Eigenkapital ist eine Restgröße
Die Bäckerei besitzt Vermögen im Wert von 62.000 € und schuldet insgesamt 41.000 €. Wie hoch ist ihr Eigenkapital?
Erklärung: 62.000 € − 41.000 € = 21.000 €. Vom Vermögen steht ein großer Teil den Gläubigern zu; was danach übrig bleibt, ist das Eigenkapital.
Die Bäckerei hat am 31. März: Kasse 1.800 €, Geschäftskonto 11.900 €, Warenlager 5.100 €, Backstubeneinrichtung 27.200 €. Sie schuldet der Bank 25.000 € und Lieferanten 3.400 €. Wie hoch ist ihr Eigenkapital?
Erklärung: Vermögen 46.000 €, Schulden 28.400 €, Rest 17.600 €. Die 13.700 € auf Konto und in der Kasse sind nur das Geld — das Eigenkapital steckt genauso in Einrichtung und Warenlager.
Nach einem schlechten Jahr besitzt die Bäckerei noch Vermögen im Wert von 34.000 € und schuldet 47.000 €. Wie hoch ist ihr Eigenkapital?
Erklärung: 34.000 € − 47.000 € = −13.000 €. Das Ergebnis der Rechnung darf negativ sein: Selbst wenn alles verkauft würde, bliebe eine Lücke von 13.000 €. Auf null gerundet wird nichts.
Das Eigenkapital der Bäckerei beträgt 21.000 €. Am 6. April kauft sie einen zweiten Backofen für 9.000 € und nimmt dafür einen Kredit über genau 9.000 € auf. Wie hoch ist das Eigenkapital danach?
Erklärung: Das Vermögen steigt um 9.000 €, die Schulden steigen um 9.000 € — die Differenz bleibt gleich. Der zweite Ofen gehört der Bäckerei, aber er ist vollständig aus geliehenem Geld bezahlt: Am Rest, der ihr selbst zusteht, ändert der Kauf deshalb nichts.
Das Eigenkapital der Bäckerei beträgt 21.000 €. Am 10. April entnimmt Harry 2.800 € für private Zwecke. Wie hoch ist das Eigenkapital danach?
Erklärung: Der Bäckerei fehlen jetzt 2.800 € Vermögen, ihre Schulden sind gleich geblieben — also schrumpft der Rest um 2.800 €.
Das Eigenkapital der Bäckerei beträgt 18.200 €. Am 2. Mai legt Harry 4.500 € privates Geld ein. Wie hoch ist das Eigenkapital danach?
Erklärung: Das Vermögen wächst um 4.500 €, die Schulden bleiben unverändert — der Rest wächst mit. Eine Einlage ist keine Schuld gegenüber Harry.
Das Eigenkapital der Bäckerei beträgt am 1. Januar 22.700 €. Im Jahr erwirtschaftet sie 7.300 € Gewinn; Harry entnimmt nichts. Wie hoch ist das Eigenkapital am 31. Dezember?
Erklärung: Ein Gewinn heißt: Das Vermögen ist stärker gewachsen als die Schulden. Genau um diese Differenz von 7.300 € wächst der Rest, also das Eigenkapital.
Das Eigenkapital der Bäckerei beträgt am 1. Januar 30.000 €. Im Jahr macht sie 5.200 € Verlust. Wie hoch ist das Eigenkapital am 31. Dezember?
Erklärung: 30.000 € − 5.200 € = 24.800 €. Ein Verlust bedeutet, dass die Bäckerei mehr verbraucht hat, als sie erwirtschaftet hat — der Rest, der ihr selbst zusteht, wird kleiner.
Das Eigenkapital der Bäckerei beträgt 24.800 €. Am 9. August überweist sie eine offene Lieferantenrechnung über 3.900 € vom Geschäftskonto. Wie hoch ist das Eigenkapital danach?
Erklärung: Das Vermögen sinkt um 3.900 €, die Schulden sinken um denselben Betrag — die Differenz bleibt. Schulden zu bezahlen macht einen Betrieb weder reicher noch ärmer.
Das Eigenkapital der Bäckerei beträgt 26.500 €. In ihrer Kasse liegen 1.100 €, auf dem Geschäftskonto 6.900 €. Wie viel Geld kann sie heute höchstens auszahlen, ohne etwas zu verkaufen?
Erklärung: 1.100 € + 6.900 € = 8.000 €. Mehr Geld ist nicht da. Der Rest des Eigenkapitals steckt in Ofen, Vitrine und Mehl — es ist eine Rechengröße, kein Vorrat an Geld.
Die Bäckerei hat 19.400 € Eigenkapital. Also liegen 19.400 € Geld in ihrer Kasse und auf ihrem Konto.
Erklärung: Nein. Eigenkapital wird ausgerechnet — Vermögen minus Schulden. Wie viel davon gerade als Geld vorhanden ist, sagt die Zahl überhaupt nicht.
Die Bäckerei hat ein Bankdarlehen über 30.000 € aufgenommen; das Geld liegt auf ihrem Geschäftskonto. Dieses Geld gehört der Bank und nicht der Bäckerei.
Erklärung: Nein. Das Guthaben gehört der Bäckerei, sie kann damit einkaufen und bezahlen. Der Bank gehört ein Anspruch auf Rückzahlung — deshalb steht das Guthaben links beim Vermögen und die Schuld rechts.
Die Bäckerei besitzt Vermögen für 52.000 € und schuldet 58.500 €. Ihr Eigenkapital ist negativ.
Erklärung: Ja: 52.000 € − 58.500 € = −6.500 €. Die Schulden übersteigen alles, was da ist. Diesen Fall nennt man Überschuldung.
Das Eigenkapital der Bäckerei ist kein Geldfach, sondern eine Rechnung: Vermögen ___ Schulden.
Erklärung: Was nach Abzug aller Schulden vom Vermögen übrig bleibt, steht dem Betrieb selbst zu. Genau dieser Rest heißt Eigenkapital.
Die Bäckerei besitzt am 30. Juni: Lieferfahrzeug 16.000 €, Warenlager 4.800 €, Bankguthaben 12.600 €, Kasse 900 €. Sie schuldet der Bank 18.000 € und Lieferanten 2.300 €. Wie hoch ist ihr Eigenkapital in Euro?
Erklärung: Vermögen 34.300 €, Schulden 20.300 €, Rest 14.000 €. Erst alles zusammenzählen, was da ist, dann alles abziehen, was weg muss — der Rest ist das Eigenkapital.
Die Bäckerei besitzt Vermögen für 58.000 €. Sie schuldet der Bank 61.400 € und Lieferanten 4.600 €. Um wie viele Euro übersteigen ihre Schulden ihr Vermögen?
Erklärung: 61.400 € + 4.600 € = 66.000 € Schulden; 66.000 € − 58.000 € = 8.000 €. Das Eigenkapital beträgt also −8.000 €.