Fortpflanzung und Individualentwicklung bei Wirbeltieren
Bei welchem Tier verschmelzen Eizelle und Spermium auĂerhalb des Körpers im Wasser?
ErklĂ€rung: Froschweibchen legen Laich, das MĂ€nnchen gibt seine Spermien darĂŒber ab â Ă€uĂere Befruchtung. Reptilien und Vögel befruchten innerlich und legen dann Eier.
Ein Karpfen legt rund 300 000 Eier, ein Reh bekommt ein bis zwei Kitze. Wie viele Nachkommen erreichen bei beiden im Durchschnitt das fortpflanzungsfÀhige Alter, wenn die Population gleich groà bleibt?
ErklÀrung: Bleibt eine Population stabil, ersetzt jedes Paar im Mittel nur sich selbst. Der Karpfen gleicht die riesigen Verluste ohne Brutpflege durch Masse aus, das Reh durch Pflege.
Die Entwicklung von der Kaulquappe zum Frosch nennt man ___.
ErklÀrung: Metamorphose bedeutet 'Verwandlung'. Die Kaulquappe lebt im Wasser, atmet mit Kiemen und hat einen Schwanz. Beim erwachsenen Frosch bilden sich Lungen und Beine, der Schwanz wird abgebaut.
Welches Jungtier ist ein NestflĂŒchter?
ErklĂ€rung: EntenkĂŒken laufen und schwimmen wenige Stunden nach dem SchlĂŒpfen mit. Junge Amseln und MĂ€use kommen nackt und blind zur Welt und bleiben lange im Nest (Nesthocker).
Reptilien legen Eier mit einer harten oder ledrigen Schale, die die Embryonen vor Austrocknung schĂŒtzt.
ErklĂ€rung: Richtig! Die Eischale von Reptilien enthĂ€lt NĂ€hrstoffe und FlĂŒssigkeit und schĂŒtzt vor Austrocknung. Deshalb mĂŒssen Reptilien ihre Eier nicht ins Wasser legen â anders als Amphibien.
Welche Wirbeltierklasse ist bei der Fortpflanzung am stÀrksten vom Wasser abhÀngig?
ErklĂ€rung: Amphibien legen ihre Eier ins Wasser (keine Schale, wĂŒrden an Land austrocknen) und die Larven (z. B. Kaulquappen) leben im Wasser. Die Fortpflanzung ist stark ans Wasser gebunden.
Was versteht man unter Elternaufwand?
ErklĂ€rung: Elternaufwand umfasst alles, was Eltern in ihre Nachkommen investieren: Brutpflege, FĂŒttern, Schutz, WĂ€rme. Mehr Aufwand pro Jungtier = weniger Nachkommen, aber bessere Ăberlebenschancen.
Fische kĂŒmmern sich nie um ihre Nachkommen.
ErklĂ€rung: Falsch! Die meisten Fische betreiben zwar keine Brutpflege, aber es gibt Ausnahmen. Zum Beispiel bewacht das StichlingsmĂ€nnchen das Nest und beschĂŒtzt die Eier.
Was sind Signale der innerartlichen Kommunikation bei der Fortpflanzung?
ErklÀrung: Tiere nutzen verschiedene Signale, um Partner anzulocken: Vögel singen und zeigen ihr Prachtgefieder, Hirsche röhren, Frösche quaken, Schmetterlinge senden Duftstoffe aus.
Das auffÀllige Gefieder mÀnnlicher Vögel zur Partnersuche nennt man ___.
ErklÀrung: Das Balzkleid oder die Balztracht ist das auffÀllige Federkleid, das viele mÀnnliche Vögel wÀhrend der Paarungszeit tragen, um Weibchen zu beeindrucken (z. B. der Pfau).
Ordne die Wirbeltierklassen nach zunehmender UnabhÀngigkeit der Fortpflanzung vom Wasser.
ErklĂ€rung: Im Laufe der Evolution wurde die Fortpflanzung immer unabhĂ€ngiger vom Wasser: von Eiern im Wasser (Fische) ĂŒber Eier an Land (Reptilien, Vögel) bis zur Entwicklung im Mutterleib (SĂ€ugetiere).
Warum quaken Frösche im FrĂŒhling?
ErklÀrung: Das Quaken der FroschmÀnnchen ist ein akustisches Signal zur Partnersuche. Je lauter und ausdauernder das Quaken, desto attraktiver wirkt das MÀnnchen auf die Weibchen.
SÀugetiere legen Eier wie Vögel.
ErklÀrung: Falsch! Die allermeisten SÀugetiere bringen lebende Junge zur Welt (Ausnahme: Schnabeltier und Ameisenigel als eierlegende SÀugetiere). Die Jungen entwickeln sich im Mutterleib und werden nach der Geburt gesÀugt.
Eidechsen können sich fern von jedem GewÀsser fortpflanzen, weil ihre Befruchtung im Körper des Weibchens stattfindet.
ErklĂ€rung: Innere Befruchtung macht unabhĂ€ngig vom Wasser â Spermien gehen nicht im Wasser verloren. Das war eine Voraussetzung dafĂŒr, dass Reptilien das trockene Land besiedeln konnten.
Bei welcher Wirbeltierklasse durchlaufen die Jungen eine Metamorphose?
ErklÀrung: Amphibien wie Frösche durchlaufen eine Metamorphose: Die Kaulquappe (Larve mit Kiemen und Schwanz) verwandelt sich zum erwachsenen Frosch (mit Lungen und Beinen).
VogelkĂŒken, die nackt und mit geschlossenen Augen schlĂŒpfen, nennt man ___.
ErklĂ€rung: Nesthocker (z. B. Amsel, Spatz) sind bei der Geburt hilflos und mĂŒssen im Nest von den Eltern gewĂ€rmt und gefĂŒttert werden, bis sie selbststĂ€ndig sind.