Mikroskopieren
Okular 10-fach, Objektiv 40-fach. Wie stark ist das Bild vergrößert?
Erklärung: Die Vergrößerungen werden multipliziert, nicht addiert: 10 · 40 = 400. Das Objektiv macht ein 40-fach vergrößertes Zwischenbild, das Okular vergrößert dieses Bild noch einmal 10-fach.
Okular 10-fach, Objektiv 4-fach. Wie stark ist das Bild vergrößert?
Erklärung: 10 · 4 = 40. Wer addiert, kommt auf 14 — aber das Okular vergrößert das schon vergrößerte Bild des Objektivs, also wird multipliziert.
Okular 15-fach, Objektiv 10-fach. Wie stark ist das Bild vergrößert?
Erklärung: 15 · 10 = 150. Gesamtvergrößerung = Okularvergrößerung · Objektivvergrößerung.
Okular 10-fach, Gesamtvergrößerung 100-fach. Das Objektiv vergrößert ___-fach.
Erklärung: 100 : 10 = 10. Weil Okular und Objektiv multipliziert werden, teilt man die Gesamtvergrößerung durch die Okularvergrößerung.
Du wechselst vom 10er- auf das 40er-Objektiv. Danach siehst du einen größeren Teil des Präparats.
Erklärung: Umgekehrt: Je stärker die Vergrößerung, desto kleiner der Ausschnitt — beim 40er-Objektiv ist das Sehfeld nur noch etwa ein Sechzehntel so groß. Deshalb sucht man die Stelle mit dem kleinen Objektiv und wechselt erst dann.
Du schiebst den Objektträger nach links. In welche Richtung wandert das Bild im Okular?
Erklärung: Das Mikroskopbild steht auf dem Kopf und ist seitenverkehrt. Jede Bewegung des Objektträgers erscheint im Okular deshalb in der Gegenrichtung.
Auf dem Objektträger liegt ein kleiner Buchstabe „d". Welchen Buchstaben siehst du im Okular?
Erklärung: Das Bild ist um 180° gedreht — auf dem Kopf und seitenverkehrt zugleich. Ein gedrehtes „d" sieht aus wie ein „p". Nur gespiegelt wäre es ein „b", nur auf den Kopf gestellt ein „q".
Ein neues Präparat liegt auf dem Tisch. Mit welchem Objektiv beginnst du?
Erklärung: Mit dem schwächsten Objektiv: Es zeigt den größten Ausschnitt, und der Abstand zum Deckgläschen ist am größten. So findest du die Stelle, ohne das Präparat zu zerdrücken.
Bei 400-facher Vergrößerung stellst du mit dem Grobtrieb scharf.
Erklärung: Beim starken Objektiv ist das Objektiv nur Bruchteile eines Millimeters vom Deckgläschen entfernt. Hier dreht man nur noch am Feintrieb — der Grobtrieb würde das Glas zerdrücken.
Eine Zwiebelzelle erscheint bei 100-facher Vergrößerung 20 mm lang. Wie lang ist sie wirklich?
Erklärung: Wahre Größe = Bildgröße : Vergrößerung = 20 mm : 100 = 0,2 mm. Wer multipliziert, landet bei 2000 mm — zwei Meter, größer als ein Mensch.
Eine Mundschleimhautzelle ist 0,06 mm groß. Wie groß erscheint sie bei 400-facher Vergrößerung?
Erklärung: Bildgröße = wahre Größe · Vergrößerung = 0,06 mm · 400 = 24 mm. Die beiden Distraktoren entstehen durch eine verrutschte Kommastelle.
Du färbst die Zwiebelhaut mit Iodlösung. Welcher Zellbestandteil wird dadurch deutlich sichtbar?
Erklärung: Iod färbt den Zellkern gelbbraun an. Chloroplasten hat die Zwiebelhaut gar nicht, und Mitochondrien sind im Schullichtmikroskop zu klein.
In den Zellen der Zwiebelhaut siehst du grüne Chloroplasten.
Erklärung: Die Zwiebel wächst unter der Erde und betreibt keine Photosynthese — ihre Zellen haben keine Chloroplasten. Nicht jede Pflanzenzelle ist grün; Zellwand und Vakuole hat sie trotzdem.
Du legst das Präparat in einen Wassertropfen und deckst es mit einem ___ ab.
Erklärung: Das Deckgläschen hält das Präparat flach und schützt das Objektiv vor Wasser. Schräg aufsetzen, dann entstehen keine Luftblasen.