt?
ErklĂ€rung: â« v ist die Bilanz: 30 â 10 = 20 m Verschiebung. â« |v| ist der Weg: 30 + 10 = 40 m. Die Reihenfolge â40 und 20â vertauscht beides; â20 und 20â vergisst, dass RĂŒckwĂ€rtsfahren den Weg verlĂ€ngert.
Ein Radfahrer fĂ€hrt zuerst 50 m vorwĂ€rts (Teilintegral 50) und dann zurĂŒck (Teilintegral â70). Wie groĂ ist der zurĂŒckgelegte Weg in m?
ErklĂ€rung: Der Weg addiert die BetrĂ€ge der Teilintegrale: 50 + 70 = 120 m. (Die Verschiebung wĂ€re 50 â 70 = â20 m.)
Es sei v(t) = 4 â 2t (in m/s) fĂŒr t von 0 bis 3 s. Wie groĂ ist der zurĂŒckgelegte Weg in m?
ErklĂ€rung: Nullstelle bei t = 2. â«âÂČ (4 â 2t) dt = 4, â«âÂł (4 â 2t) dt = â1. Weg = 4 + 1 = 5 m (Verschiebung: 3 m).