Meine Vertrauenspersonen
Merve stĂĽrzt in der Pause, ihr Knie blutet stark. Wen holt sie?
Erklärung: Eine Sache, die jetzt passiert, braucht jemanden, der jetzt da ist. Mama ist auf der Karte richtig, aber heute Nachmittag — nicht in dieser Pause.
Jonas will Herrn Alvarez etwas erzählen, aber der ist heute krank. Wen holt Jonas?
Erklärung: Genau dafür stehen mehrere Namen auf der Karte. Fällt einer aus, kommt der nächste dran — nicht das Warten.
Elif hat es Frau Sahin schon gesagt. Es ist eine Woche her und nichts hat sich geändert. Wen holt Elif?
Erklärung: Einmal erzählt ist nicht erledigt. Wenn sich nichts ändert, ist der nächste Name dran — so lange, bis jemand etwas tut.
Am Schultor spricht ein Erwachsener Leo an, den Leo nicht kennt, und will, dass Leo mitkommt. Wen holt Leo?
Erklärung: Es zählt, wer in diesem Moment erreichbar ist. Papa erfährt es auch noch — aber zuerst braucht Leo jemanden, der jetzt neben ihm steht.
Ein größeres Kind nimmt Anna seit vier Tagen ihr Pausenbrot weg. Wen holt Anna?
Erklärung: Lene darf es wissen, aber Lene kann nichts daran ändern. Etwas, das vier Tage lang immer wieder passiert, gehört zu einer erwachsenen Person.
Zu Hause ist gerade etwas los, das Yusuf jeden Morgen den Bauch zudrĂĽckt. Wen holt Yusuf?
Erklärung: Auf der Karte stehen absichtlich auch Menschen außerhalb der Familie. Für etwas, das zu Hause los ist, braucht man jemanden von woanders — und zwar jemanden, den man regelmäßig trifft.
Amira weint seit Tagen in jeder Pause und sagt zu Ida — „Sag es bloß niemandem." Wen holt Ida?
Erklärung: Ein Versprechen, bei dem es jemandem immer schlechter geht, darf man brechen. Es weiterzuerzählen wäre etwas anderes — Ida holt eine Erwachsene, sie erzählt es nicht herum.
Ein Erwachsener aus Nelis Sportverein hat etwas gesagt, das Neli komisch fand, und sie soll nichts sagen. Wen holt Neli?
Erklärung: Auf der Karte stehen absichtlich erwachsene Menschen aus verschiedenen Ecken des Lebens — Schule, Familie, Nachbarschaft. Mira darf es wissen, aber Mira kann nichts daran ändern, und wegzubleiben klärt es auch nicht. Neli holt jemanden von ihrer Karte.
Ben erzählt es einem Erwachsenen. Der sagt — „Ach, das ist doch nicht so schlimm." Es geht aber weiter. Wen holt Ben?
Erklärung: Erwachsene können sich irren. Deshalb hat die Karte mehrere Namen — man geht weiter, bis jemand hinschaut.
Marek ist auf dem Schulhof hingefallen und kann nicht aufstehen. Wen holt Ida, die daneben steht?
Erklärung: Wer nicht aufstehen kann, kann auch niemanden holen. Dann macht es die Person, die es sieht.
Lina soll drei Namen fĂĽr ihre Vertrauenspersonen-Karte aufschreiben. Wen schreibt sie auf?
Erklärung: Auf die Karte kommen erwachsene Menschen, die man wirklich regelmäßig trifft. Jemand aus dem Internet ist niemand, den man holen kann, und ein Kind aus der Vierten kann nichts entscheiden.
Sofia hat sich in der Turnhalle den Arm verdreht. Sie geht zu Herrn Pohl, der gerade Sport unterrichtet. Das ist hier die richtige Person.
Erklärung: Er ist da, er sieht sie, er kann helfen. Mehr braucht es bei einer Sache, die gerade passiert, nicht.
Tim wird auf dem Heimweg von zwei Kindern geschubst. Er erzählt es nur seinem Freund Nico und sonst niemandem. Das reicht hier.
Erklärung: Nico darf es wissen — aber Nico kann den Heimweg nicht ändern. Etwas, das sich wiederholt, muss eine erwachsene Person erfahren.
Frau Berger, die auf Hannas Karte steht, ist auf Klassenfahrt. Hanna wartet zwei Wochen, bis sie zurĂĽck ist. Das ist hier richtig.
Erklärung: Die Karte hat mehrere Namen, damit niemand warten muss. Ist der erste weg, ist der zweite dran.
Emre hat es Frau Klein gesagt, und danach hat sich wirklich etwas geändert. Emre muss jetzt niemanden mehr holen.
Erklärung: Hilfe holen ist fertig, wenn die Sache aufhört. Erst wenn sie weitergeht, kommt der nächste Name dran.