Gesellschaft im Kaiserreich
Society in the German Empire
Das Kaiserreich war eine Gesellschaft im Spannungsfeld von Obrigkeitsstaat und moderner Massengesellschaft. Bismarck regierte mit Zuckerbrot und Peitsche zugleich: Sozialgesetze (Kranken-, Unfall-, Rentenversicherung ab 1883) neben dem Sozialistengesetz, das die SPD verbot. Kulturkampf gegen die katholische Kirche, alltäglicher Militarismus und eine aufkommende Frauenbewegung prägten das Bild. Wie modern und wie autoritär diese Gesellschaft zugleich war, ist die Hypothek, die Weimar erbt.
Voraussetzungen (2)
Ermöglicht (1)
Was versteht man unter Bismarcks Sozialgesetzgebung?
Bismarcks Sozialpolitik wird oft als 'Zuckerbrot und ___' beschrieben.
Bismarcks Sozialgesetzgebung war ein Vorbild für Sozialsysteme in anderen Ländern.
Was war das Sozialistengesetz (1878–1890)?
Was war der 'Kulturkampf'?
Das Kaiserreich war geprägt von ___ — einer Verherrlichung des Militärischen in der Gesellschaft.
Was versteht man unter 'Nationalismus' im Kaiserreich?
Im Kaiserreich gab es Ansätze einer modernen Massengesellschaft: Massenmedien, Freizeitkultur und politische Massenorganisationen.
Was forderte die Frauenbewegung im Kaiserreich?
Die SPD wurde trotz des Sozialistengesetzes bei Wahlen immer stärker und war um 1912 die ___ Partei im Reichstag.
Bismarck war von 1871 bis 1918 Reichskanzler des Deutschen Kaiserreichs.
Warum ist die Sozialgesetzgebung Bismarcks bis heute bedeutsam?
Kaiser Wilhelm II. entlieĂź Bismarck 1890 und verfolgte einen eigenen politischen Kurs, der als '___ Kurs' bezeichnet wird.
Was ist das 'Spannungsfeld von Obrigkeitsstaat und moderner Massengesellschaft'?
Warum waren die obrigkeitsstaatlichen Strukturen des Kaiserreichs langfristig problematisch?