Ein eigenes Planungssystem wählen
Choosing a planning system of your own
Ab der Oberstufe kommen Aufgaben aus zu vielen Richtungen, um sie in einem Heft zu halten. Schülerinnen und Schüler lernen hier, ein System nach seinen Funktionen zu beurteilen statt nach seinem Ruf: Es braucht genau einen verlässlichen Eingang für alles Neue, einen Ort für Termine mit fester Zeit, eine Liste konkreter nächster Schritte, einen Ort für Angefangenes ohne Termin — und einen festen Moment, in dem das alles durchgesehen wird. Papier oder App ist zweitrangig; entscheidend ist, dass es *eine* Stelle gibt, an der nichts verlorengeht, und dass man das System an einem schlechten Tag noch bedient. Dazu die ehrliche Einordnung der bekannten Methoden — GTD, Bullet Journal, Zettelkasten sind erprobte Praktiker-Traditionen und keine geprüften Programme; sie liefern brauchbare Vorlagen, aber keine Wirkungsversprechen. Bewertet wird das eigene System im Wochen-Review und beim langen Projekt.
Können & Üben
Eigenes Planungssystem
Arbeitet aus dem Kopf und aus Zetteln.
FĂĽhrt ein System, das jemand anderes eingerichtet hat.
FĂĽhrt das eigene System, wenn ein Review-Termin gesetzt wird.
Hält Eingang, Kalender und Liste von selbst und macht das Review wöchentlich.
Hat das System nach einem Bruch begründet umgebaut und kann sagen, was daran warum geändert wurde.
Wochen-Review — zwanzig Minuten
solo20 min · weekly
zuhause, lernraum
Immer am selben Wochentag, auch in ruhigen Wochen. Fünf Schritte, in dieser Reihenfolge: Eingang leeren. Offenes aus der vergangenen Woche einsammeln. Die nächsten zwei Wochen im Kalender anschauen. Jede offene Aufgabe genau einer der vier Entscheidungen zuordnen — terminieren, delegieren, verkleinern, streichen; nichts bleibt unentschieden liegen. Dann drei Fragen in je einem Satz beantworten und aufschreiben: Was habe ich zugesagt und nicht geliefert? Wo habe ich mich um wie viel verschätzt? Was hat diese Woche funktioniert, das ich behalten will? Wenn in einem Review nichts gestrichen wurde, war es kein Review.
1–1
Voraussetzungen (1)
Ermöglicht (1)
Welche der drei gehört in den Kalender und nicht auf die Aufgabenliste?
Ein System ist gut, wenn es an einem stressigen Tag noch bedient wird.
Wer ein System hat, muss weniger nachdenken — nicht mehr.
Nils notiert Aufgaben mal im Heft, mal im Handy, mal auf Zetteln. Was ist das Kernproblem?
Was ist an dem Eintrag „Biologie" als Aufgabe schlecht?
Lea hat ein aufwendiges System mit acht Kategorien und benutzt es seit zwei Wochen nicht mehr. Was ist der beste Schritt?
Ben fällt im Bus ein: „Folien von Lea anfordern“. Er hat zwei Minuten bis zum Aussteigen. Wohin damit?
Ein Bullet Journal ist wissenschaftlich als wirksam nachgewiesen.
Ben will vom Papierkalender in eine App wechseln. Woran erkennt er, dass es sich lohnt?
Welcher Teil fehlt am häufigsten in selbst gebauten Systemen?
Mia hat eine Idee fĂĽr ein Projekt, das erst in den Ferien dran ist. Wohin damit?
Woran merkt Jonas, dass er seinem System nicht mehr vertraut?