Uneigentliche Integrale
Welcher Ausdruck steht fĂŒr das uneigentliche Integral â« von 1 bis â ĂŒber 1/xÂČ dx?
ErklĂ€rung: Das uneigentliche Integral ist der Grenzwert der Integrale â«âá” 1/xÂČ dx fĂŒr b â â. lim (x â â) 1/xÂČ = 0 ist der Grenzwert des Integranden, also eine andere GröĂe. Ein festes groĂes b liefert nur eine NĂ€herung.
â« von 1 bis â ĂŒber 1/xÂČ dx = 0, weil 1/xÂČ fĂŒr x â â gegen 0 geht.
ErklĂ€rung: â«âá” 1/xÂČ dx = 1 â 1/b und das strebt fĂŒr b â â gegen 1, nicht gegen 0. Der Grenzwert des Integranden sagt nicht, wie viel FlĂ€che sich bis dahin angesammelt hat.
FĂŒr das uneigentliche Integral â« von 0 bis â ĂŒber e^(âx) dx beginnt man mit â«âá” e^(âx) dx = 1 â e^(âb). Berechne diesen Wert fĂŒr b = 4 (auf 3 Dezimalen).
ErklĂ€rung: 1 â e^(â4) = 1 â 0,0183 = 0,982. Mit wachsendem b kommt die FlĂ€che der Zahl 1 immer nĂ€her.
Es gilt â«âá” 1/xÂČ dx = 1 â 1/b. Wie groĂ ist der Teil des Werts 1 des uneigentlichen Integrals, der bei b = 50 noch fehlt?
ErklĂ€rung: Bis b = 50 sind 1 â 1/50 = 0,98 der FlĂ€che erreicht. Es fehlen 1 â 0,98 = 0,02 (das ist 1/50).
FĂŒr b = 10, 100 und 1000 hat â«âá” 1/x dx die Werte 2,30; 4,61 und 6,91 (gerundet). Was gilt fĂŒr â« von 1 bis â ĂŒber 1/x dx?
ErklĂ€rung: Bei jeder Verzehnfachung von b kommen etwa 2,30 dazu (â«âá” 1/x dx = ln b). Die Werte wachsen ĂŒber alle Grenzen: das Integral divergiert. Der letzte Wert 6,91 ist keine Grenze, und 0 passt nicht zu wachsenden positiven Werten.
Der Streifen unter dem Graphen von f(x) = 1/xÂČ ab x = 1 ist unendlich lang. Was gilt fĂŒr seinen FlĂ€cheninhalt?
ErklĂ€rung: â«âá” 1/xÂČ dx = 1 â 1/b strebt gegen 1: endlicher Inhalt trotz unendlicher LĂ€nge. âUnendlich langâ heiĂt nicht âunendlich groĂâ, und 0 wĂ€re falsch, denn schon â«âÂČ 1/xÂČ dx = 0,5.
Weil 1/x fĂŒr x â â gegen 0 geht, konvergiert â« von 1 bis â ĂŒber 1/x dx.
ErklĂ€rung: â«âá” 1/x dx = ln b wĂ€chst ĂŒber alle Grenzen. Dass der Integrand gegen 0 geht, reicht fĂŒr Konvergenz nicht aus: Er muss schnell genug fallen (1/xÂČ tut es, 1/x nicht).
Es ist â«âá” x^(â1/2) dx = 2âb â 2, und das wĂ€chst fĂŒr b â â ĂŒber alle Grenzen. Das uneigentliche Integral von 1 bis â ĂŒber x^(â1/2) dx ___ (schreibe âkonvergiertâ oder âdivergiertâ).
ErklĂ€rung: 2âb â 2 strebt fĂŒr b â â gegen â. Es gibt keinen endlichen Grenzwert, also divergiert das Integral, obwohl x^(â1/2) gegen 0 geht.
Bei welchem b hat â«âá” 1/x dx = ln b den Wert 5? (auf 1 Dezimale)
ErklĂ€rung: ln b = 5 ergibt b = eâ” â 148,4. Das Integral wĂ€chst zwar ohne Grenze, aber sehr langsam.
Welchen Wert hat das uneigentliche Integral â« von 2 bis â ĂŒber 1/xÂČ dx?
ErklĂ€rung: F(x) = â1/x. â«âá” 1/xÂČ dx = â1/b + 1/2, und das strebt fĂŒr b â â gegen 1/2. Der Wert 0 ergibt sich, wenn man den Anteil âF(2) = 1/2 vergisst; â wĂ€re bei unendlich langem Streifen nur falsch geschlossen.
â« von 0 bis â ĂŒber e^(âx) dx = 1: Die 1 stammt aus dem Anteil âF(0), denn e^(âb) geht fĂŒr b â â gegen 0.
ErklĂ€rung: Richtig. â«âá” e^(âx) dx = âe^(âb) â (âeâ°) = 1 â e^(âb). Der Term e^(âb) geht gegen 0, ĂŒbrig bleibt âF(0) = 1. Wer den Wert 0 nennt, vergisst den Anteil âF(0).
Berechne â« von 1 bis â ĂŒber x^(â3) dx.
ErklĂ€rung: F(x) = â1/(2xÂČ). â«âá” x^(â3) dx = 1/2 â 1/(2bÂČ) â 1/2, denn 1/(2bÂČ) â 0.
Berechne â« von 0 bis â ĂŒber 3 · e^(âx) dx.
ErklĂ€rung: F(x) = â3 · e^(âx). â«âá” 3 · e^(âx) dx = 3 â 3 · e^(âb) â 3. Der Faktor 3 bleibt vor dem Grenzwert stehen.
Untersuche die uneigentlichen Integrale â« von 1 bis â ĂŒber x^(â1/2) dx und â« von 1 bis â ĂŒber x^(â3/2) dx. Berechne jeweils zuerst das Integral von 1 bis b und lass dann b â â gehen. Gib an, welches konvergiert, und bestimme dessen Wert.
Schreibe deine Rechnung auf Papier und fotografiere sie.
ErklĂ€rung: Beide Integranden gehen gegen 0, aber nur x^(â3/2) fĂ€llt schnell genug: 2 â 2/âb â 2, wĂ€hrend 2âb â 2 unbegrenzt wĂ€chst.
Welcher Term geht fĂŒr b â â gegen 0?
ErklĂ€rung: e^(âb) = 1/e^b wird beliebig klein. ln b und âb wachsen ĂŒber alle Grenzen, ln b nur sehr langsam.
Welcher Term wĂ€chst fĂŒr b â â ĂŒber alle Grenzen?
ErklĂ€rung: ln b wĂ€chst langsam, aber ohne Grenze: ln b = 5 erst bei b â 148. 1/bÂČ und e^(â2b) gehen gegen 0.
Bestimme lim (b â â) (3 â 1/b).
ErklĂ€rung: 1/b geht gegen 0, also strebt 3 â 1/b gegen 3.
Ab welcher ganzen Zahl b ist e^(âb) kleiner als 0,001? Gib die kleinste solche Zahl an.
ErklĂ€rung: e^(â6) â 0,0025 ist noch zu groĂ, e^(â7) â 0,0009 ist kleiner als 0,001. Die kleinste solche Zahl ist 7.