Frauen im Mittelalter — Lebenswege je nach Stand
Women in the Middle Ages — Lives Shaped by Estate
Wie eine Frau im Mittelalter lebte, entschied zuerst ihr Stand: Die Bäuerin arbeitete auf dem Feld, die Handwerkerfrau in der Werkstatt, die sie als Witwe weiterführen durfte, die Äbtissin war Grundherrin, die Begine lebte fromm und arbeitend in der Stadt. Zugleich standen Frauen unter der Vormundschaft von Vater oder Ehemann und blieben von Universität und Rat ausgeschlossen. Die Fehlvorstellung, die es abbaut: „Frauen arbeiteten damals nicht“ und „alle Frauen waren gleich machtlos“. Bereitet Frauenbewegung im Kaiserreich und die Gleichberechtigung im Grundgesetz (1949) vor.
Voraussetzungen (1)
Um 1350 stirbt in einer Reichsstadt ein Schmiedemeister. Was geschieht nach vielen Zunftordnungen mit seiner Werkstatt?
Bäuerinnen arbeiteten im Mittelalter auch auf dem Feld, zum Beispiel bei der Ernte.
Die Äbtissin ___ von Bingen schrieb im 12. Jahrhundert Bücher über Heilpflanzen und komponierte Musik.
Wer hatte um 1200 am meisten Macht ĂĽber andere Menschen?
Eine Grafentochter wird um 1250 mit 14 Jahren mit dem Sohn eines benachbarten Grafen verheiratet. Wer hat das am ehesten entschieden?
Mia sagt: „Im Mittelalter haben Frauen nur gekocht und sonst nicht gearbeitet.“ Mias Aussage stimmt.
Wo lernte ein Mädchen im Mittelalter am ehesten Lesen und Latein?
Um 1400 konnte eine junge Frau an der Universität in Prag oder Wien studieren.
Fromme Frauen, die in der Stadt gemeinsam lebten und arbeiteten, ohne Nonnen zu werden, nannte man ___.
Eine verheiratete BĂĽrgersfrau will um 1350 vor Gericht klagen. Wer vertritt sie dort meistens?
In Köln gab es im Spätmittelalter Zünfte, in denen Frauen Meisterinnen wurden. In welchem Handwerk?
Du willst wissen, was eine Bäuerin um 1300 abgeben musste. Welche Quelle hilft am meisten?
Eine reiche Kauffrau in Nürnberg hatte um 1450 mehr Möglichkeiten als ein unfreier Bauer auf dem Land.
Seit wann steht in einem deutschen Gesetz der Satz „Männer und Frauen sind gleichberechtigt“?