Allein wohnen — die Startliste

Living on your own — the starting list

Alltag und Selbstständigkeit Klasse 12 12 Aufgaben
AlltagskompetenzHaushaltSelbstständigkeitKerncurriculum

Der letzte Knoten des Strangs ist keine neue Fähigkeit, sondern die Zusammenfassung: Was muss am Einzugstag da sein, was in der ersten Woche erledigt sein, und was läuft ab dann von selbst weiter? Schülerinnen und Schüler lernen, die vier Ebenen einer solchen Liste zu unterscheiden — die Dinge (Grundausstattung, die man wirklich am ersten Abend braucht, gegen die, die man in Ruhe nachkaufen kann), die Anmeldungen und Fristen (Reihenfolge zählt: manches setzt anderes voraus), die laufenden Rhythmen (Wäsche, Einkauf, Putzen, Post — der Haushaltsplan aus Klasse 10) und die Notfälle (wer hat einen Schlüssel, welche Nummern hängen wo, was tut man bei Wasserschaden oder Stromausfall). Zwei ehrliche Punkte gehören dazu: Die Liste ist selbst geschrieben und deshalb kürzer und brauchbarer als jede fremde, und das erste Vierteljahr allein ist bei fast allen Menschen ein Lernen durch Fehler — die Liste soll die teuren Fehler abfangen, nicht alle. Kosten, Mietvertrag und Behördengänge im Detail liegen in Finanzen und Sozial- und Bürgerkunde.

Können & Üben

Leicht
Multiple Choice #1 20s â–¶ Testen

Was muss am ersten Abend in der neuen Wohnung wirklich da sein?

  • â—Ź Klopapier, Seife, Handtuch, Bettzeug, Licht
  • â—‹ Ein Sofa und ein Fernseher
  • â—‹ Ein voller Vorratsschrank
Am ersten Abend zählt nur, was man in derselben Nacht braucht. Alles andere kann in Ruhe folgen.
Multiple Choice #2 20s â–¶ Testen

Was gehört zur Ebene „laufende Rhythmen" der Startliste?

  • â—Ź Wäsche, Einkauf, Putzen und der Post-Tag
  • â—‹ Die Kaution
  • â—‹ Der Umzugswagen
Rhythmen sind das, was ab Woche zwei jede Woche wiederkommt. Einmalige Dinge stehen auf einer anderen Ebene.
Multiple Choice #3 20s â–¶ Testen

Wer sollte einen ZweitschlĂĽssel haben?

  • â—Ź Eine erreichbare Person, der man vertraut
  • â—‹ Niemand, aus SicherheitsgrĂĽnden
  • â—‹ Die Nachbarn, immer
Ein SchlĂĽsseldienst kostet dreistellig. Eine erreichbare Vertrauensperson ist der billigste Notfallplan, den es gibt.
Wahr / Falsch #4 15s â–¶ Testen

Im ersten Vierteljahr allein machen fast alle Menschen Fehler.

âś“ Wahr
Ja — das ist der Normalfall. Eine Liste soll die teuren Fehler abfangen, nicht jeden.
Multiple Choice #5 18s â–¶ Testen

Welche Anschaffung kann warten?

  • â—Ź Ein Sofa
  • â—‹ Bettzeug
  • â—‹ Ein Topf und eine Pfanne
Was man zum Schlafen, Waschen und Kochen braucht, muss sofort da sein. Möbel für Gäste haben keine Frist.
Multiple Choice #6 22s â–¶ Testen

Welche Notfallnummern hängen sinnvollerweise sichtbar in der Wohnung?

  • â—Ź Notruf, Hausverwaltung oder Vermieter, ein Notdienst und eine Vertrauensperson
  • â—‹ Nur der Notruf
  • â—‹ Alle Nummern, die man hat
Vier Nummern deckt fast jeden Fall ab und ist kurz genug, um im Ernstfall lesbar zu sein.
Mittel
Multiple Choice #1 25s â–¶ Testen

Welche Reihenfolge stimmt beim Einzug?

  • â—Ź Erst der Mietvertrag und die Wohnungsgeberbestätigung, dann die Anmeldung, dann alles, was die Adresse braucht
  • â—‹ Erst alle Verträge ummelden, dann die Anmeldung
  • â—‹ Die Reihenfolge ist beliebig
Manche Schritte setzen andere voraus. Wer die Reihenfolge dreht, muss Wege doppelt machen — deshalb steht sie auf der Liste.
Wahr / Falsch #2 20s â–¶ Testen

Eine Startliste aus dem Internet ist besser als eine selbst geschriebene.

âś“ Falsch
Meistens nicht — fremde Listen sind zu lang und passen nicht zur eigenen Wohnung. Selbst geschrieben wird sie kürzer und tatsächlich benutzt.
Multiple Choice #3 22s â–¶ Testen

Wasser läuft aus einem Rohr. Was ist der erste Schritt?

  • â—Ź Den Haupthahn zudrehen — man sollte vorher wissen, wo er ist
  • â—‹ Die Versicherung anrufen
  • â—‹ Den Boden trocken wischen
Erst den Schaden stoppen, dann melden. Genau deshalb steht „Wo ist der Haupthahn?" auf der Einzugsliste und nicht im Schadensfall.
Multiple Choice #4 22s â–¶ Testen

Wo bewahrt man Mietvertrag, Versicherungsunterlagen und Anmeldung auf?

  • â—Ź An einem festen Ort mit Abschnitten, in fĂĽnf Minuten wiederfindbar
  • â—‹ Digital in der Cloud, ohne Papierkopie
  • â—‹ In dem Stapel, in dem auch die Post liegt
Diese Papiere braucht man selten und dann sofort. Der Test ist die Wiederfindbarkeit, nicht die Vollständigkeit.
Multiple Choice #5 20s â–¶ Testen

Was ist die nĂĽtzlichste Frage an die eigene Startliste?

  • â—Ź „Was passiert, wenn genau das fehlt?"
  • â—‹ „Ist das schön?"
  • â—‹ „Haben andere das auch?"
Die Frage sortiert die Liste nach Folgen statt nach Gefühl — und kürzt sie meistens deutlich.
Wahr / Falsch #6 20s â–¶ Testen

Der Haushaltsplan aus der Mittelstufe ist beim Alleinwohnen ĂĽberflĂĽssig, weil niemand mehr mitwohnt.

âś“ Falsch
Im Gegenteil — allein gibt es niemanden, der etwas übernimmt, wenn man es liegen lässt. Der Rhythmus wird dadurch wichtiger, nicht unwichtiger.