Ă–kosystem Wiese

The Meadow Ecosystem

Natur und Technik Klasse 5 12 Aufgaben
BiologieĂ–kologieĂ–kosystemBotanik

Die Kinder untersuchen eine Wiese vor der Schule als Ökosystem: Sie trennen den Lebensraum (Boden, Feuchte, Licht, Temperatur) von der Lebensgemeinschaft (Pflanzen, Insekten, Bodentiere) und bestimmen krautige Pflanzen wie Löwenzahn, Wiesensalbei und Spitzwegerich mit einem Bildschlüssel. Dann vergleichen sie eine artenreiche, ein- bis zweimal gemähte Blumenwiese mit einer intensiv gedüngten Fettwiese, die fünfmal im Jahr geschnitten wird. Das räumt die Vorstellung ab, eine sattgrüne, dichte Wiese sei besonders lebendig — Dünger lässt wenige schnellwüchsige Gräser alle anderen verdrängen (Dierschke & Briemle 2002). Die Wiese bereitet das Gewässer-Ökosystem in Klasse 6 und die Sukzession in Klasse 8 vor: Ohne Mahd wird aus ihr ein Wald.

Leicht
Multiple Choice #1 20s â–¶ Testen

Welche Fläche beherbergt die meisten Pflanzenarten?

  • â—Ź eine Wiese, die einmal im Jahr gemäht und nie gedĂĽngt wird
  • â—‹ eine Wiese, die fĂĽnfmal im Jahr gemäht und mit GĂĽlle gedĂĽngt wird
  • â—‹ ein Zierrasen, der jede Woche gemäht wird
Auf mageren, selten gemähten Wiesen wachsen oft 40 und mehr Pflanzenarten auf wenigen Quadratmetern. Dünger und häufiger Schnitt fördern wenige schnellwüchsige Gräser, die die übrigen Arten verdrängen.
Wahr / Falsch #2 12s â–¶ Testen

Eine sattgrĂĽne, dichte Wiese ist ein Zeichen fĂĽr besonders viele Pflanzen- und Tierarten.

âś“ Falsch
SattgrĂĽn und dicht heiĂźt meist: viel gedĂĽngt, wenige Grasarten. Bunte, eher lĂĽckige Wiesen bieten mehr BlĂĽten und damit auch mehr Insekten Nahrung.
Multiple Choice #3 10s â–¶ Testen

Was gehört zur Lebensgemeinschaft der Wiese?

  • â—Ź die Heuschrecke
  • â—‹ die Bodenfeuchte
  • â—‹ das Sonnenlicht
Die Lebensgemeinschaft umfasst alle Lebewesen. Bodenfeuchte und Licht sind unbelebte Umweltfaktoren und gehören zum Lebensraum.
Multiple Choice #4 10s â–¶ Testen

Was gehört zum Lebensraum (der unbelebten Umwelt) der Wiese?

  • â—Ź der Niederschlag
  • â—‹ der Regenwurm
  • â—‹ der Löwenzahn
Regen ist ein unbelebter Umweltfaktor. Regenwurm und Löwenzahn sind Lebewesen — sie gehören zur Lebensgemeinschaft.
LĂĽckentext #5 10s â–¶ Testen

Eine intensiv genutzte Wiese wird häufig gemäht und stark ___.

âś“ Antwort: gedĂĽngt
Intensiv heißt: viel Dünger, viele Schnitte, viel Futter — aber wenige Arten. Extensiv heißt: wenig oder kein Dünger, ein bis zwei Schnitte.
Mittel
Multiple Choice #1 20s â–¶ Testen

Gelbe Korbblüte, tief gezähnte Blätter in einer Rosette am Boden, weißer Milchsaft im hohlen Stängel. Welche Pflanze ist das?

  • â—Ź Löwenzahn
  • â—‹ Scharfer HahnenfuĂź
  • â—‹ Margerite
Milchsaft und hohler Blütenstängel sind die sicheren Merkmale des Löwenzahns. Der Hahnenfuß blüht auch gelb, hat aber fünf glänzende Kronblätter und keinen Milchsaft.
Multiple Choice #2 20s â–¶ Testen

Blauviolette Lippenblüten an einem vierkantigen Stängel, die Blätter duften würzig. Welche Pflanze ist das?

  • â—Ź Wiesensalbei
  • â—‹ Rundblättrige Glockenblume
  • â—‹ Wiesenklee
Vierkantiger Stängel und Lippenblüten kennzeichnen die Lippenblütler — dazu gehört der Wiesensalbei. Die Glockenblume blüht ebenfalls blau, aber mit glockenförmigen Blüten.
Multiple Choice #3 20s â–¶ Testen

Lange, schmale Blätter mit parallelen Längsnerven in einer Rosette, eine unscheinbare bräunliche Blütenähre. Welche Pflanze ist das?

  • â—Ź Spitzwegerich
  • â—‹ Löwenzahn
  • â—‹ GänseblĂĽmchen
Die parallelen Blattnerven und die walzenförmige Ähre sind typisch für den Spitzwegerich. Er wird vom Wind bestäubt und braucht deshalb keine auffälligen Blüten.
Wahr / Falsch #4 12s â–¶ Testen

Wird eine Wiese stark gedĂĽngt, wachsen dort danach mehr verschiedene Pflanzenarten.

âś“ Falsch
Dünger begünstigt wenige hochwüchsige Gräser. Sie beschatten die niedrigen Kräuter, die dann verschwinden — die Artenzahl sinkt.
Multiple Choice #5 20s â–¶ Testen

Auf einer Wiese am Bach blĂĽht die Sumpfdotterblume, auf einer Wiese am SĂĽdhang der Wiesensalbei. Welcher Umweltfaktor unterscheidet die beiden Standorte vor allem?

  • â—Ź die Bodenfeuchte
  • â—‹ der Mähtermin
  • â—‹ die BlĂĽtenfarbe
Die Sumpfdotterblume braucht nassen Boden, der Wiesensalbei verträgt Trockenheit. Welche Pflanzen wachsen, verrät den Standort — Pflanzen sind Zeiger für Umweltfaktoren.
Multiple Choice #6 15s â–¶ Testen

Bei welchem Mähtermin können Margerite und Wiesensalbei noch Samen bilden?

  • â—Ź Ende Juni, nach der BlĂĽte
  • â—‹ Anfang Mai, vor der BlĂĽte
  • â—‹ jede Woche ab April
Wird erst nach der Samenreife gemäht, können sich die Blumen aussäen. Häufiges frühes Mähen lässt nur Gräser übrig, die nach jedem Schnitt schnell nachwachsen.
Schwer
Wahr / Falsch #1 15s â–¶ Testen

Eine Wiese in Bayern, die nie mehr gemäht oder beweidet wird, bleibt dauerhaft eine Wiese.

âś“ Falsch
Ohne Mahd wandern Sträucher und Bäume ein; nach einigen Jahrzehnten steht dort Wald. Die meisten Wiesen in Mitteleuropa gibt es nur, weil Menschen sie mähen.