Handwerk und Fabrik — wie Dinge hergestellt werden

Craft and Factory — How Things Are Made

Heimat- und Sachunterricht Klasse 4 13 Aufgaben
ArbeitHandwerkProduktionIndustrialisierungTechnik

Die Kinder vergleichen an konkreten Beispielen, wie dieselbe Ware entsteht: die maßgeschneiderte Jacke der Schneiderin gegen 5 000 gleiche Jacken aus der Textilfabrik (Lehrplan-Beispiel Kleidung), die Brezen vom Bäcker gegen die Großbäckerei, das Einzelstück vom Tischler gegen das Fabrikmöbel. Sie erkennen Arbeitsteilung und Fließband an ihren Folgen — Adam Smiths Stecknadelfabrik (1776), Henry Fords Fließband (1913): viel mehr Stück in kürzerer Zeit, billigere Waren — und an den Folgen für Menschen: eintönige Handgriffe, wenig Überblick über das Ganze, Roboter für schwere Arbeit, Handwerk für Maßarbeit und Reparatur. Abgebaut wird, Maschinen hätten das Handwerk ersetzt. Technische Perspektive nach GDSU 2013, Fertigungsbegriff nach Ropohl (Allgemeine Technologie, 2009). Bereitet hsu.arbeit.massenproduktion-bewerten, wirtschaft-und-recht.grade8.arbeitsteilung-und-spezialisierung und wirtschaft-und-recht.grade8.fertigungstypen-und-verfahren vor.

Leicht
Multiple Choice #1 15s â–¶ Testen

Welche Jacke wurde im Handwerk hergestellt?

  • â—Ź Die Schneiderin nimmt bei Frau Huber MaĂź und näht ihr eine Jacke.
  • â—‹ In einer Fabrik nähen Hunderte Näherinnen jeden Tag 5 000 gleiche Jacken.
  • â—‹ Eine Maschine schneidet die Stoffteile fĂĽr 10 000 gleiche Jacken auf einmal zu.
Im Handwerk macht eine Fachkraft das ganze StĂĽck, oft fĂĽr einen bestimmten Kunden. In der Fabrik entstehen viele gleiche StĂĽcke.
Wahr / Falsch #2 10s â–¶ Testen

In einer Großbäckerei formt eine Maschine in einer Stunde Tausende gleiche Brezen. Das ist Massenproduktion.

âś“ Wahr
Viele gleiche Waren mit Maschinen in kurzer Zeit — das ist Massenproduktion.
Multiple Choice #3 15s â–¶ Testen

Frau Ă–ztĂĽrk arbeitet am FlieĂźband einer Fahrradfabrik. Was macht sie dort wahrscheinlich den ganzen Tag?

  • â—Ź immer wieder denselben Handgriff, zum Beispiel Pedale anschrauben
  • â—‹ ein ganzes Fahrrad von Anfang bis Ende bauen
  • â—‹ mit Kunden ĂĽber ihre Wunschfarbe sprechen
Am FlieĂźband ist die Arbeit aufgeteilt: Jeder erledigt einen kleinen Schritt, und das Fahrrad wandert weiter.
Wahr / Falsch #4 12s â–¶ Testen

Ein Tisch, den ein Tischler als Einzelstück baut, kostet meist mehr als ein Tisch aus der Möbelfabrik.

âś“ Wahr
Der Tischler arbeitet viele Stunden an einem StĂĽck. In der Fabrik verteilen sich Maschinen und Arbeit auf Tausende Tische.
Wahr / Falsch #5 12s â–¶ Testen

In vielen Fabriken übernehmen heute Roboter schwere oder gefährliche Arbeiten, etwa beim Schweißen.

âś“ Wahr
Roboter schützen Menschen vor Hitze, Lärm und schweren Lasten. Menschen steuern, warten und kontrollieren die Maschinen.
LĂĽckentext #6 12s â–¶ Testen

Ein Band, auf dem ein WerkstĂĽck von Arbeitsplatz zu Arbeitsplatz weiterwandert, heiĂźt ___.

âś“ Antwort: FlieĂźband
Am FlieĂźband kommt die Arbeit zum Menschen, nicht der Mensch zur Arbeit.
Multiple Choice #7 15s â–¶ Testen

Lukas hat sehr lange Arme. Welche Jacke passt ihm am sichersten?

  • â—Ź eine Jacke, die die Schneiderin nach seinen MaĂźen näht
  • â—‹ eine Jacke in Standardgröße aus dem Kaufhaus
  • â—‹ eine Jacke aus der Fabrik, die es nur in einer Einheitsgröße gibt
Massenware wird für Standardgrößen gemacht. Das Handwerk kann auf einen einzelnen Menschen eingehen.
Wahr / Falsch #8 10s â–¶ Testen

Weil Maschinen schneller sind, gibt es heute keine Handwerker mehr.

âś“ Falsch
Bäcker, Schreiner, Schneider und Schuhmacher gibt es weiter — für Maßarbeit, Reparaturen und besondere Wünsche.
Multiple Choice #9 12s â–¶ Testen

Wo ist ein T-Shirt am schnellsten fertig?

  • â—Ź in der Textilfabrik mit Zuschneidemaschinen und NähstraĂźen
  • â—‹ bei der Schneiderin in ihrer Werkstatt
  • â—‹ bei Oma an der Nähmaschine
In der Fabrik arbeiten viele Menschen und Maschinen gleichzeitig an Tausenden T-Shirts. Pro StĂĽck braucht das nur wenige Minuten.
Multiple Choice #10 12s â–¶ Testen

Sophies Lederschuh hat sich an der Sohle gelöst. Wer kann ihn reparieren?

  • â—Ź der Schuhmacher in ihrer StraĂźe
  • â—‹ die Schuhfabrik, die eine Million Paar im Jahr herstellt
  • â—‹ niemand, kaputte Schuhe muss man wegwerfen
Fabriken stellen neue Waren her, reparieren aber keine einzelnen Stücke. Reparieren ist eine Stärke des Handwerks.
Mittel
Multiple Choice #1 20s â–¶ Testen

Um 1770 macht in einer Werkstatt jeder Arbeiter allein ganze Stecknadeln. Dann teilen zehn Arbeiter die Schritte untereinander auf. Was passiert?

  • â—Ź Sie schaffen viel mehr Nadeln als vorher.
  • â—‹ Sie schaffen genau gleich viele Nadeln.
  • â—‹ Sie schaffen weniger, weil sie sich absprechen mĂĽssen.
Adam Smith beschrieb 1776, dass zehn Arbeiter mit aufgeteilter Arbeit rund 48 000 Nadeln am Tag schafften — allein hätte jeder kaum 20 geschafft.
Multiple Choice #2 15s â–¶ Testen

Ab 1913 ließ Henry Ford Autos am Fließband bauen. Was änderte sich?

  • â—Ź Ein Auto war viel schneller fertig und wurde billiger.
  • â—‹ Jedes Auto sah anders aus.
  • â—‹ Die Autos wurden teurer, weil FlieĂźbänder teuer sind.
Statt rund 12 Stunden dauerte der Bau nur noch etwa anderthalb Stunden. Weil das Auto billiger wurde, konnten es sich viel mehr Familien leisten.
Multiple Choice #3 15s â–¶ Testen

Herr Wagner schraubt seit Jahren am Band dieselbe Schraube fest. Was kann fĂĽr ihn schwierig sein?

  • â—Ź Die Arbeit wird eintönig, und er sieht kaum, was am Ende entsteht.
  • â—‹ Er muss jeden Tag ein neues Handwerk lernen.
  • â—‹ Er muss ganz allein ein ganzes Auto bauen.
Arbeitsteilung macht schnell, kann aber langweilig und einseitig belastend sein. Deshalb wechseln Arbeiter heute oft die Plätze.