Autorisierung und Verrechnung
Mia hÀlt ihre girocard an das Terminal. Nach zwei Sekunden piept es. Was ist in diesen zwei Sekunden passiert?
ErklĂ€rung: Der Pieps ist die Autorisierung â ein Ja der Bank, ein Versprechen. Das Geld bewegt sich erst spĂ€ter, und in der Karte steckt gar keins â sie ist ein SchlĂŒssel zum Konto, keine Geldbörse.
Wenn das Terminal beim BÀcker piept, sind die 8 ⏠schon auf dem Konto des BÀckers.
ErklĂ€rung: Beim Piepen gibt es nur das Versprechen. Verrechnet wird spĂ€ter im Paket mit allen Zahlungen des Tages â auf dem Konto des BĂ€ckers erscheint das Geld erst nach ein bis zwei Bankarbeitstagen.
Der BĂ€cker verkauft am Dienstag viele Brezen gegen Karte. Wann sieht er das Geld auf seinem Konto?
ErklĂ€rung: Die Zahlungen des Tages werden gesammelt, zwischen den Banken verrechnet und ĂŒber die Bundesbank ausgeglichen. Dieser Weg von Buch zu Buch dauert ein bis zwei Bankarbeitstage.
Mia zahlt 8 ⏠mit Karte. Was schickt das Terminal durch die Leitung zur Bank?
ErklĂ€rung: Durch die Leitung reisen nur Fragen und Antworten, nie Geld. Digitale MĂŒnzen gibt es im Kartensystem nicht â Geld ist ein Eintrag im Kontobuch, und der bleibt bei der Bank.
Die Sekunden-schnelle Antwort der Bank â Karte gĂŒltig, Betrag passt â heiĂt ___.
ErklĂ€rung: Die Autorisierung ist das Ja der Bank, eine Zahlungszusage. Sie prĂŒft und verspricht â bewegt aber noch kein Geld.
Das Sammeln und Ausgleichen aller Kartenzahlungen zwischen den Banken nennt man ___.
ErklĂ€rung: Bei der Verrechnung (Fachwörter Clearing und Settlement) zĂ€hlen die Banken zusammen, wer wem wie viel schuldet, und gleichen nur die Differenz aus â ĂŒber ihre Konten bei der Bundesbank.
In Mias Kontobuch steht am Abend ââ8 ⏠BĂ€ckerei Huberâ. Wo steht das passende Plus?
ErklĂ€rung: Zahlen heiĂt, ein Buch wird kleiner und ein anderes gröĂer. Das Plus landet im Kontobuch des BĂ€ckers â nicht in der Karte und nicht als Schein in der Kasse.
1 000 Kundinnen und Kunden zahlen an einem Tag im Supermarkt mit Karte. Wie kommt das Geld zur Bank des Supermarkts?
ErklĂ€rung: Die Banken verrechnen die Zahlungen des Tages im Paket und gleichen nur die Differenz aus. Auch dabei rollt kein Schein â die Bundesbank Ă€ndert EintrĂ€ge auf den Konten der Banken.
Auch zwischen den Banken flieĂen bei der Verrechnung keine Scheine â die Bundesbank Ă€ndert EintrĂ€ge auf den Konten der Banken.
ErklĂ€rung: Die Banken haben selbst Konten, und zwar bei der Bundesbank. Verrechnet wird dort genauso wie bei Mia und dem BĂ€cker â ein Eintrag runter, ein Eintrag rauf, im europĂ€ischen TARGET-System.
Auf dem Kassenzettel steht âgirocardâ. Wie nennen viele Leute diese Karte im Alltag noch?
ErklĂ€rung: Die deutsche Bankkarte heiĂt heute girocard; der alte Name âEC-Karteâ hĂ€lt sich im Alltag. Eine Kreditkarte ist etwas anderes â dort sammelt die Bank die BetrĂ€ge und bucht sie erst am Monatsende ab.
Ăberweisungen in Euro laufen von Lissabon bis Helsinki nach denselben Regeln â im gemeinsamen Zahlungsraum namens ___.
ErklĂ€rung: SEPA ist der einheitliche Euro-Zahlungsraum. Eine Ăberweisung nach Wien funktioniert damit genauso wie eine nach MĂŒnchen â gleiche Regeln, gleiche Kontonummern-Form (IBAN).
Mias Bank hat beim Piepen Ja gesagt. Der BÀcker kann sicher sein, dass er seine 8 ⏠auch wirklich bekommt.
ErklĂ€rung: Die Autorisierung ist eine Zahlungsgarantie der Bank â deshalb gibt der BĂ€cker die Brezen sofort heraus, obwohl das Geld erst Tage spĂ€ter in seinem Kontobuch steht.