Für die Enkel mitdenken — Umwelt über Generationen
Thinking of the grandchildren — environment across generations
EthikKlasse 414 Aufgaben
EthikNachhaltigkeitUmweltethikKonsumVerantwortung
Eine Eiche, die Mila heute mit ihrem Opa pflanzt, spendet richtigen Schatten erst, wenn Mila längst erwachsen ist; ein Putztag im Wald hält nur, wenn er jedes Jahr wiederkommt; ein Spielzeug, das nach einer Woche kaputt ist, liegt noch viele Jahre im Müll. Die Kinder unterscheiden eine einmalige von einer dauerhaften Handlung, bestimmen, wer wann von einer Handlung heute etwas hat, und erkennen die langfristigen Folgen eines Kaufs. Der Ursprung des Wortes „nachhaltig“ ist dabei konkret: Hans Carl von Carlowitz forderte 1713 in der *Sylvicultura oeconomica*, nur so viel Holz zu schlagen, wie wieder nachwächst, damit auch spätere Generationen Wald haben. Der Brundtland-Bericht (Weltkommission für Umwelt und Entwicklung 1987, *Our Common Future*) fasst dieselbe Idee für heute: die eigenen Bedürfnisse so erfüllen, dass künftige Generationen ihre auch noch erfüllen können. Jonas (1979, *Das Prinzip Verantwortung*) begründet, warum Verantwortung auch für Menschen gilt, die noch nicht geboren sind. Was jemand heute für die Zukunft aufgeben würde, bleibt offen und wird begründet (Martens 1999; Lipman et al. 1980): jede Position zählt, bewertet wird das Begründen. LehrplanPLUS GS Ethik 3/4, 4.2 Umgang mit Natur und Umwelt (verantwortlicher Umgang als langfristige Aufgabe über Generationen; fortwährender, gemeinschaftlicher Einsatz; Konsequenzen im eigenen Leben, z. B. beim Kauf von Konsumgütern; langlebige Produkte, Reparatur statt Entsorgung). Bereitet vor: `hsu.grade4.energiesparen`, `hsu.wirtschaften.fair-wirtschaften` und später `ethik.umwelt-und-tierethik`.
Hans Carl von Carlowitz schrieb 1713: Man soll nur so viele Bäume fällen, wie wieder ___.
âś“ Antwort: nachwachsen
Carlowitz leitete in Sachsen den Bergbau, der sehr viel Holz verbrauchte. Seine Regel ist der Ursprung des Wortes „nachhaltig“: nur nehmen, was nachkommt.
Worauf könntest du heute verzichten, damit Kinder in 50 Jahren noch eine gesunde Natur haben? Was spricht dafür, was fällt dir daran schwer?
✓ Antwort: Ich könnte öfter mit dem Rad statt mit dem Auto zum Training fahren. Dafür spricht, dass weniger Abgase in die Luft kommen. Schwer ist es, wenn es regnet und ich keine Lust habe.
Jonas sagt: „Was ich allein tue, ändert doch nichts an der Umwelt.“ Stimmst du ihm zu? Begründe.
✓ Antwort: Teilweise. Allein ist es wenig, aber wenn viele dasselbe tun, wird es viel. Und andere machen eher mit, wenn sie sehen, dass jemand anfängt.