Ă–kosystem Wiese
Welche Fläche beherbergt die meisten Pflanzenarten?
Erklärung: Auf mageren, selten gemähten Wiesen wachsen oft 40 und mehr Pflanzenarten auf wenigen Quadratmetern. Dünger und häufiger Schnitt fördern wenige schnellwüchsige Gräser, die die übrigen Arten verdrängen.
Eine sattgrĂĽne, dichte Wiese ist ein Zeichen fĂĽr besonders viele Pflanzen- und Tierarten.
Erklärung: Sattgrün und dicht heißt meist: viel gedüngt, wenige Grasarten. Bunte, eher lückige Wiesen bieten mehr Blüten und damit auch mehr Insekten Nahrung.
Was gehört zur Lebensgemeinschaft der Wiese?
Erklärung: Die Lebensgemeinschaft umfasst alle Lebewesen. Bodenfeuchte und Licht sind unbelebte Umweltfaktoren und gehören zum Lebensraum.
Was gehört zum Lebensraum (der unbelebten Umwelt) der Wiese?
Erklärung: Regen ist ein unbelebter Umweltfaktor. Regenwurm und Löwenzahn sind Lebewesen — sie gehören zur Lebensgemeinschaft.
Gelbe Korbblüte, tief gezähnte Blätter in einer Rosette am Boden, weißer Milchsaft im hohlen Stängel. Welche Pflanze ist das?
Erklärung: Milchsaft und hohler Blütenstängel sind die sicheren Merkmale des Löwenzahns. Der Hahnenfuß blüht auch gelb, hat aber fünf glänzende Kronblätter und keinen Milchsaft.
Blauviolette Lippenblüten an einem vierkantigen Stängel, die Blätter duften würzig. Welche Pflanze ist das?
Erklärung: Vierkantiger Stängel und Lippenblüten kennzeichnen die Lippenblütler — dazu gehört der Wiesensalbei. Die Glockenblume blüht ebenfalls blau, aber mit glockenförmigen Blüten.
Lange, schmale Blätter mit parallelen Längsnerven in einer Rosette, eine unscheinbare bräunliche Blütenähre. Welche Pflanze ist das?
Erklärung: Die parallelen Blattnerven und die walzenförmige Ähre sind typisch für den Spitzwegerich. Er wird vom Wind bestäubt und braucht deshalb keine auffälligen Blüten.
Wird eine Wiese stark gedĂĽngt, wachsen dort danach mehr verschiedene Pflanzenarten.
Erklärung: Dünger begünstigt wenige hochwüchsige Gräser. Sie beschatten die niedrigen Kräuter, die dann verschwinden — die Artenzahl sinkt.
Auf einer Wiese am Bach blĂĽht die Sumpfdotterblume, auf einer Wiese am SĂĽdhang der Wiesensalbei. Welcher Umweltfaktor unterscheidet die beiden Standorte vor allem?
Erklärung: Die Sumpfdotterblume braucht nassen Boden, der Wiesensalbei verträgt Trockenheit. Welche Pflanzen wachsen, verrät den Standort — Pflanzen sind Zeiger für Umweltfaktoren.
Bei welchem Mähtermin können Margerite und Wiesensalbei noch Samen bilden?
Erklärung: Wird erst nach der Samenreife gemäht, können sich die Blumen aussäen. Häufiges frühes Mähen lässt nur Gräser übrig, die nach jedem Schnitt schnell nachwachsen.
Eine Wiese in Bayern, die nie mehr gemäht oder beweidet wird, bleibt dauerhaft eine Wiese.
Erklärung: Ohne Mahd wandern Sträucher und Bäume ein; nach einigen Jahrzehnten steht dort Wald. Die meisten Wiesen in Mitteleuropa gibt es nur, weil Menschen sie mähen.
Eine intensiv genutzte Wiese wird häufig gemäht und stark ___.
Erklärung: Intensiv heißt: viel Dünger, viele Schnitte, viel Futter — aber wenige Arten. Extensiv heißt: wenig oder kein Dünger, ein bis zwei Schnitte.