Wer macht was bis wann?
Eine Klasse plant einen Waffelstand fĂĽr das Schulfest am 12. Juli. Welches der drei Ziele kann die Gruppe am Abend des 12. Juli eindeutig abhaken?
Erklärung: Nur beim ersten Ziel steht am Abend eine Zahl gegen eine Zahl: 120 verkauft oder nicht. „Richtig gut“ und „unser Bestes“ kann hinterher jeder anders sehen — daran lässt sich nichts messen und nichts steuern.
Eine SchĂĽlerfirma startet im Februar mit dem Verkauf belegter Semmeln. Welches der drei Ziele kann die Gruppe am 30. April eindeutig abhaken?
Erklärung: Termin und Zahl machen das erste Ziel prüfbar: Am 30. April zählt die Gruppe ihre Kundenliste. „Erfolgreich“ und „möglichst viele“ sind auch dann erfüllt, wenn drei Leute gekauft haben.
Eine Gruppe produziert einen Schulpodcast. Welches der drei Ziele kann die Gruppe am 20. März eindeutig abhaken?
Erklärung: Am 20. März sind entweder drei Folgen online oder nicht. „Regelmäßig“ nennt keinen Abstand, „professionell“ keinen Maßstab — beide Ziele kann die Gruppe nie verfehlen und nie erreichen.
Eine Jahrgangsstufe organisiert einen Spendenlauf am 5. Mai. Welches der drei Ziele kann die Gruppe am 5. Mai eindeutig abhaken?
Erklärung: Zwei Zahlen und ein Datum: Teilnehmerliste und Spendenstand geben am Abend die Antwort. „Viel Geld“ und „Spaß“ sind Wünsche, keine Ziele — sie taugen nicht zur Planung, weil man aus ihnen keine Aufgabe ableiten kann.
Am Morgen des Schulfests stellt die Gruppe fest, dass niemand den Teig angerĂĽhrt hat. Jeder dachte, jemand anderes macht es. Welcher Schritt hat in dieser Gruppe gefehlt?
Erklärung: Eine Aufgabe ohne Namen ist eine Aufgabe, die niemand übernommen hat. Die Strukturplanung zerlegt das Projekt in Aufgaben und schreibt hinter jede eine Person und einen Termin.
Die Waffeleisen werden am Freitag bestellt und erst am folgenden Montag geliefert. Gebraucht werden sie aber schon am Samstag. Welcher Schritt hat in dieser Gruppe gefehlt?
Erklärung: Wer vom Endtermin rückwärts rechnet, sieht sofort, wann bestellt sein muss. Menschen unterschätzen ihren eigenen Zeitbedarf verlässlich — deshalb wird die Reihenfolge geplant und nicht geschätzt.
Nach dem Fest weiĂź niemand, wie viele Waffeln verkauft wurden und ob sich der Stand gelohnt hat. Welcher Schritt hat in dieser Gruppe gefehlt?
Erklärung: Was nicht mitgeschrieben wird, ist am nächsten Tag weg. Die Dokumentation läuft während des Projekts mit, nicht hinterher aus dem Gedächtnis.
Zwei Teilgruppen haben unabhängig voneinander Becher gekauft. Jetzt liegen 400 Becher im Lager, gebraucht werden 150. Welcher Schritt hat in dieser Gruppe gefehlt?
Erklärung: Zwei Gruppen, die nicht miteinander reden, machen dieselbe Arbeit zweimal. Genau dagegen gibt es feste Termine, an denen berichtet wird — das ist die Projektkommunikation.
Bei der Präsentation vor der Jury liest ein Gruppenmitglied 30 vollgeschriebene Folien vor. Nach fünf Minuten bricht die Jury ab. Welcher Schritt hat in dieser Gruppe gefehlt?
Erklärung: Die Präsentation ist selbst eine Aufgabe im Plan und wird geprobt wie jede andere. Die Stoppuhr zeigt vorher, was die Jury sonst nachher abbricht.
Am Ende fragt die Lehrkraft, was die Gruppe beim nächsten Projekt anders machen würde. Niemand kann etwas sagen. Welcher Schritt hat in dieser Gruppe gefehlt?
Erklärung: Ohne Vergleich von Plan und Ergebnis bleibt ein Projekt eine Erinnerung statt einer Erfahrung. Foto und Dankesbrief gehören dazu, ersetzen die Auswertung aber nicht.
Die Gruppe hat als Ziel festgehalten: „Wir bauen einen möglichst schönen Stand.“ Am Abend des Fests kann die Gruppe eindeutig sagen, ob dieses Ziel erreicht wurde.
Erklärung: Nein. „Möglichst schön“ nennt weder eine Zahl noch einen Termin — zwei Leute aus derselben Gruppe können am Abend gegenteiliger Meinung sein, und beide haben recht.
Das Ziel lautete: „Bis zum 3. Juni haben wir 20 Vorbestellungen.“ Am 3. Juni liegen 14 Vorbestellungen vor. Das Ziel ist damit nicht erreicht.
Erklärung: Ja. 14 ist weniger als 20, und mehr steht am 3. Juni nicht zur Debatte. Genau das ist der Nutzen eines prüfbaren Ziels: Es kann verfehlt werden, und die Gruppe merkt es rechtzeitig genug, um zu reagieren.
Im Ablaufplan steht: Teig am Donnerstagabend anrĂĽhren, Waffeln am Freitagmorgen backen. Die Reihenfolge dieser beiden Schritte ist beliebig.
Erklärung: Nein. Ohne Teig kann nicht gebacken werden — die beiden Schritte hängen voneinander ab. Genau solche Abhängigkeiten hält der Ablaufplan fest, während der Strukturplan nur sammelt, was zu tun ist.
Der Stand soll um 14:00 Uhr öffnen. Der Aufbau dauert 45 Minuten, das Anrühren des Teigs davor 30 Minuten und der Einkauf davor 60 Minuten. Wie viele Minuten vor der Öffnung muss die Gruppe beginnen?
Erklärung: 60 + 30 + 45 = 135 Minuten, also Beginn um 11:45 Uhr. Rückwärts vom Endtermin zu rechnen ist der ganze Trick der Ablaufplanung.
Zwei Teilgruppen arbeiten gleichzeitig: Gruppe A braucht 20 und dann 35 Minuten, Gruppe B braucht 40 und dann 25 Minuten. Erst wenn beide fertig sind, geht es weiter. Nach wie vielen Minuten ist das der Fall?
Erklärung: Gruppe A braucht 55 Minuten, Gruppe B 65 Minuten. Weil parallel gearbeitet wird, werden die Zeiten nicht addiert — es zählt der längere Strang, und der bestimmt den Termin.
In der Aufgabenliste steht bei „Becher besorgen“ nur der Name von Jonas. Wer nicht dazuschreibt, bis wann Jonas das erledigt haben soll, hat den ___ vergessen.
Erklärung: Eine Aufgabe braucht beides: einen Namen und einen Termin. Fehlt der Termin, merkt die Gruppe erst am Festtag, dass die Becher nicht da sind.