Acht Antriebe

Eight Drives

Das Fido-Curriculum Klasse 1
Fido MetaCurriculum Structure

Kinder kommen mit acht eingebauten Antrieben: Neugier, Begeisterung, Leistung, Autonomie, Bindung, Zugehörigkeit, Status und Besitz. Sie sind universell in der Art, verschieden in der Stärke. Eine Schule muss sie nicht herstellen. Sie erkennt, welche gerade da sind, und lenkt sie auf die Arbeit.

Wie viel an der Motivation hängt, zeigt ein Beispiel aus der Alpha School, einer Privatschule in Texas, von der Fido viel übernimmt. Nach Angaben der Schule verbessern sich ihre Kinder in einem standardisierten Test 2,6-mal so schnell wie Gleichaltrige im US-Landesvergleich.1 Kinder, die dieselbe Lernsoftware in Alphas Heimprogramm nutzten, verbesserten sich nur so schnell wie der Durchschnitt. Unabhängig geprüft sind diese Zahlen nicht. Sie deuten aber darauf hin, dass die Software allein wenig erklärt und die Schule drumherum viel, vor allem die Motivation.

Deshalb beginnen wir nicht bei der Frage „Wie bringen wir es bei?“, sondern bei den Antrieben, die ein Kind ohnehin mitbringt. Antriebe sind Wünsche, die sich von selbst melden, wenn die Bedingungen stimmen. Wir erfinden also keine Motivation. Wir erkennen, welche Antriebe gerade da sind, und bauen Mechanismen, die sie auf die Arbeit lenken. Unser Design baut auf acht Antrieben auf.

Die acht Antriebe in zwei Gruppen. Jeder ist in der Motivationsforschung gut untersucht, keiner ist von uns erfunden.

Vier davon brauchen kein Gegenüber. Sie springen unter den richtigen Bedingungen von allein an: Neugier (wissen wollen), Begeisterung (in einer Sache aufgehen und die Zeit vergessen), Leistung (eine klar benannte Hürde nehmen) und Autonomie (selbst über die eigene Zeit und das eigene Tun bestimmen). Die anderen vier sind sozial ausgelöst und brauchen ein Gegenüber: Bindung (von einer vertrauten Person gekannt sein), Zugehörigkeit (zu einer Gruppe gehören), Status (gesehen und anerkannt sein) und Besitz (etwas Eigenes haben).

Die Antriebe sind universell in der Art, aber nicht in der Stärke. Jedes Kind hat etwas von jedem, doch die Mischung ist sehr verschieden. Sie verschiebt sich außerdem mit dem Alter. Eine Schule darf deshalb nicht auf ein einziges Profil setzen. Offen bleibt, wie ein Antrieb überhaupt bei der Schularbeit ankommt.

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