Beliebt oder gemocht?
Welcher Satz sagt etwas ĂĽber den Ruf in der Gruppe?
Erklärung: Die Zehntklässler kennen Kerem nicht — sie kennen seinen Ruf. Der zweite Satz berichtet dagegen etwas Erlebtes und gehört auf die andere Liste.
Welcher Satz sagt etwas ĂĽber das Gemochtwerden?
Erklärung: Das ist eine Antwort auf die private Frage — was ich selbst will. Der zweite Satz sagt nur, was der Sprecher über den Ruf glaubt.
In einer 9. Klasse werden beide Fragen gestellt. Welches Ergebnis passt zu dem, was gemessen wurde?
Erklärung: Ein Ruf ist etwas, worüber die ganze Gruppe dasselbe glaubt. Das eigene Mögen ist es nicht — deshalb sind es zwei Listen.
Der Zusammenhang zwischen den beiden Listen liegt bei 0,45 auf einer Skala von 0 bis 1. Welcher Fall ist damit vereinbar?
Erklärung: 0,45 heißt — es gibt einen Zusammenhang, aber er ist weit von 1 entfernt. Widersprüche zwischen den Listen sind deshalb normal und nicht selten.
Von 100 Kindern stehen 36 auf beiden Listen oben, 36 auf keiner, 14 nur auf der Beliebt-Liste und 14 nur auf der Gemocht-Liste. Wie viele stehen oben auf der Gemocht-Liste?
Erklärung: Die Gemocht-Liste umfasst beide Felder ihrer Zeile — 36 auf beiden Listen plus 14 nur auf dieser. Zusammen 50.
Der Zusammenhang beträgt in den Klassen 5 bis 8 noch 0,47 und in den Klassen 9 bis 12 nur noch 0,37. Was passiert also mit dem Alter?
Erklärung: Ein kleinerer Wert bedeutet weniger Zusammenhang. Genau deshalb fällt einem der Unterschied in der Mittelstufe zum ersten Mal auf.
In einer 3. Klasse redet ein Kind schlecht ĂĽber andere. Was zeigen die Messungen fĂĽr dieses Alter?
Erklärung: Bei jüngeren Kindern wurde gar kein positiver Zusammenhang zwischen Gemeinsein und Ansehen gefunden. Der Grundschulsatz stimmt dort noch für beide Listen.
In einer 9. Klasse lässt jemand seit Monaten eine Mitschülerin bei allem außen vor. Was zeigen die Messungen für dieses Alter?
Erklärung: Das ist die Schere. Die eine Linie kann steigen, die andere bleibt unten — und die Gemocht-Linie bleibt in jedem Alter unten.
Welche Aussage ĂĽber AusschlieĂźen und GerĂĽchtestreuen stimmt mit den 148 ausgewerteten Untersuchungen ĂĽberein?
Erklärung: Der Unterschied ist dort verschwindend klein. Deutlich ist er nur beim direkten Schlagen und Beschimpfen, und dort zugunsten der Jungen.
Schlagen und Ausschließen hängen mit 0,76 zusammen. Welcher Fall passt zu dieser Zahl?
Erklärung: 0,76 liegt nahe an 1. Es sind nicht zwei Sorten von Menschen, sondern zwei Gesichter derselben Sache.
Welche Auskunft kann nur jemand geben, der die Person wirklich kennt?
Erklärung: Das kann man nur wissen, wenn man es ausprobiert hat. Ein Ruf dagegen wird auch von Leuten vergeben, die nie ein Wort mit ihr gewechselt haben.
In der Langzeituntersuchung wurden 169 Jugendliche mit 15 gemessen und mit 25 wieder besucht. Welches Ergebnis fanden die Forschenden?
Erklärung: Die beiden Zeilen gingen auseinander — die enge Freundschaft sagte gute Nachrichten voraus, die breite Beliebtheit dagegen mehr soziale Angst.
Eine Zwölfjährige merkt, dass ihr das Dazugehören gerade wichtiger ist als in der Grundschule. Was passt zu den Daten aus der Untersuchung mit 1.013 Personen?
Erklärung: Die Kurve steigt bis zur frühen Jugend an und fällt danach wieder ab — bei 8-Jährigen und bei 20-Jährigen liegt sie niedriger.
Drei Kinder haben den Artikel gelesen. Wer hat daraus das Richtige mitgenommen?
Erklärung: Die Messungen gelten für viele Menschen zusammen und nie für eine einzelne Person. Wer anfängt, Mitschüler einzusortieren, hat aus dem Artikel das Falsche mitgenommen.
Die Frage „wer ist beliebt?“ fragt danach, wen der Befragte selbst am liebsten mag.
Erklärung: Nein — sie fragt, was der Befragte glaubt, dass alle anderen denken. Nach dem eigenen Mögen fragt nur die andere Frage.
Aus den vier Feldern lässt sich ablesen, in welches Feld eine bestimmte Mitschülerin gehört.
Erklärung: Nein. Die vier Felder sind das Ergebnis einer Messung an vielen Menschen — sie sagen über eine einzelne Person nichts, und sie sind keine Anleitung zum Einsortieren.