Erfolgskonten sind Unterkonten des Eigenkapitals
3. Februar: Harrys BĂ€ckerei kauft eine KĂŒhlvitrine fĂŒr 2.910 ⏠auf Rechnung. Gebucht wird gegen das Konto Verbindlichkeiten. Welches Konto gehört auf die andere Seite?
ErklĂ€rung: Aus einer Schuld wurde eine Vitrine â verbraucht ist noch nichts. Der Wertzugang steht im Soll des Bestandskontos GeschĂ€ftsausstattung. Aufwand wird daraus erst ĂŒber die Jahre der Nutzung, in Scheiben, unter dem Namen Abschreibungen.
12. Februar: Harry verbÀckt Mehl im Wert von 1.265 ⏠aus dem Lager. Gebucht wird gegen das Konto Rohstoffe. Welches Konto gehört auf die andere Seite?
ErklĂ€rung: Das Lager gibt Wert ab, der Materialaufwand nimmt ihn auf. Bezahlt wird an diesem Tag nichts â die Kasse bleibt unberĂŒhrt. Aufwand fragt nach dem Verbrauch, nicht nach der Zahlung.
5. Februar: Harry verkauft Semmeln fĂŒr 885 âŹ ĂŒber den Ladentisch, bar. Gebucht wird gegen das Konto Kasse. Welches Konto gehört auf die andere Seite?
ErklĂ€rung: Der Verkauf mehrt das Eigenkapital, gebucht wird er trotzdem nicht dorthin, sondern auf sein Unterkonto Umsatzerlöse â nur dort ist am Jahresende noch ablesbar, woher der Zuwachs kam. Die Forderungen bleiben unberĂŒhrt: Harry hat das Geld schon.
8. Februar: Harry liefert Torten fĂŒr 1.815 ⏠an eine Kantine, bezahlt wird im MĂ€rz. Gebucht wird gegen das Konto Forderungen. Welches Konto gehört auf die andere Seite?
ErklĂ€rung: Mit der Lieferung ist der Wert geschaffen, also entsteht der Ertrag im Februar. Die Kasse steht hier nirgends â sie bewegt sich erst im MĂ€rz, und dann nur noch Geld gegen Forderung.
31. Dezember: Die KĂŒhlvitrine hat im ersten Jahr 520 ⏠an Wert verloren. Gebucht wird gegen das Konto GeschĂ€ftsausstattung. Welches Konto gehört auf die andere Seite?
ErklĂ€rung: Ein Jahr Nutzung ist verbraucht, und dieser Verbrauch heiĂt Abschreibungen â ein Aufwandskonto. Dass an diesem Tag kein Cent flieĂt, Ă€ndert nichts daran: Es gibt Aufwand ohne jede Zahlung.
28. Februar: Die Aushilfe hat im Februar fĂŒr 1.830 ⏠gearbeitet, ĂŒberwiesen wird der Lohn erst im MĂ€rz. Gebucht wird gegen das Konto Verbindlichkeiten. Welches Konto gehört auf die andere Seite?
ErklÀrung: Die Arbeit ist im Februar verbraucht worden, also gehört der Aufwand in den Februar. Die Bank kommt im MÀrz dran und bewegt dann nur Geld gegen Schuld.
20. Februar: Harry nimmt 645 ⏠aus der Kasse und kauft davon privat ein Fahrrad. Gebucht wird gegen das Konto Kasse. Welches Konto gehört auf die andere Seite?
ErklĂ€rung: Die BĂ€ckerei hat nichts verbraucht â Harry hat sich ein StĂŒck seines Eigenkapitals ausgezahlt. Eine Privatentnahme mindert das Eigenkapital unmittelbar und lĂ€uft nicht ĂŒber ein Erfolgskonto, sonst wĂŒrde der Gewinn des Betriebs kleiner gerechnet, als er ist.
10. Februar: Harry ĂŒberweist 1.450 ⏠an die Bank; damit wird das Darlehen kleiner. Gebucht wird gegen das Konto Bank. Welches Konto gehört auf die andere Seite?
ErklÀrung: Geld gegen Schuld: Beide Bestandskonten werden kleiner, verbraucht ist nichts. Ein Erfolgskonto ist an dieser Buchung nicht beteiligt.
10. Februar: Harry ĂŒberweist zusĂ€tzlich 275 ⏠Zinsen an die Bank. Gebucht wird gegen das Konto Bank. Welches Konto gehört auf die andere Seite?
ErklĂ€rung: Die Zinsen sind der Preis dafĂŒr, dass Harry fremdes Geld benutzen durfte â dieser Wert ist verbraucht. Nur die Tilgung macht das Darlehen kleiner, der Zins nicht.
Das Eigenkapital der BĂ€ckerei betrĂ€gt am 1. Januar 31.500 âŹ. Im Jahr erwirtschaftet Harry 5.170 ⏠Gewinn und entnimmt 1.250 ⏠privat. Wie hoch ist das Eigenkapital am 31. Dezember?
ErklĂ€rung: 31.500 ⏠+ 5.170 ⏠â 1.250 ⏠= 35.420 âŹ. Der Gewinn landet ĂŒber die Erfolgskonten im Eigenkapital, die Entnahme geht direkt davon ab.
Am 31. Dezember weist die Gewinn- und Verlustrechnung 5.170 ⏠Gewinn aus. In welcher Position der Schlussbilanz vom selben Tag steckt dieser Betrag?
ErklĂ€rung: Die Erfolgskonten sind Unterkonten des Eigenkapitals, also flieĂt ihr Ergebnis dorthin zurĂŒck. Auf dem Konto liegt der Gewinn deshalb noch lange nicht â er kann in Mehl, in offenen Kundenrechnungen oder in der neuen Vitrine stecken.
Im letzten Jahr hatte die BĂ€ckerei 2.450 ⏠Werbeaufwand und 5.170 ⏠Gewinn. Harry streicht die Werbung ganz; im Folgejahr gehen die Umsatzerlöse deshalb um 9.850 ⏠zurĂŒck, alles andere bleibt gleich. Wie hoch ist der Gewinn des Folgejahres?
ErklĂ€rung: 5.170 ⏠+ 2.450 ⏠gesparter Aufwand â 9.850 ⏠fehlender Ertrag = â2.230 âŹ, also Verlust. Aufwand ist nicht bloĂ ein Abzug vom Gewinn, sondern die Voraussetzung des Ertrags: Der gestrichene Aufwand nimmt den Ertrag mit.
Im MÀrz macht die BÀckerei 3.960 ⏠Gewinn, aber kein Kunde hat bis zum 31. MÀrz bezahlt; privat entnommen hat Harry nichts. Das Eigenkapital ist am 31. MÀrz trotzdem um 3.960 ⏠höher als am 1. MÀrz.
ErklĂ€rung: Ja. Der Gewinn steckt in den Forderungen statt in der Kasse, aber er steckt im Betrieb â und damit im Eigenkapital. Der Kontostand entscheidet nicht darĂŒber, wie hoch das Eigenkapital ist.
Am 31. Dezember des folgenden Jahres zeigt Harrys Gewinn- und Verlustrechnung 2.380 ⏠Verlust. In der Schlussbilanz desselben Tages taucht dieser Betrag nirgends auf.
ErklĂ€rung: Nein. Das Eigenkapital ist um 2.380 ⏠kleiner geworden. Die GuV zeigt, wie der Verlust zustande kam, die Bilanz zeigt, dass er da ist â dieselbe Zahl in zwei Darstellungen.
Aufwands- und Ertragskonten sammeln getrennt, was sonst unlesbar auf einem einzigen Konto landen wĂŒrde. Sie sind deshalb Unterkonten des ___.
ErklĂ€rung: Erfolgskonten sind ausgelagerte Teile des Eigenkapitals. Am Jahresende geben sie ihren Saldo dorthin zurĂŒck â deshalb steht der Gewinn am Ende in der Bilanz.
Das Eigenkapital der BĂ€ckerei betrĂ€gt am 1. Januar 28.400 ⏠und am 31. Dezember 33.140 âŹ. Harry hat im ganzen Jahr weder etwas entnommen noch eingelegt. Wie hoch war der Gewinn des Jahres in Euro?
ErklĂ€rung: 33.140 ⏠â 28.400 ⏠= 4.740 âŹ. Weil nur die Erfolgskonten das Eigenkapital verĂ€ndert haben, ist der Zuwachs genau der Gewinn.