Massenware bewerten — Umwelt, Rohstoffe und kluge Entscheidungen

Judging Mass-Produced Goods — Environment, Resources and Wise Choices

Heimat- und Sachunterricht Klasse 4 13 Aufgaben
NachhaltigkeitUmweltRessourcenProduktionVerbraucherbildung

Die Kinder wägen an konkreten Waren ab, was Massenproduktion kostet und bringt: etwa 2 700 Liter Wasser für ein Baumwoll-T-Shirt (WWF), Transporte über drei Länder für eine Jeans, ungeklärtes Färbereiabwasser im Fluss, das 2-Euro-Spielzeug, das nach einem Tag im Müll liegt — aber auch der gute Fahrradhelm, den sich dank Massenfertigung jede Familie leisten kann. Sie wählen unter konkreten Möglichkeiten die ressourcenschonendste: länger tragen und weitergeben, reparieren, gebraucht kaufen, tauschen, recyceln, Bio-Baumwolle, Fabrikstrom aus Sonne und Wind. Abgebaut werden zwei Gegenpole: Massenware sei nur schlecht, und billig heiße folgenlos (Ellen MacArthur Foundation 2017 zu kurz getragener Kleidung). Bewerten im Sinn der Bildung für nachhaltige Entwicklung; technische und sozialwissenschaftliche Perspektive nach GDSU 2013. Baut auf hsu.arbeit.handwerk-und-industrie auf; bereitet wirtschaft-und-recht.grade8.nachhaltiger-konsum und wirtschaft-und-recht.grade8.produktlebenszyklus vor.

Leicht
Multiple Choice #1 15s â–¶ Testen

Welches T-Shirt schont die Rohstoffe am meisten?

  • â—Ź das T-Shirt, das Lea schon drei Jahre trägt und dann ihrer Schwester gibt
  • â—‹ ein neues T-Shirt fĂĽr 3 Euro, das nach zweimal Tragen im MĂĽll landet
  • â—‹ fĂĽnf neue T-Shirts aus dem Sonderangebot, die ungetragen im Schrank liegen
Je länger etwas benutzt wird, desto besser lohnen sich Wasser, Energie und Rohstoffe, die in seiner Herstellung stecken.
Multiple Choice #2 15s â–¶ Testen

Ein Spielzeugroboter aus Plastik kostet nur 2 Euro und ist nach einem Tag kaputt. Was ist daran das Problem?

  • â—Ź Rohstoffe und Energie wurden verbraucht, und er landet schnell im MĂĽll.
  • â—‹ Er war viel zu teuer.
  • â—‹ Er wurde von Hand gemacht.
Billig heißt nicht folgenlos. Für jedes Wegwerf-Produkt wurden Erdöl, Strom und Transporte gebraucht.
Wahr / Falsch #3 10s â–¶ Testen

Weil Waren aus Massenproduktion billig sind, ist es egal, wie schnell man sie wegwirft.

âś“ Falsch
Der niedrige Preis enthält nicht die Kosten für Umwelt und Müll. Die tragen alle gemeinsam.
Multiple Choice #4 15s â–¶ Testen

Die Baumwolle für eine Jeans wächst in einem Land, gefärbt wird sie im zweiten, genäht im dritten, verkauft in München. Was belastet dabei die Umwelt zusätzlich?

  • â—Ź die vielen Transporte mit Schiff und Lkw
  • â—‹ das Preisschild
  • â—‹ die Anprobe im Laden
Lange Wege kosten Treibstoff und verursachen Abgase. Viele Kleidungsstücke reisen um die halbe Welt, bevor sie im Laden hängen.
Multiple Choice #5 15s â–¶ Testen

Eine Färberei leitet ihr Farbwasser ungeklärt in den Fluss. Wen trifft das?

  • â—Ź Fische, Pflanzen und die Menschen, die das Flusswasser nutzen
  • â—‹ nur die Färberei selbst
  • â—‹ niemanden, im Fluss verdĂĽnnt sich alles
Giftige Farbstoffe bleiben im Wasser und gelangen flussabwärts zu allen, die dort leben.
LĂĽckentext #6 12s â–¶ Testen

Aus alten Plastikflaschen werden neue Fasern fĂĽr Fleecejacken gemacht. Das nennt man ___.

âś“ Antwort: Recycling
Recycling spart neue Rohstoffe. Noch besser ist es, Dinge lange zu nutzen, damit gar nicht so viel Abfall entsteht.
Multiple Choice #7 15s â–¶ Testen

Der Bildschirm von Herrn Kayas Handy ist gesprungen, sonst geht alles. Was schont die Rohstoffe am meisten?

  • â—Ź den Bildschirm reparieren lassen
  • â—‹ ein neues Handy kaufen und das alte in die Schublade legen
  • â—‹ das alte Handy in den HausmĂĽll werfen und ein neues kaufen
In einem Handy stecken seltene Metalle. Reparieren spart sie — und alte Geräte gehören zum Wertstoffhof, nicht in den Hausmüll.
Wahr / Falsch #8 10s â–¶ Testen

Viele billige KleidungsstĂĽcke werden nur wenige Male getragen und landen dann im MĂĽll.

âś“ Wahr
Weltweit werden Kleider heute viel kĂĽrzer getragen als frĂĽher. Das verschwendet die Rohstoffe, die in ihnen stecken.
Multiple Choice #9 12s â–¶ Testen

Die Klasse 4b sammelt Ideen fĂĽr weniger Neukauf. Welcher Vorschlag spart Rohstoffe?

  • â—Ź eine Tauschbörse fĂĽr Kleidung und Spielzeug
  • â—‹ ein Wettbewerb, wer die meisten neuen Sachen hat
  • â—‹ jede Woche ein neues Klassen-T-Shirt
Beim Tauschen bekommt man etwas Neues, ohne dass etwas neu hergestellt werden muss.
Mittel
Wahr / Falsch #1 12s â–¶ Testen

FĂĽr ein einziges Baumwoll-T-Shirt braucht man vom Feld bis zum Laden etwa 2 700 Liter Wasser.

âś“ Wahr
Das meiste Wasser braucht der Baumwollanbau. 2 700 Liter reichen einem Menschen etwa zweieinhalb Jahre zum Trinken.
Multiple Choice #2 15s â–¶ Testen

Eine Fabrik stellt 100 000 gleiche Fahrradhelme her. Was ist daran ein Vorteil?

  • â—Ź Viele Familien können sich einen guten Helm leisten.
  • â—‹ Jeder Helm ist ein EinzelstĂĽck.
  • â—‹ Die Fabrik braucht dafĂĽr keine Rohstoffe.
Massenproduktion macht nützliche Dinge billig und für viele erreichbar. Bewerten heißt, Vorteile und Nachteile abzuwägen.
Multiple Choice #3 15s â–¶ Testen

Welches T-Shirt wurde mit RĂĽcksicht auf Umwelt und Wasser hergestellt?

  • â—Ź eines aus Bio-Baumwolle mit Umweltsiegel
  • â—‹ eines mit dem Aufdruck „Super gĂĽnstig!“
  • â—‹ eines, das besonders schnell neu im Laden ist
Bio-Baumwolle wächst ohne chemische Spritzmittel, und Umweltsiegel verlangen sauberes Abwasser. Ein günstiger Preis sagt darüber nichts.
Wahr / Falsch #4 15s â–¶ Testen

Die Maschinen einer Fabrik laufen mit Strom. Kommt er aus Sonne und Wind statt aus Kohle, belastet die Herstellung das Klima weniger.

âś“ Wahr
Kohlekraftwerke stoßen viel Kohlendioxid aus, Solar- und Windanlagen nicht. Auch wie eine Fabrik ihren Strom bekommt, zählt.