Vollständige Induktion
Mathematical Induction
Vollständige Induktion beweist eine Aussage A(n) fĂźr alle natĂźrlichen Zahlen durch zwei Teile: Induktionsanfang (A(1) gilt) und Induktionsschritt (aus A(n) folgt A(n+1)) â das Bild der Dominokette. Angewendet auf Summenformeln Ăźber Folgen (etwa 1 + 2 + ⌠+ n = n(n+1)/2) und einfache Ungleichungen. Beide Teile sind nĂśtig â ein Schritt ohne Anfang beweist nichts, ein Anfang ohne Schritt auch nicht â, und die Annahme A(n) im Schritt zu benutzen ist kein Zirkelschluss (die häufigste VerständnishĂźrde).
Voraussetzungen (1)
Welche zwei Schritte umfasst ein Beweis durch vollständige Induktion?
Beim Induktionsschritt nimmt man an, dass die Aussage fĂźr ein festes n gilt (Induktionsvoraussetzung).
Induktionsanfang fßr die Formel 1 + 2 + ⌠+ n = n(n+1)/2: Fßr n = 1 ist die linke Seite 1, die rechte Seite 1¡2/2 = ___.
Beweise per Induktion: 1 + 3 + 5 + ⌠+ (2nâ1) = n². PrĂźfe den Induktionsanfang fĂźr n = 1: Was ist (2¡1â1)?
Vollständige Induktion kann nur fßr Summenformeln verwendet werden.
Die Formel 1² + 2² + ⌠+ n² = n(n+1)(2n+1)/6. Berechne die rechte Seite fßr n = 4.
Im Induktionsschritt geht man von der Annahme A(n) zur Behauptung A(___) Ăźber.
n² + n + 41 ergibt fĂźr n = 1, 2, âŚ, 39 lauter Primzahlen. Was ergibt sich fĂźr n = 40?
Wenn der Induktionsanfang fehlt, ist der Beweis durch vollständige Induktion ungßltig.
Die Formel 1 + 3 + 5 + ⌠+ (2nâ1) = n² beschreibt die Summe der ersten n ___ Zahlen.
Induktionsbeweis: Zeige n! > 2⿠fßr n ⼠4. Prßfe den Induktionsanfang: Berechne 4!.
Berechne 1³ + 2³ + 3³ + 4³ nach der Formel [n(n+1)/2]².
Die Induktionsvoraussetzung darf beim Induktionsschritt NICHT verwendet werden.
Im Induktionsschritt fßr 1 + 2 + ⌠+ n = n(n+1)/2 addiert man zum Term fßr n das Glied (n+1). Was ergibt n(n+1)/2 + (n+1)?
Beweise: 2âż > n fĂźr alle n ⼠1. Im Induktionsschritt: Wenn 2âż > n, dann 2âżâşÂš = 2¡2âż > 2n. Ist 2n > n+1 fĂźr n ⼠1? Ab welchem n gilt 2n ⼠n+1?
Welche Aussage lässt sich NICHT durch vollständige Induktion beweisen?
Die Summe 1/1¡2 + 1/2¡3 + ⌠+ 1/n¡(n+1) = n/(n+1). ĂberprĂźfe fĂźr n = 3: Berechne 1/2 + 1/6 + 1/12 als Bruch. Gib den Zähler an, wenn der Nenner 12 ist.
Der Induktionsanfang fĂźr die Teilbarkeitsaussage '6 | (nÂł â n) fĂźr alle n ⼠1' ergibt fĂźr n = 1: 1Âł â 1 = ___.
Man kann den Induktionsanfang auch bei n = 0 oder einem anderen Startwert nâ beginnen.
Im Induktionsschritt fßr 1³ + 2³ + ⌠+ n³ = [n(n+1)/2]² wird (n+1)³ addiert. Das Ergebnis soll [(n+1)(n+2)/2]² ergeben. Welche Zwischenform entsteht?