Vom Einkauf zum Preisschild
Das Radlwerk bestellt Fahrradhelme. Der Listenpreis beträgt 45 € je Helm, der Hersteller gibt 20 % Rabatt. Für Verpackung und Fracht kommen 4 € je Helm dazu. Wie hoch ist der Bezugspreis je Helm in Euro?
Erklärung: 45 € − 20 % = 36 €, dazu 4 € Bezugskosten: 40 €. Der Bezugspreis ist das, was der Helm den Laden bis zur Ladentür wirklich kostet — nicht der Listenpreis auf der Rechnung.
Der Bezugspreis eines Helms beträgt 40 €. Miete, Löhne, Strom und Versicherung des Radlwerks machen zusammen 50 % des Bezugspreises aus. Wie hoch sind die Selbstkosten je Helm in Euro?
Erklärung: 50 % von 40 € sind 20 € Handlungskosten, dazu der Bezugspreis von 40 €: 60 €. Diese 20 € sieht die Kundin nirgends, bezahlt sind sie trotzdem, bevor der Helm über die Theke geht.
Die Selbstkosten eines Helms betragen 60 €, der Bezugspreis 40 €. Das Radlwerk rechnet mit einem Gewinnzuschlag von 20 % auf die Selbstkosten. Wie hoch ist der Verkaufspreis je Helm?
Erklärung: 20 % von 60 € sind 12 €, also 72 €. Der Zuschlag rechnet von den Selbstkosten, nicht vom Bezugspreis: 20 % von 40 € wären nur 8 € und würden die Handlungskosten zum Teil unbezahlt lassen.
Ein Helm kostet das Radlwerk im Bezug 40 €, verursacht 20 € Handlungskosten und wird für 72 € verkauft. Wie hoch ist der Gewinn je Helm in Euro?
Erklärung: 72 € − 40 € − 20 € = 12 €. Auf dem Preisschild stehen 72 €, im Laden bleiben 12 € — der Rest war schon vorher ausgegeben.
Das Radlwerk kauft ein Trekkingrad für 200 € ein und verkauft es für 250 €. Wie hoch ist die Handelsspanne in Prozent des Verkaufspreises?
Erklärung: 50 € von 250 € sind 20 %. Die Handelsspanne rechnet immer vom Verkaufspreis nach unten — sie sagt, welcher Anteil des Preisschilds im Laden bleibt, bevor die Handlungskosten abgezogen sind.
Dasselbe Trekkingrad: Einkaufspreis 200 €, Verkaufspreis 250 €. Wie hoch ist der Aufschlag in Prozent des Einkaufspreises?
Erklärung: 50 € von 200 € sind 25 %. Dieselben 50 € sind 20 % Spanne und 25 % Aufschlag — der Unterschied liegt nur darin, wovon man rechnet.
Ein Radtrikot kostet das Radlwerk im Einkauf 60 €. Der Laden rechnet mit 30 % Aufschlag auf den Einkaufspreis. Wie hoch ist der Verkaufspreis in Euro?
Erklärung: 30 % von 60 € sind 18 €, also 78 €. Beim Aufschlag ist der Einkaufspreis die Grundlage der Prozentrechnung.
Ein anderes Trikot kostet im Einkauf 63 €. Das Radlwerk will damit eine Handelsspanne von 30 % des Verkaufspreises erreichen. Wie hoch ist der Verkaufspreis in Euro?
Erklärung: Wenn 30 % des Verkaufspreises Spanne sind, sind die übrigen 70 % der Einkaufspreis: 63 € entsprechen 70 %, also sind 100 % gleich 90 €. Mit 30 % Aufschlag wären es nur 81,90 € gewesen — dieselbe Prozentzahl, ein anderer Preis.
Eine Fahrradtasche kostet das Radlwerk im Einkauf 150 €. Der Laden will eine Handelsspanne von 25 % des Verkaufspreises erreichen. Wie hoch ist der Verkaufspreis?
Erklärung: 150 € sind die restlichen 75 % des Verkaufspreises, also ist der Verkaufspreis 150 € ÷ 0,75 = 200 €. Wer stattdessen 25 % auf die 150 € aufschlägt, landet bei 187,50 € und hat nur eine Spanne von 20 %.
Ein Stadtrad kostet das Radlwerk im Einkauf 300 € und steht für 480 € im Laden. Miete, Löhne, Endmontage und Werkstatt machen zusammen 150 € je verkauftem Rad aus. Wie hoch ist der Gewinn je Rad?
Erklärung: 480 € − 300 € − 150 € = 30 €. Die 180 € Unterschied zwischen Einkauf und Preisschild sind nicht der Gewinn: Fünf Sechstel davon sind Kosten, die zwischen Einkauf und Verkauf anfallen und die die Kundin nicht sehen kann.
Ein Sportgeschäft kauft ein Paar Sneaker für 45 € ein und verkauft es für 90 €. Miete, Personal und Kartengebühren betragen zusammen 38 € je verkauftem Paar. Wie hoch ist der Gewinn je Paar?
Erklärung: 90 € − 45 € − 38 € = 7 €. „Doppelter Preis“ heißt hier: 7 € bleiben. Der Preis, den ein Kunde sieht, sagt für sich genommen nichts darüber, wie viel ein Geschäft verdient.
Die Rechnung des Helmherstellers über 1.000 € ist in 30 Tagen fällig; bei Zahlung innerhalb von 10 Tagen darf das Radlwerk 2 % Skonto abziehen. Das Radlwerk überweist am 8. Tag. Wie viel überweist es?
Erklärung: 2 % von 1.000 € sind 20 €, also 980 €. Skonto ist ein Nachlass fürs schnelle Zahlen und gehört wie Rabatt und Ratenzahlung zu den Konditionen — er senkt den Bezugspreis und damit die ganze Kalkulation.
Für einen neuen Kinderhelm mit Selbstkosten von 40 € will das Radlwerk zunächst schnell viele Käufer gewinnen und rechnet in den ersten drei Monaten nur mit 5 % Gewinnzuschlag statt der üblichen 20 %. Wie hoch ist der Einführungspreis?
Erklärung: 5 % von 40 € sind 2 €, also 42 €. Ein niedriger Einführungspreis ist eine Preisstrategie, kein Verlustgeschäft: Die Selbstkosten sind gedeckt, nur der Gewinn ist vorerst klein.
Das Radlwerk kauft einen Helm für 40 € und verkauft ihn für 72 €. Die 32 € Unterschied sind der Gewinn des Radlwerks.
Erklärung: Nein. Von den 32 € gehen 20 € für Miete, Löhne, Strom und Versicherung weg; 12 € bleiben. Zwischen Einkauf und Verkauf liegen Kosten, die auf keinem Preisschild stehen.
Eine Satteltasche kostet im Einkauf 70 €. Mit 30 % Aufschlag auf den Einkaufspreis ergibt sich derselbe Verkaufspreis wie mit 30 % Handelsspanne vom Verkaufspreis.
Erklärung: Nein. 70 € + 30 % sind 91 €. Bei 30 % Spanne sind die 70 € dagegen 70 % des Verkaufspreises, also 100 €. Gleiche Prozentzahl, verschiedene Grundwerte, verschiedene Preise.
Zum Bezugspreis von 40 € kommen 20 € Handlungskosten dazu. Die 60 €, die der Helm das Radlwerk insgesamt kostet, heißen ___.
Erklärung: Bezugspreis plus Handlungskosten ergibt die Selbstkosten. Erst darauf kommt der Gewinnzuschlag — wer schon auf den Bezugspreis zuschlägt, verkauft mit Verlust.