Die vier Bilanzveränderungen
Harrys Bilanzsumme beträgt 60.000 €. Am 4. Mai hebt er 1.500 € vom Bankkonto ab und legt sie in die Kasse. Welcher Fall liegt vor?
Erklärung: Bank und Kasse stehen beide links. Aus Bankguthaben wird Bargeld — die Mittel werden innerhalb der Aktivseite umgeschichtet, ihre Herkunft ändert sich nicht.
Harrys Bilanzsumme beträgt 60.000 €. Am 7. Mai kauft er Mehl für 900 € auf Rechnung. Wie hoch ist die Bilanzsumme danach?
Erklärung: Die Bäckerei hat 900 € mehr Rohstoffe und 900 € mehr Schulden bei der Mühle. Beide Seiten wachsen um denselben Betrag: eine Bilanzverlängerung.
Harrys Bilanzsumme beträgt 60.000 €. Am 12. Mai überweist er der Mühle 3.000 € für eine offene Rechnung. Welcher Fall liegt vor?
Erklärung: Das Bankguthaben sinkt um 3.000 €, die Schulden bei der Mühle ebenfalls. Links und rechts wird gleich viel gestrichen — beide Seiten schrumpfen.
Harrys Bilanzsumme beträgt 60.000 €. Am 15. Mai nimmt er ein Darlehen über 8.000 € auf; das Geld liegt auf dem Bankkonto. Wie hoch ist die Bilanzsumme danach?
Erklärung: 8.000 € mehr auf dem Konto, 8.000 € mehr Schulden bei der Bank: eine Bilanzverlängerung. Reicher ist Harry dadurch nicht — sein Eigenkapital bleibt unverändert.
Harrys Bilanzsumme beträgt 60.000 €. Am 18. Mai vereinbart er mit der Sparkasse, dass sie eine offene Lieferantenrechnung über 4.000 € ablöst; er schuldet den Betrag nun der Sparkasse. Welcher Fall liegt vor?
Erklärung: Das Vermögen der Bäckerei ist unverändert; nur die Herkunft der Mittel wechselt von der Mühle zur Sparkasse. Umgeschichtet wird allein auf der Passivseite.
Harrys Bilanzsumme beträgt 60.000 €. Am 21. Mai kauft er einen Kühlschrank für 2.800 € und bezahlt bar aus der Kasse. Wie hoch ist die Bilanzsumme danach?
Erklärung: Aus 2.800 € Bargeld wird ein Kühlschrank im Wert von 2.800 €. Beides steht links, die Summe bewegt sich nicht: ein Aktivtausch.
Harrys Bilanzsumme beträgt 60.000 €. Am 24. Mai überweist das Café Sonne die offene Rechnung über 2.000 € auf Harrys Bankkonto. Welcher Fall liegt vor?
Erklärung: Die Forderung verschwindet, das Bankguthaben wächst um denselben Betrag — beide stehen links. Verkürzt würde die Bilanz nur, wenn Harry selbst eine Schuld bezahlt.
Harrys Bilanzsumme beträgt 60.000 €. Am 27. Mai kauft er eine neue Ladentheke für 14.000 € auf Rechnung. Wie hoch ist die Bilanzsumme danach?
Erklärung: Die Theke kommt mit 14.000 € auf die Aktivseite, die Schuld beim Händler mit 14.000 € auf die Passivseite. Bezahlt ist noch nichts, also schrumpft auch nichts.
Harrys Bilanzsumme beträgt 60.000 €. Am 30. Mai überweist er 5.000 € an die Sparkasse und tilgt damit einen Teil seines Darlehens. Welcher Fall liegt vor?
Erklärung: Bankguthaben minus 5.000 €, Darlehensschuld minus 5.000 €: Auf beiden Seiten fällt dieselbe Summe weg. Ein Passivtausch wäre es nur, wenn die Schuld zu einem anderen Gläubiger wechselte.
Harrys Bilanzsumme beträgt 60.000 €. Am 2. Juni löst die Sparkasse eine kurzfristige Verbindlichkeit über 6.000 € durch ein langfristiges Darlehen ab. Wie hoch ist die Bilanzsumme danach?
Erklärung: Es wird nur getauscht, welche Zeile die 6.000 € trägt — beide stehen rechts. Ein Passivtausch lässt die Summe unberührt, genau wie der Aktivtausch.
Harrys Bilanzsumme beträgt 60.000 €. Am 5. Juni zahlt er 700 € aus der Kasse auf sein Bankkonto ein. Danach beträgt die Bilanzsumme 60.700 €.
Erklärung: Nein, sie bleibt bei 60.000 €. Kasse und Bankkonto stehen beide auf der Aktivseite; dieselben Mittel liegen nur woanders, hinzugekommen ist kein Cent. Im Simulator Bilanz-Blitz ist genau das zu sehen: Der Balken der Bilanzsumme bewegt sich beim Aktivtausch nicht.
Harry kauft am 8. Juni ein Rührgerät für 1.200 € und bezahlt bar aus der Kasse. Dadurch ist sein Eigenkapital um 1.200 € kleiner geworden.
Erklärung: Nein. Vermögen und Schulden bleiben in der Summe gleich, also auch der Rest dazwischen. Aus 1.200 € Bargeld wurde ein Rührgerät im selben Wert — verbraucht und damit ärmer wird die Bäckerei erst über die Jahre der Nutzung.
Am 11. Juni nimmt Harry ein Darlehen über 7.000 € auf; das Geld liegt auf dem Bankkonto. Dadurch ist sein Eigenkapital um 7.000 € gestiegen.
Erklärung: Nein. Er hat 7.000 € mehr auf dem Konto und 7.000 € mehr Schulden. Das Eigenkapital ist der Rest nach Abzug aller Schulden — und der ist unverändert.
Harry überweist 9.000 € für eine gebrauchte Verpackungsmaschine: Maschine und Bankguthaben stehen beide auf der Aktivseite, die Bilanzsumme bleibt gleich. Dieser Fall heißt ___.
Erklärung: Getauscht wird innerhalb der Aktivseite: Aus Bankguthaben wird eine Maschine. Weil die Herkunft der Mittel unberührt bleibt, ändert sich rechts nichts — und die Summe damit auch nicht.
Harrys Bilanzsumme beträgt 60.000 €. Am 14. Juni überweist er 2.500 € Tilgung an die Sparkasse. Wie hoch ist die Bilanzsumme danach in Euro?
Erklärung: 60.000 € − 2.500 € = 57.500 €. Bankguthaben und Darlehensschuld sinken um denselben Betrag: eine Bilanzverkürzung.
Harrys Bilanzsumme beträgt 60.000 €. Am 16. Juni kauft er Butter für 600 € auf Rechnung, am 18. Juni überweist er der Molkerei 2.400 € für eine ältere Rechnung. Wie hoch ist die Bilanzsumme nach beiden Vorfällen in Euro?
Erklärung: Erst verlängert der Einkauf auf Ziel die Bilanz auf 60.600 €, dann verkürzt die Überweisung sie um 2.400 € auf 58.200 €. Jeder Vorfall wird einzeln geprüft, nicht überschlagen.