Fair wirtschaften — Gewinn mit Verantwortung

Doing Business Fairly — Profit with Responsibility

Heimat- und Sachunterricht Klasse 4 12 Aufgaben
GesellschaftUnternehmenEthikFairnessNachhaltigkeit

Die Kinder beurteilen an konkreten Betrieben, wen ein Geschäft außer den Kunden noch betrifft: die Menschen, die dort arbeiten (vereinbarter Lohn, pünktlich, auch für Neue), die Zulieferer (ein Milchpreis, von dem der Bauer leben kann, nicht nur seine Kosten), die Umwelt (Abwasser, Abfall) — und rechnen nach, was Fairness kostet: Teurere fair gehandelte Zutaten senken bei gleichem Preis den Gewinn, Mehrwegbecher lohnen sich erst nach einigen Festen. Sie erkennen ein Sozialunternehmen daran, dass es verkauft und seinen Gewinn für ein soziales Ziel einsetzt. Abgebaut werden zwei Gegenpole: Gewinn sei an sich unfair (Bhattacharjee, Dana & Baron 2017) und Fairness sei umsonst zu haben. Folgt EntreComp „ethisch und nachhaltig denken“ (Bacigalupo et al. 2016); baut auf hsu.wirtschaften.einnahmen-kosten-gewinn auf und bereitet nachhaltigen Konsum und unternehmerisches Denken in Jgst. 8–9 vor (wirtschaft-und-recht.grade8.nachhaltiger-konsum, wirtschaft-und-recht.grade9.unternehmerisch-denken).

Leicht
Multiple Choice #1 20s â–¶ Testen

Drei Schokoladenfirmen machen alle Gewinn. Welche wirtschaftet fair?

  • â—Ź Firma A zahlt den Kakaobauern so viel, dass sie davon leben können.
  • â—‹ Firma B kauft Kakao von Feldern, auf denen Kinder statt zur Schule arbeiten mĂĽssen.
  • â—‹ Firma C zahlt den Kakaobauern so wenig wie möglich, damit die Schokolade billig ist.
Alle drei machen Gewinn — der Unterschied ist, wie. Fair ist ein Geschäft, bei dem auch die Menschen gut wegkommen, die die Zutaten liefern.
Wahr / Falsch #2 12s â–¶ Testen

Eine Firma hat in diesem Jahr eine Million Euro Gewinn gemacht. Schon deshalb ist sie unfair.

âś“ Falsch
Gewinn allein sagt nichts über Fairness. Unfair wird es, wenn er auf Kosten anderer entsteht — durch zu wenig Lohn, Lügen oder Schäden an der Umwelt.
Wahr / Falsch #3 15s â–¶ Testen

Das Kaufhaus „Zweite Chance“ verkauft gespendete Möbel und bezahlt mit dem Gewinn Ausbildungen für Jugendliche ohne Arbeit. Es ist ein Sozialunternehmen.

âś“ Wahr
Es verkauft etwas und steckt den Gewinn in ein soziales Ziel — genau das macht ein Sozialunternehmen aus.
Wahr / Falsch #4 12s â–¶ Testen

Eine Färberei leitet ihr gefärbtes Abwasser ungereinigt in den Fluss, um Geld zu sparen. Sie wirtschaftet fair.

âś“ Falsch
Die Firma spart, aber die Fische und die Menschen am Fluss bezahlen dafĂĽr. Fair ist, die Kosten fĂĽr das Reinigen selbst zu tragen.
Multiple Choice #5 12s â–¶ Testen

Eine Firma lädt ihren Abfall heimlich im Wald ab. Wer hat dadurch einen Nachteil?

  • â—Ź die Menschen und Tiere, die dort leben
  • â—‹ niemand, weil der Wald groĂź genug ist
  • â—‹ nur die Firma selbst
Die Firma spart die Kosten fĂĽr die Entsorgung, den Schaden tragen andere. Darum ist das nicht nur verboten, sondern auch unfair.
Wahr / Falsch #6 15s â–¶ Testen

Ein Bäcker verkauft Brot vom Vortag zum halben Preis, statt es wegzuwerfen. Er verdient damit noch etwas und verschwendet weniger.

âś“ Wahr
Weggeworfenes Brot bringt nichts ein. Billiger verkauft bringt es noch Einnahmen — und weniger Lebensmittel landen im Müll.
Mittel
Multiple Choice #1 20s â–¶ Testen

Welcher Betrieb ist ein Sozialunternehmen?

  • â—Ź ein CafĂ©, das Menschen mit Behinderung anstellt und seinen Gewinn in weitere Arbeitsplätze steckt
  • â—‹ ein CafĂ©, das seinen ganzen Gewinn an die Besitzerin auszahlt
  • â—‹ ein Verein, der Kuchen verschenkt und nichts verkauft
Ein Sozialunternehmen verkauft wie jedes Geschäft, setzt seinen Gewinn aber für ein soziales Ziel ein. Wer nichts verkauft, ist kein Unternehmen.
LĂĽckentext #2 15s â–¶ Testen

Ein Unternehmen, das verkauft und seinen Gewinn vor allem fĂĽr ein soziales Ziel einsetzt, heiĂźt ___.

âś“ Antwort: Sozialunternehmen
Sozialunternehmen verbinden beides: Sie verdienen Geld und helfen damit Menschen oder der Umwelt.
Multiple Choice #3 15s â–¶ Testen

Die Klasse verkauft Schoko-Bananen. Fair gehandelte Bananen kosten mehr als normale. Was passiert mit dem Gewinn, wenn der Verkaufspreis gleich bleibt?

  • â—Ź Er wird kleiner.
  • â—‹ Er wird größer.
  • â—‹ Er bleibt gleich.
Höhere Kosten bei gleichen Einnahmen lassen weniger übrig. Fairness hat einen Preis — entweder kleinerer Gewinn oder ein höherer Verkaufspreis.
Multiple Choice #4 20s â–¶ Testen

Ein Bauer braucht 50 Cent pro Liter Milch, um seine Kosten zu decken. Welchen Preis zahlt eine Eisdiele, die fair wirtschaftet?

  • â—Ź 55 Cent pro Liter
  • â—‹ 50 Cent pro Liter
  • â—‹ 40 Cent pro Liter
Bei 50 Cent deckt der Bauer gerade seine Kosten und verdient nichts, bei 40 Cent verliert er Geld. Auch der Bauer braucht einen Gewinn, um davon zu leben.
Multiple Choice #5 20s â–¶ Testen

In der Werkstatt eines Fahrradladens arbeiten drei Leute. Welche Regelung fĂĽr den Lohn ist fair?

  • â—Ź Alle bekommen den vereinbarten Lohn pĂĽnktlich jeden Monat.
  • â—‹ Der Lohn wird nur gezahlt, wenn am Monatsende genug Gewinn ĂĽbrig ist.
  • â—‹ Die Neue arbeitet die ersten drei Monate ohne Lohn, weil sie noch lernt.
Lohn ist Teil der Kosten, kein Rest vom Gewinn. Wer arbeitet, bekommt den vereinbarten Lohn — auch wer neu ist.
Multiple Choice #6 25s â–¶ Testen

Mehrwegbecher für den Schulstand kosten einmal 20 €. Einwegbecher kosten bei jedem Fest 5 €. Gespült wird von den Kindern selbst. Nach wie vielen Festen haben die Mehrwegbecher weniger gekostet als die Einwegbecher?

  • â—Ź nach 5 Festen
  • â—‹ nach 4 Festen
  • â—‹ schon nach 1 Fest
Nach 4 Festen kosten Einwegbecher 20 € — genauso viel. Erst nach 5 Festen (25 €) sind die Mehrwegbecher billiger, und es fällt weniger Müll an.