Handzeichen und Schulterblick
Hand signals and shoulder-check
Das Kind kündigt ein Abbiegen an, wie es die Radfahrausbildung verlangt: Schulterblick über die Schulter auf der Abbiegeseite, ohne dass das Rad mitschwenkt, dann den Arm deutlich in die Abbiegerichtung ausstrecken, erst dann lenken. Es verlangt einhändiges Fahren, Zurückschauen und Spurhalten gleichzeitig. Der typische Fehler: Beim Blick nach hinten zieht das Rad zur Seite. Geübt wird mit einem Helfer, der hinter der Spur eine Zahl hochhält — wer sie nennt, hat wirklich geschaut, und die Kreidespur zeigt, ob das Rad gerade blieb. Geübt wird im Hof, mit Helm; in den Straßenverkehr erst nach der Radfahrprüfung der 4. Klasse, deren Abbiegen (Links: Schulterblick, Handzeichen, Einordnen, erneuter Schulterblick) es vorbereitet.
Können & Üben
Schulterblick
Schlenkert beim Zurückschauen aus der Spur.
Schaut kurz über die (linke) Schulter und hält die Spur.
Liest eine über die Schulter gezeigte Zahl ab, ohne die Linie zu verlassen.
Handzeichen geben
Kann nicht gleichzeitig zeigen und die Spur halten.
Gibt ein klares Handzeichen nach links und rechts.
Verbindet Schulterblick, Handzeichen und stabiles Fahren zu einem flüssigen Abbiege-Ablauf.
Kegel-Parcours — Lern-zu-fahren-Stationen
workshop45 min · weekly
schonraum-yard
Flache, autofreie Fläche mit Kegeln und Kreide in Stationen: Helm- und ABC-Check, Gleitbahn, Geradeaus-Spur, Haltelinie, Slalom/Achter, Umsehen-und-Zeichen, Frei-Rollen. Kinder rotieren; Richtwert 1 Erwachsene:r auf 6 Kinder; sichere ältere Kinder (Stufe 4) betreuen je eine Station. Gehalten wird das Kind, nie das Rad.
competent-cyclist
4–12
Das Handzeichen ist die letzte Fertigkeit der Reihe, und das mit Absicht: Es verlangt alles Vorherige gleichzeitig. Wer links abbiegen will, schaut über die linke Schulter (Schulterblick), ohne dass das Rad mitschwenkt — hält also die Spur, während der Kopf sich dreht. Dann zeigt ein ausgestreckter Arm die Richtung an — einhändig fahren. Und erst dann wird gelenkt.
Der Schulterblick hat seine eigene Tücke, und sie ist inzwischen vertraut: Das Rad fährt dorthin, wo der Blick hingeht. Beim Blick nach hinten verliert der Fahrer für einen Moment sein Ziel — geübt wird deshalb mit einem Helfer, der hinter der Fahrspur eine Zahl auf einer Tafel hochhält: Die Zahl beim Vorbeifahren zu nennen beweist, dass wirklich geschaut wurde, und die Kreidespur beweist, dass das Rad geradeaus blieb.
Damit ist die Bewegungs-Seite der Radfahrprüfung komplett: Anfahren, Spurhalten, Bremsen, Kurven, Langsamfahren, Schulterblick, einhändiges Fahren, Handzeichen. Was noch fehlt, ist Wissen — die Regeln, nach denen all das im echten Verkehr eingesetzt wird.