Die Forschung dahinter

The Research Underneath

Das Fido-Curriculum Klasse 1
Fido MetaCurriculum Structure

Die wichtigsten Entscheidungen bei Fido stützen sich auf Forschungsfelder, die seit Jahrzehnten Bestand haben: Kognitionsforschung (Abruf, verteiltes Üben), Selbstbestimmungstheorie (Deci & Ryan), Leistungsmotivation (McClelland), Bindung (Bowlby), Flow (Csikszentmihalyi) und bewusstes Üben (Ericsson). Die Acht-Antriebe-Systematik ist Fidos eigene, in dieser Literatur verankert, und kein Gamification-Framework.

Die festere Grundlage ist Forschung. Gemeint sind nicht einzelne Studien, sondern Forschungsfelder, die seit Jahrzehnten Bestand haben. Erst sie machen aus der Kombination zweier Schulen ein Modell.

Tippe ein Forschungsfeld an. Es leuchtet auf, was bei Fido daraus geworden ist.

Auf vier Forschungslinien stützen wir uns besonders:

  • Kognitionsforschung. Abrufen festigt Wissen stärker als Wiederlesen, und verteiltes Üben hält länger als Pauken kurz vor der Prüfung. Beides gehört zu den am besten belegten Befunden der Lernpsychologie und ist fest in die Mastery-Engine eingebaut.
  • Selbstbestimmungstheorie (Deci und Ryan). Menschen handeln aus eigenem Antrieb, wenn drei Grundbedürfnisse erfüllt sind: Autonomie, Kompetenz und soziale Eingebundenheit. Es geht darum, hinter dem eigenen Tun zu stehen, sich dabei fähig zu erleben und dazuzugehören. Die Rolle der Lernbegleitung baut darauf auf. Der „Fokus für Freiheit“-Tausch spricht den Wunsch nach Autonomie an, ist im Sinne der Theorie aber eine an Bedingungen geknüpfte Belohnung. Wir stützen ihn deshalb auf eine andere Unterscheidung: ob ein Kind nachvollziehen kann, warum sich seine Anstrengung lohnt.
  • Leistungs- und Bindungsforschung. McClellands Arbeiten zur Leistungsmotivation beschreiben den Wunsch, eine klar benannte Hürde zu nehmen; darauf bauen unsere benannten Herausforderungen. Bowlbys Bindungsforschung erklärt, warum der verlässliche, zugewandte Erwachsene die sichere Basis ist: Ein Kind, das sich dieser Basis sicher ist, erkundet mehr und wagt sich an Schwieriges.
  • Flow und bewusstes Üben. Csikszentmihalyis Flow beschreibt das völlige Aufgehen in einer Tätigkeit. Es stellt sich ein, wenn die Anforderung zum Können passt und die Rückmeldung sofort kommt; darauf zielt unsere Aufgabengestaltung. Ericssons bewusstes Üben beschreibt, wie echtes Können entsteht: durch gezielte Arbeit an der eigenen Grenze, mit Rückmeldung, nicht durch bloße Wiederholung.

Die meisten unserer acht Antriebe entsprechen einem gut untersuchten Begriff der Motivationspsychologie; für Besitz und Status ist die Zuordnung loser, die Forschung führt sie unter anderen Namen. Uneins ist die Forschung etwa darüber, wann Belohnungen die innere Motivation untergraben. Belegt ist der Schaden vor allem dort, wo Belohnungen an etwas geknüpft werden, das ein Kind ohnehin gern tut. Solche Belohnungen vermeiden wir; Fido Taler gibt es für Nötiges, das von allein keine Freude macht.

Wie sich Fido neben anderen Schulen einordnet, von der Regelschule bis zur Alpha School, zeigt der nächste Artikel, Fido neben anderen Schulen.

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