Magnetischer Fluss und Induktionsgesetz
Was gibt der magnetische Fluss Ί durch eine FlÀche an?
ErklĂ€rung: Definition: Ί = B·A fĂŒr senkrechte Durchsetzung. Der Fluss bĂŒndelt FeldstĂ€rke und FlĂ€che in einer GröĂe â genau die Kombination, deren Ănderung induziert.
Ein homogenes Magnetfeld (B = 0,50 T) durchsetzt eine FlĂ€che von 0,040 mÂČ senkrecht. Berechne den magnetischen Fluss in Milliweber.
ErklĂ€rung: Ί = B·A = 0,50 T · 0,040 mÂČ = 0,020 Wb = 20 mWb. Die Einheit Weber entspricht 1 Vs.
Die Einheit des magnetischen Flusses, 1 Vs, trÀgt den Namen ___.
ErklĂ€rung: 1 Wb (Weber) = 1 TmÂČ = 1 Vs. Dass der Fluss die Einheit Voltsekunde trĂ€gt, passt zum Induktionsgesetz â FlussĂ€nderung pro Zeit ergibt Volt.
Ein Feld mit B = 0,20 T durchsetzt eine FlĂ€che von 0,10 mÂČ. Die Feldrichtung bildet mit der FlĂ€chennormale einen Winkel von 60°. Berechne Ί in Weber. (cos 60° = 0,5)
ErklĂ€rung: Bei schrĂ€ger Durchsetzung zĂ€hlt nur die wirksame FlĂ€che. Ί = B·A·cos Ï = 0,20 · 0,10 · 0,5 = 0,010 Wb.
Eine rechteckige Leiterschleife befindet sich vollstĂ€ndig in einem Feld mit B = 1,5 mT. Ihre FlĂ€che wird innerhalb von 1,0 s gleichmĂ€Ăig von 60 dmÂČ auf 40 dmÂČ verkleinert. Berechne den Betrag der Induktionsspannung in Millivolt.
ErklĂ€rung: ÎA = 20 dmÂČ = 0,20 mÂČ. Damit U_ind = N·B·ÎA/Ît = 1 · 0,0015 T · 0,20 mÂČ / 1,0 s = 3,0·10â»âŽ V = 0,3 mV â das Rechenbeispiel der Quelle.
Eine Spule mit 100 Windungen und der QuerschnittsflĂ€che 12 cmÂČ wird von einem Magnetfeld durchsetzt, dessen Flussdichte innerhalb von 0,5 s gleichmĂ€Ăig von 10 mT auf 35 mT wĂ€chst. Berechne den Betrag der Induktionsspannung in Millivolt.
ErklĂ€rung: ÎB = 25 mT, also ÎΊ = ÎB·A = 0,025 T · 0,0012 mÂČ = 3,0·10â»â” Wb. U_ind = N·ÎΊ/Ît = 100 · 3,0·10â»â” / 0,5 = 6,0·10â»Âł V = 6,0 mV.
Ein sehr starker, zeitlich konstanter magnetischer Fluss durch eine Spule induziert eine hohe Spannung.
ErklĂ€rung: Nicht der Fluss selbst induziert, sondern nur seine Ănderung. Bei konstantem Ί ist dΊ/dt = 0 und damit U_ind = 0 â egal wie stark das Feld ist.
Auf welche zwei Arten kann sich der magnetische Fluss Ί = B·A durch eine Leiterschleife Àndern?
ErklĂ€rung: Beide Versuchsreihen fĂŒhren auf dieselbe GröĂe. Beim bewegten Leiter Ă€ndert sich A, beim Feldspulen-Versuch B â das Induktionsgesetz U_ind = âN·dΊ/dt erfasst beide Wege.
Im Feldspulen-Versuch wird die Windungszahl der Induktionsspule von N_i = 1000 auf N_i = 2000 verdoppelt (gleiche FlÀche, gleiche FeldÀnderung). Was zeigt die Messung?
ErklĂ€rung: Die Messreihen der Quelle (N_i = 2000/1000 bei Aâ und Aâ/2) liefern U_ind â N_i und U_ind â A. Jede Windung trĂ€gt denselben Beitrag zur Gesamtspannung bei.
In einer Spule mit N = 200 Windungen Ă€ndert sich der magnetische Fluss um ÎΊ = 5,0·10â»âŽ Wb. Berechne den SpannungsstoĂ â«U dt in Voltsekunden.
ErklĂ€rung: Integrale Form des Induktionsgesetzes: â«U dt = N·ÎΊ = 200 · 5,0·10â»âŽ Wb = 0,10 Vs. Der SpannungsstoĂ hĂ€ngt nur von der gesamten FlussĂ€nderung ab, nicht von ihrem zeitlichen Verlauf.
In der Physik kennzeichnet man die Ableitung einer GröĂe nach der Zeit mit einem ___ ĂŒber dem Formelzeichen.
ErklĂ€rung: Die Punktnotation ÎŠÌ steht fĂŒr dΊ/dt. Das Induktionsgesetz schreibt sich damit kompakt: U_ind = âN·ΊÌ.
Wie lautet das Induktionsgesetz fĂŒr eine Spule mit N Windungen?
ErklĂ€rung: Die Induktionsspannung ist das negative Produkt aus Windungszahl und momentaner Ănderungsrate des Flusses. Bei gleichmĂ€Ăiger Ănderung genĂŒgt der Differenzenquotient ÎΊ/Ît.
In einer Spule mit N = 50 Windungen Ă€ndert sich der Fluss innerhalb von 0,10 s gleichmĂ€Ăig um 2,0·10â»Âł Wb. Berechne den Betrag der Induktionsspannung in Volt.
ErklĂ€rung: U_ind = N·ÎΊ/Ît = 50 · 2,0·10â»Âł Wb / 0,10 s = 1,0 V.
Das Minuszeichen im Induktionsgesetz drĂŒckt aus, dass die Induktionsspannung ihrer Ursache entgegenwirkt.
ErklĂ€rung: Das Minuszeichen kodiert die Lenzsche Regel. Seine physikalische BegrĂŒndung â die Energieerhaltung â liefert das Nachbarthema zur Lenzschen Regel.